Nach dem sich die Kinder intensiv mit der Ostergeschichte und den Ereignissen rund um den Tod von Jesus beschäftigt hatten, trafen wir uns mit Anke Schutzeichel zu einer besonderen Christenlehre auf dem Friedhof in Graupa. Eine Entdeckertour der ungewöhnlichen Art erwartete die Kinder. Doch bevor es auf den Friedhof ging, erzählte Frau Schutzeichel in der Feierhalle ausführlich über die Abläufe bei einer Beerdigung und beantwortete die Fragen der Kinder, die diese ohne Scheu über die Bestattungsabläufe, Urnen und den Tod stellten. Danach durften alle durch die aufgeschobenen Türen der Feierhalle auf den Friedhof gehen und die Entdeckertour startete. Frau Schutzeichel führte die Kinder an verschiedenen besonderen Grabsteinen vorbei und zeigte den Kindern eine frische Grabstelle für eine bevorstehende Urnenbestattung, so dass die Kinder sehen konnten, wie tief die Urne in die Erde eingelassen wird. Sie erklärte die vielen verschiedenen Symbole auf den Grabsteinen und die Verschiedenheit der einzelnen Grabstellen. Interessant war aber auch, was bei der Pflege der Gräber zu beachten ist und Frau Schutzeichel zeigte den Kindern, wie schlecht den schönen Pflanzen das alte abgestandene Wasser aus den Grabvasen bekommt, wenn sie damit gegossen werden und danach eingehen.
Nach einem ausgiebigen Rundgang durften sich die Kinder nun mit vielen Fragen, die es zu klären gab, selbständig, ruhig und neugierig auf den Weg machen, während Frau Schutzeichel weiterhin für alle Fragen ein offenes Ohr hatte. Obwohl der Friedhof ein Ort für die Verstorbenen ist, ist er doch auch ein Ort voller Leben und Liebe. Die Kinder hatten als Aufgabe zu entdecken, woran sie das erkennen können. Sie entdeckten liebevolle Abschiedsworte auf Bändern an Kränzen auf einem frischen Grab. Lauschten den vielen Tieren, die man in der Ruhe auf dem Friedhof hören konnte. Fanden sehr ungewöhnliche Grabgestaltungen und Beigaben, die ein eng-es Beisammensein der Familienmitglieder und Freunde über den Tod hinaus zeigten.
Sie entdeckten, dass nicht alle Grabsteine aus Stein sind und wie individuell und abwechslungsreich die letzten Ruhestätten sind. Das sie so auch etwas über den Menschen erzählen, der da begraben liegt und darüber wie die Angehörigen, Erinnerungen behalten. Und die Kinder entdeckten anhand der Innschriften, dass der Tod kein Alter kennt, das er manchmal Erlösung ist, aber auch, dass er manchmal zu früh kommt. Und eines nahmen wir alle mit vom Friedhof, der durch die üppige blumige Farbenvielfalt auch fröhlich und zuversichtlich auf die Kinder wirkte: Menschen, die wir lieben, bleiben für immer in unseren Herzen.
Liebe Gemeinde, die Kinder der Christenlehre haben auch wieder ein Plakat für unsere Kirche gestaltet, welches an seinem angestammten Platz unterhalb der Kanzel aufgehängt wurde und hoffentlich alle erfreut.

























































