Rückblick

Pfarrerin Brigitte Lammert wurde zur Superintendentin im Kirchenbezirk Pirna gewählt

Der Ev.- Luth. Kirchenbezirk Pirna gibt am 22. Juni 2021 bekannt:  
Mit großer Mehrheit wurde am 21. Juni 2021 Pfarrerin  Brigitte  Lammert  durch  die  Kirchenbezirkssynode des Kirchenbezirkes Pirna als Superintendentin gewählt. Wir freuen uns sehr über dieses eindeutige Votum und gratulieren Frau Lammert zu ihrer Wahl. Mit dieser Stelle ist zugleich die 1. Pfarrstelle im Kirchgemeindebund Oberelbe Pirna verbunden.  
Die Kirchenvorstände im Kirchgemeindebund Oberelbe Pirna votierten am 13. Juli ebenfalls für die Entsendung von Pfarrerin Lammert in die 1. Pfarrstelle im Kirchgemeindebund Oberelbe Pirna. Der Dienstbeginn von Pfarrerin Lammert könnte im Januar 2022 geschehen.         B.N.
 

Gastpredigt Pfarrerin Brigitte Lammert, 13.7.2021 18.30 Uhr in Pirna-Sonnenstein

Brigitte Lammert

Nachdem die Bezirkssynode Pirna am 20.Juni 2021 mit großer Mehrheit Pfarrerin Brigitte Lammert zur neuen Superintendentin der Ephorie Pirna gewählt hat, wird sich Pfarrerin Brigitte Lammert am Dienstag den, 13.7.2021 um 18.30 Uhr  wird in einem öffentlichen Wortgottesdienst im Kirchgemeindezentrum Pirna-Sonnenstein dem Kirchgemeindebund  Pirna-Oberelbe vorgestellen. Unabhängig von dem Gottesdienst, den Frau Pfarrerin Lammert bereits am 20.6.2021 in der St.Marienkirche gehalten hat, ist bei jeder Pfarrstellenübertragung  der entsprechende Pfarrer bzw. die entsprechende Pfarrerin vor dem Votum des Kirchenvorstandes  bzw. des Kirchgemeindebundes zu einer Gastpredigt und einer für die Gemeinde offenen Zusammenkunft einzuladen, was hiermit am 13.7.2021 geschieht.

Wir möchten insbesondere die Mitglieder der Kirchenvorstände, aber auch die Kirchgemeindeglieder des Kirchgemeindebundes Oberelbe-Pirna dazu einladen, diesen Gottesdienst wahrzunehmen.

DER SONNTAG 4.7.2021 Seite 7

Pfarrerin Brigitte Lammert zur Superintendentin gewählt

Pfarrerin Brigitte Lammert

Der Evangelisch-Lutherischer Kirchenbezirk Pirna gibt unter dem 22.Juni 2021 bekannt:

Pfarrerin Brigitte Lammert zur Superintendentin gewählt
Sondersitzung der Bezirkssynode des KirchenbezirksPirna

Mit großer Mehrheit wurde am 21. Juni 2021 Pfarrerin Brigitte Lammert durch die Kirchenbezirkssynode des Kirchenbezirkes Pirna als Superintendentin gewählt. Wir freuen uns sehr über dieses eindeutige Votum und gratulieren Frau Lammert zu ihrer Wahl. Mit dieser Stelle ist zugleich die 1. Pfarrstelle im Kirchgemeindebund Oberelbe Pirna verbunden.Nun obliegt es der Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, sie unter Beachtung dieses Wahlvotums sowie unter Berücksichtigung des noch zu erwartenden Votums der Ortsgemeindezur Superintendentin unseres Kirchenbezirkes zu ernennen. Auf ihrer Sitzung am 28. Mai 2021 hatte die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens dem Wahlvorschlag der Fin-dungskommission für die Wiederbesetzung des Superintendentenamtes im Kirchenbezirk Pirna zugestimmt und für die Wahl durch die Kirchenbezirkssynode Brigitte Lammert (49), Pfarrerin in Ebersbach/Neugersdorf und Pfarramtsleiterin im Kirchspiel Oberes Spreetal, vorgeschlagen

Brigitte Lammert wurde 1972 in Görlitz geboren, wo sie auch aufwuchs und die Schule 1990 mit dem Abitur abschloss. Von 1990 bis 1997 studierte sie Evangelische Theologie an der Universität Leipzig. Nach dem bestandenen Ersten Theologischen Examen 1998 in Berlin absolvierte sie ihr Vikariat ab 1999 zunächst in Reichenbach, später dann in Görlitz. Nach dem Zweiten Theologischen Examen und mit ihrer Ordination übernahm Brigitte Lammert als Pfarrerin 2003 die Pfarrstelle in Neugersdorf, die sie bis 2020 innehatte. Im neugebildeten Kirchspiel Oberes Spreetal übernahm sie 2021 die Pfarramtsleitung. Brigitte Lammert ist seit 2003 Mitglied der Kirchenbezirkssynode, seit 2009 gewähltes Mitglied des Kirchenbezirksvorstands und seit 2011 stellvertretende Superintendentindes Kirchenbezirkes Löbau-Zittau. Als solche arbeitete sie 2012-2014 und 2016-2019 in der ephoralen Arbeitsgruppe mit, welche die Maßnahmen zur Strukturanpassung für den Kirchenbezirk entwickelte. Von 2012 bis 2014 nahm sie an der Weiterbildung „Führen –Leiten –Entwickeln“ teil. Seit 2020 ist Brigitte Lammert gewähltes Mitglied der 28. Landessynode. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Pressemitteilung der Kirchenleitung        Pressemitteilung der Ev.-Luth.Superintendentur Pirna

Artikel „Der SONNTAG“

Einsegnung zum Diakon / zur Diakonin der Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen

Am 28. bzw. am 30. Mai wurden Deborah Gräßer, Daniel Gräßer und Torsten Göbel, die in unseren Gemeinden und unserem Kirchgemeindebund im gemeindepädagogischen und sozialen Dienst stehen, zur Diakonin  bzw.  zum  Diakon eingesegnet. 

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Soli Deo Gloria

Eine Ära geht zu Ende. Am 11.07.2021 verabschieden wir Herrn Kantor Thomas Meyer in den Ruhestand. Vor 22 Jahren, am 05.09.1999, wurde er in St. Marien zu Pirna in sein Amt eingeführt. Auf ihn als neuen Kirchenmusikdirektor warteten nicht nur die Pirnaer Kantorei, die Kurrende und die Orgel(n) der Stadtkirche(n), sondern auch vielfältige andere Aufgaben im gesamten Kirchenbezirk.

Er prägte das Pirnaer Musikleben all die Jahre stark durch wachsende Impulse aus St. Marien. Eine feste Größe wurden z.B. die Abendmusiken in den Sommermonaten mit vielfältigen Programmen und zahlreichen Künstlern aus nah und fern.

 Mit unserer Kantorei studierte Thomas Meyer neben der Gottesdienstliteratur in der Regel vier große Chorkonzerte pro Jahr ein, angefangen von einer Passionsmusik über das Stadtfestkonzert, dem Requiem im Herbst bis zum alljährlich beliebten Weihnachtsoratorium. Viele Werke u.a. von H. Schütz, A. Vivaldi, J. S. Bach, G. F. Händel, J. Haydn, W. A. Mozart, F. Schubert, F. Mendelssohn-Bartholdy, A. Dvořák, J. Brahms, J. N. David, P. Eben, J. Rutter, bis zu R. Grösslers Gospelmesse (u.a. zum Kölner Kirchentag) lernten wir kennen und lieben und näherten uns in den sehr genau durchdachten Interpretationen dem Inhalt der biblischen Aussagen. Soli Deo Gloria – Gott allein die Ehre – war stets das Credo unseres Kantors.

Intensive musikalische Kontakte pflegte Thomas Meyer zu unseren Partnerchören in Remscheid. Im Rahmen der gemeinsamen Probentage in Bad Hersfeld und diverser erfolgreicher Aufführungen in Pirna und Remscheid entstanden auch anhaltende Freundschaften.

In guter Erinnerung sind uns ebenfalls die Probenwochenenden z.B. im Kloster Marienthal, in Hejnice oder dem Gästehaus Felsengrund in Rathen. Das intensive Üben, aber auch die schönen Stunden der Gemeinschaft haben uns viel gegeben. Fröhliches Singen bei unseren Wandersingestunden und Chorfeiern ließen die Chorfamilie enger zusammenwachsen.

Großes Engagement zeigte Thomas Meyer gleichermaßen bei den zahlreichen Projekten mit der (Vor-)Kurrende, der Jugendkantorei  sowie dem Projektchor, und es entstanden viele interessante Aufführungen.

Auch wenn hier nicht alles aufgezählt werden kann, möchten wir unserem Kantor an dieser Stelle für sein vielfältiges Wirken, alle wertvollen Impulse zur klanglichen Weiterentwicklung des Chores, die Geduld mit uns, seine aufrechte Art und die schönen gemeinsamen Jahre ganz herzlich danken.

Für die Zukunft wünschen wir unserem Kantor Thomas Meyer und seiner Familie viel Gesundheit, erfüllende gute Jahre mit noch viel Musik und Gottes reichen Segen.

                                     Heide Hoffmann im Namen der Kantorei St. Marien

Regionalgottesdienst am Pfingstmontag

24.05.2021

Regionalgottesdienst am Pfingstmontag 24.05.21

Jede Gemeinde hat ihre Menschen, die sich dort zu Hause fühlen, ihren Heimathafen haben.

Doch was uns jetzt gegeben ist, ist die neue Aufgabe der Zeit. Da ist jetzt ein Verbund von Heimathäfen. Und dann gibt es die kleinen Ausflüge, bei denen es heißt „Leinen los, heute alle an Bord und wir laufen aus, nach Graupa“, wie heute. Mal andere Seeluft schnuppern. Ja, ich meine schnuppern. Erstmal schnuppern. Vielleicht merken wir, was sich alles so ähnelt.  Vielleicht entdecken wir bekannte Gesichter wieder. Vielleicht werden sich Hauskreise über die Ortsgrenzen hinweg finden. Vielleicht spinnen sich Ideen für etwas, wozu in der eigenen Gemeinde bisher die Kräfte gefehlt haben und andere Begeisterte für diese Idee.  Vielleicht entsteht eine Band, die durch die Orte reist und mal Kantoren einen freien Sonntag beschert. Vielleicht entdecken wir neue Ankerplätze, die eigentlich immer schon nah waren und doch fern.

(Aus der Predigt von Vikarin Frances Franz, Philippuskirchgemeinde Lohmen)

Turmbekrönung aufgesetzt - 4. Juni 2021 - 10.00 Uhr

Turm mit restaurierter Bekrönung

Seit mehreren Monaten fehlte der Hahn auf der Graupaer Kirchturmspitze. Der Grund war ganz einfach: Er hat sich geputzt! Seit dem Bau unserer Kirche dreht sich dieser Hahn nach dem Wind und ist ein Symbol für Wachsamkeit. Er ist zugleich ein Mahner zu Reue, Glaubensstärke und Mut.

Mehr dazu war zu erfahren, als der restaurierte Hahn - jetzt um eine Elipse ergänzt - am Freitag, den 4. Juni um 10.00 Uhr wieder auf seinen Platz zurückkam. Die Metalldrückerarbeiten wurden von der Firma Thomas Müller Wurzen ausgeführt. Der nach dem Original per Laser zugeschnittene neue Hahn wurde von der Firma SIMA Mühlentechnik GmbH gestiftet. Die Vergoldung hat Herr Peter Lippert aus Pratzschwitz übernommen - als Geschenk für die Kirchgemeinde. Wir danken allen, die an der Ausführung dieses symbolträchtigen Elements unseres Kirchenbaus mitgewirkt haben.

Bericht der Sächsischen Zeitung

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Danke, für den besonderen Heiligen Abend 2020!

Wie in anderen Gemeinden hatten wir uns langfristig Gedanken gemacht, in welcher Form wir am Heiligabend die Christvespern angesichts der Corona-Pandemie gestalten könnten. Schon Anfang Oktober hat sich der Kirchenvorstand mit dieser Frage beschäftigt. Im November hatten sich dann zwei Vorbereitungsteams für Graupa und Liebethal gebildet und viele Details geplant und ausgeführt. Auch weitere Unterstützung aus den beiden Ortsteilen (Pro-Graupa, Richard-Wagner-Stätten, Jugendgästehaus Liebethal, FFW Liebethal und die Sportgemeinschaft Liebethal) war schon gesichert. Ein Platzkartensystem für den kostenlosen Eintritt war fertig, spezielle Krippenspiele sind geschrieben und mehrfach umgeschrieben worden.

Schließlich wurden für beide Open-Air-Christvespern Hygienekonzepte entwickelt und beim Gesundheitsamt zur Durchführung vorgestellt.

Nach vorbehaltlicher Zusage durch den Gesetzgeber, kam am 15. Dezember die Information, dass ein Gottesdienst oder eine Christvesper auf öffentlichen oder angemieteten Plätzen nach aktueller Lage nicht durchgeführt werden kann.

Die Enttäuschung war erst einmal groß. Beide Vorbereitungsteams haben sich dann, unabhängig voneinander, dafür entschieden, am Heiligabend mit Blick auf die Infektionslage keine Christvespern, sondern jeweils eine „Offene Kirche“ anzubieten. Der Kirchenvorstand hat in einer Video-Konferenz die Situation ebenso beurteilt und dieses Votum durch einen Beschluss übernommen.

So gab es über Stunden die Gelegenheit zu Andacht bei Orgelmusik, zu Stille, Besinnung und Gebet. Die geschmückten Kirchen, die Weihnachtsgeschichte - gedruckt und gelesen - Christbaum, Krippe, alles war da, an diesem anderen und stilleren Weihnachten.

Herzlichen Dank allen, die im Vorfeld und am Heiligabend selbst ihre Zeit, Liebe, Kraft und Ideen für die Gestaltung dieses besonderen Tages eingesetzt haben – auch wenn vieles davon anders wurde als geplant.

Die Botschaft von Weihnachten war zu erleben:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren.“

                                Pfarrer Burkhard Nitzsche

Weihnacht 2020 Weihnacht 2020

 

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für die Kirche Liebethal

Taufschale

Wir möchten an dieser Stelle Herrn Wolfgang Grahl recht herzlich Dankeschön sagen für ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art:
 
 
Der Liebethaler Zinngießer-Meister hat der Kirche in Liebethal am 23.12.2020 eine neue Taufschale aus Silberzinn gestiftet. Die Idee dazu entstand, als er im Sommer verschiedene sakrale Geräte unserer Kirche – kostenlos - restaurierte.
Er entdeckte dabei, dass die bisherige Taufschale mit der Datumsgravur 1799 durch die Zinnpest stark geschädigt war. Diese Schäden konnte er zwar beheben, aber da die Schale aus einem eher schlichten, umgearbeiteten bäuerlichen Haushaltsgegenstand hergestellt wurde, entschied er sich zu einer Neuanfertigung. Am Anfang stand der Entwurf. Herr Grahl sagt von sich: „Ästhetischer Anspruch und die bewusste Fortführung sächsischer Traditionen lassen  meine  Arbeiten  zu  zeitlos  –  modernen,  künstlerischen  Ruhepunkten  - aber auch zu gediegenen Gebrauchsgegenständen… werden.“
Gegossen wurde die neue Schale in einer Lehmform, aus einer von Wolfgang Grahl  entwickelten  Zinnlegierung,  die  1998  patentiert  wurde.  Sein  Silberzinn besteht zu 97 % aus Feinzinn und zu 3 % aus Silber. Durch dieses besonders edle und exklusive Material kommt der natürliche und weiche Glanz des Metalls zum Tragen. Auch die Einfassung der Schale wurde neu angefertigt und mit
Zinn verkleidet. Beide Stücke tragen 3 Stempel: Den Meisterstempel, den Stadtstempel und den Qualitätsstempel.
Mit dieser Taufschale hat unsere Kirche ein sehr würdiges Ausstattungsstück hinzubekommen. Wir hoffen, bald eine erste Taufe mit der neuen Schale feiern zu können.   
                       Matthias Piel

Zur Umsetzung des Gedenksteins für die Opfer des 2. Weltkriegs in Liebethal vom ehemaligen Friedhof an die Kirche – Gedenken an Kriegsopfer

Gedenkstein

Wann genau der große Granitstein (1600 x 650 x 300) auf dem neuen Liebethaler Friedhof aufgestellt wurde, wissen wir nicht. Im Kirchenarchiv befindet sich ein Schriftwechsel zwischen Pfarrer Richard Wagner und dem Kunstdienst des Landeskirchenamtes vom Juni 1956, aus dem hervorgeht, dass damals ein geeigneter Ort für einen Gedenkstein gesucht wurde. Auch von einem Gefallenenbuch ist die Rede, ob es je angelegt wurde, wissen wir nicht.

Bis zum 6. Oktober 2020 stand der Gedenkstein auf dem seit 2010 geschlossenen neuen Liebethaler Friedhof. Er war in einem Rhododendronbusch eingewachsen. Der Stein trägt folgende Beschriftung: AUF DICH TRAUEN WIR PSALM 7 DEN OPFERN DES II. WELTKRIEGES ZUM GEDENKEN DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG. Spuren auf der Rückseite deuten darauf hin, dass dort noch eine Tafel befestigt gewesen sein könnte. Vielleicht trug sie die Namen der Opfer?

Der Kirchenvorstand hat die Empfehlung des Liebethaler Ortskirchenausschusses aufgenommen und die Umsetzung des Steins an die Liebethaler Kirche beschlossen.

Wir wissen nicht, wie viele Männer, Frauen und Kinder aus den Dörfern der Kirchgemeinde Liebethal Opfer von Kriegen wurden.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) haben die Soldaten auch in Liebethal und Umgebung schlimm gehaust. Sie raubten und plünderten, dass kein Mensch seines Lebens und Gutes mehr sicher war. 1637 musste am Karfreitag, Ostern und Misericordias Domine der Gottesdienst wegen Kriegsunruhen ausfallen. Die Soldaten zerschlugen das Vorlegeschloss am Gotteskasten, raubten die Wachskerzen, Krankenkommuniongefäße, die Schlösser an der Kirche, die Uhrleinen. Die wertvollen Sachen: Kirchenornat, zinnerne Leuchter und Kannen, Bibel, Kirchenregister hatte man nach Stolpen in Sicherheit gebracht. Am Ende des Krieges gab es in Liebethal und Mühlsdorf viele wüste Häuser und es dauerte längere Zeit, ehe sie wieder aufgebaut wurden.

Neue Unruhen brachte der Siebenjährige Krieg (1756-63), während dessen viele schlechte Münzsorten eingeführt wurden, so dass die Kirchkasse wegen Münzfalles einen Verlust von 253 Talern und 9 Groschen erlitt.

Schlimm erging es den Liebethalern auch im Jahre 1813.

Eine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an zwei Opfer des Deutsch-Französischen Krieges von 1870.

Der Gedenkstein für die Opfer des 1. Weltkriegs nennt die Namen von 69 Männern aus Bonnewitz, Jessen, Liebethal und Mühlsdorf. Nur von zwei Liebethalern wissen wir näheres. Sie stehen exemplarisch für die vielen anderen.

Hermann Max Fiedler, geboren am 21.10.1883 in Wilschdorf, gefallen am 25.12.1914 in Moronvilliers in Frankreich im Alter von 31 Jahren. Von Beruf war er Geschirrführer, später Fabrikarbeiter. Er heiratete am 16.04.1906 die in Wünschendorf geborene Ida Hedwig Lau aus Liebethal. Mit ihr hatte er sechs Kinder, von denen drei nicht einmal sechs Monate alt wurden. Seine Frau starb im Alter von 41 Jahren in Liebethal.

Wilhelm Theodor Meschke, geboren am 19.10.1888 als Sohn des Liebethaler Schneidermeisters Friedrich Wilhelm Meschke und dessen Frau Anna Marie geb. Martin. Er war ledig, von Beruf Fleischergeselle in der Fleischerei Emil Meißner in Dresden-Pieschen und 1916 noch in Liebethal gemeldet. Er fiel im Alter von 27 Jahren am 21.08.1916 bei Estrées-Deniécourt/Somme.

Vielleicht gelingt es ja, noch weitere Spuren von Kriegsopfern aus den Dörfern unserer Gemeinde vor dem Vergessen zu bewahren.

Matthias Piel

Erinnerung an Pfarrer Richard Wagner

Gemeinderüstzeit vom 18.- 20. 09.2020 in Herrnhut

Es waren wunderschöne spätsommerlich warme Tage in der lieblichen Herrnhuter Landschaft und im überaus gastfreundlichen Komenskyhaus.
Unter dem großen Thema „Gemeinschaft“ teilten wir an diesen Tagen sehr viel miteinander: Das Nachdenken bei der Bibelarbeit unter Apfelbäumen im Garten, eine Wanderung entlang des interessanten Skulpturenpfades, auf dem die Geschichte der Herrnhuter Brüderunität in Plastiken und Installationen dargestellt wird, sogar ein Abendmahl im Freien und auch den Spaß an den lustigen abendlichen Spiel- und Begegnungsrunden.
Das Thema war angesichts des historischen Herrnhuter Bodens natürlich kein Zufall. Wir waren unterwegs auf den Spuren der im 18. Jahrhundert von Graf Ludwig von Zinzendorf gegründeten und heute noch lebendigen Brüderunität. Fragen, die damals wichtig und auch strittig waren, beschäftigen uns heute noch genauso:
Wie können wir tolerant und friedlich miteinander leben? Welche Regeln braucht eine Gemeinschaft und was hilft, diese auch umzusetzen? Was hält uns überhaupt zusammen? So lagen in dieser Zeit Nachdenklichkeit und gemeinsame Fröhlichkeit sehr dicht beieinander.
Herrnhut bedeutete ursprünglich: Unter der Hut des Herrn. Ich denke, davon war in unserer Rüstzeit-Gemeinschaft viel zu spüren!

  W.H.

Ausheben der Graupaer Glocken 7.10.2020

gedreht

Etwa 20 bis 30 Graupaer hatten sich eingefunden, um das Ausheben der Glocken heute, am 7.Oktober 2020 ab 10.00 Uhr zu erleben. Die Metallbaufirma Falk Wissmach hatte in den letzten Tagen im Turm alle Vorbereitungen für das Ausheben getroffen und die Glocken bereits aus den Jochen bzw. dem Glockenstuhl per Flaschenzug herausgehoben und interimsmäßig an der nächst höheren Turmdecke aufgegangen. Die Dachdeckerfirma Giza aus Struppen stellte den Kran. Nach einem Text zur Bedeutung unserer Glocken - gelesen von Reinhard Wehle und Pfarrer Nitzsche - wurden die Gocken einzeln herausgehoben. Dabei erklang von der CD "Stahl und Blech" ihr jeweiliges Geläut und es wurden die Angaben zu den Glocken verlesen. Nach einer halben Stunde waren alle drei Glocken sicher auf dem Boden angelangt.

Video vom Glockenausheben

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Ausheben der Graupaer Glocken

Glockenweihe 1956

Die Fotos zeigen das Einheben der neuen Stahlglocken 1956 in Handarbeit. Diesmal wird ein Kran die Arbeit übernehmen.

Die Graupaer Kirche bekommt nach 111 Jahren eine neue Dachdeckung. Auch im Turm sind dringende Baumaßnahmen nötig. Dafür müssen die Glocken ausgehoben und abtransportiert werden. Sie können diese Aktion live beobachten am Mittwoch, 7.10.2020, ab 10 Uhr.

Liebethal in der Kirchenzeitung DER SONNTAG

Logo SOONTAG

Ein guter Ort zum Heiraten

Gemeindeglieder machten die Dorfkirche von Liebethal zum offenen Ort für Kirche und Kultur

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Abschied aus Pirna

Liebe Gemeinde, seit einigen Wochen fragen Kollegen manchmal: »Willst Du das  nochmal  machen  oder  sollen  wir?«  Das  zeigt  nun  unweigerlich:  Meine Dienstzeit in Pirna und im  Kirchenbezirk geht zu Ende. Am 28. Juni wird 14 Uhr der Gottesdienst mit meiner Verabschiedung in St. Marien gefeiert und ich lade Sie schon jetzt alle herzlich dazu ein. Im Anschluss an den Gottesdienst soll auf dem Kirchplatz noch Zeit zu Gesprächen sein und einen kleinen Imbiss gibt  es  natürlich  auch.  Aus  dem  Gemeindeleben  seit  Oktober  2006  darf  ich hier  in  Pirna  leben  und  arbeiten.  Sie  haben  mir,  Sie  haben  uns  den  Anfang und das Hiersein leicht gemacht. Sie geben uns Anteil an Ihrem Glauben und Leben  und  wir  dürfen  Teil  der  Gemeinschaft  sein.  Danke  dafür.  Danke  für Freundschaften,  die  entstehen  durften.  Arbeiten  wo  andere  Urlaub  machen!
Das ist toll. Die Landschaft ist wunderbar – ob das Elbtal oder Hinterhermsdorf, die »Schöne Höhe« oder Breitenau. Pirna ist eine großartige, lebendige Stadt.  An  der  Elbe  zu sitzen  oder  den  Blick von der Schlossterrasse zu  genießen  ...  Aber was  sage  ich,  das  wissen  Sie  alle  ja  auch. Das  durften  wir  als Kinder  schon  mit  meinen Eltern in schönen Urlauben erleben und als Schneeberger Pfarrerin in der Partnerstadt Stadt Wehlen. Was Hochwasser bedeutet haben wir mit den Helfern aus Schneeberg 2002 schon miterlebt und ganz direkt 2013 hier vor Ort.
Diese Erfahrung prägt, macht dankbar für vielfältige Unterstützung und demütig vor der Kraft des Wassers. Vieles hat sich verändert in den fast 14 Jahren:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Strukturen in den Kirchgemeinden, die Situationen in der Gesellschaft, in der wir leben. Schwere Zeiten mussten durchgestanden und schöne Erfahrungen durften gefeiert werden. Die Zuschendorfer Kirche ist saniert, das Dach der Marienkirche fertig. Zehn tolle Sommerreisen mit Senioren haben wir erlebt und ich durfte Teil des Posaunenchores werden
–  danke,  Ihr  Lieben.  Großartige  Begegnungen  mit  Menschen  in  ganz  unterschiedlichen  Lebenslagen  gehören  in  diese  Zeit  und  harte  Abschiede.  Viel Freude  durften  wir  teilen:  in  Bibelgespräch  und  bei  Diskussionsrunden,  mit schönen Gottesdiensten und Thema und Tee, Stadtfestgottesdiensten...
Manchen, so bin ich sicher, bin ich auch etwas schuldig geblieben. Bitte vergeben  Sie  mir.  Die  Zusage  Gottes,  dass  er  zu  allen  Zeiten  bei  seinen  Menschen ist, hat mich durch die 37 Jahre meines Dienstes getragen. Diese Zusage verbindet uns miteinander auch in die Zukunft hinein. Ich habe den Herrn allezeit vor Augen. So betet der Psalmbeter im Psalm 16. Es ist das Losungswort des 28. Juni 2020. Bleiben Sie gut behütet – den Herrn vor Augen.  
 
Ihre Uta Krusche-Räder 

Wir haben wieder einen Landesbischof

Landesbischof Bilz

Am 25. April wurde Tobias Bilz in das Amt  des  Landesbischofs  unserer  Landeskirche eingeführt. Der Gottesdienst konnte  im  MDR  und  als  Livestream mitgefeiert  werden.  Der  einführende
Bischof  der  VELKD  Landeschof  Ralf Meister (Hannover) sagte im Blick auf die  Aufgabe  von  Tobias  Bilz:  „Es  ist eine Zeit der Bewährung und Geduld,vor  allem  aber  auch  der  Klarheit  und
des  Muts,  um  über  den  religiösen  Kern  dieses  Hauses,  unserer  Kirchen,  zu sprechen. In dieser Zeit beginnen Sie Ihren Dienst. Wir freuen uns, dass Sie diesen Dienst übernehmen. Gott segne Ihren Dienst.“

Mund Nasen Schutz Baum

In den kleinen Zeichen steckt oftmals viel mehr als wir vermuten.
Der „Mund-und Nasen-Schutzbaum“ setzte die Aktion fort und war der echte Renner.
So haben 227 selbstgenähte „Masken“ ihre Empfänger gefunden.
Im Namen der Kirchgemeinde danken wir den Näherinnen herzlich für die Zeit und Liebe, die sie in diese Aktion eingebracht haben, damit Menschen am öffentlichen Leben teilnehmen können, ohne sich und andere zu gefährden.

Hoffnung in Corona-Zeiten: „Worte an der Leine“ und „Maskenbaum“

Worte an der Leine

Die Corona-Pandemie ist auch an unserer Kirchgemeinde nicht spurlos vorbeigegangen – wie sollte sie auch? Aber trotz aller Einschränkungen und Belastungen gibt es dabei auch Mut machende Nachrichten aus unserer Gemeinde.  
 
Mut gemacht im direkten Sinn haben die 50 verschiedenen Texte an der Leine, die für zwei Wochen vor der Graupaer Kirche und  an  der  Feierhalle  hingen  –  einfach so zum Mitnehmen. Siebenmal wurde die Leine  neu  bestückt  und  ca.  170  Blätter haben  Menschen  als  Mut-Macher  mitgenommen.
In den kleinen Zeichen steckt oftmals viel mehr als wir vermuten.

Spendenaktion Glockenstuhl Kirche Graupa

Spendenflyer Glockenstuhl

Nach der Ankündigung im Gemeindebrief Februar-März 2020 geht unsere Spedenaktion für den neuen Glockenstuhl der Graupaer Kirche nun in die nächste Etappe. Dem Gemeindebrief Juni/Juli 2020 wird ein Spendenflyer beiöliegen, der ausführlich über das Vorhaben des neuen Glockenstuhls informiert und es sind bereits erste Spenden eingegangen. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite Kirche Graupa

Über das Bauvorhaben zur Sanierung des Kirchendachs der Graupaer Kirche werden wir hier auf unserer Website regelmäßig informieren. Der Bewilligungsbescheid über Fördrmittel aus dem LEADER-Programm liegt uns seit dem 8.10.2019 vor. In diesen Fördermittelbescheid einbegriffen sind denkmalschutzrechtliche und naturschutzrechtliche Auflagen. Die fachliche Planung und Bauüberwachung geschieht durch Dipl.-Ing. Sven Jarsumbeck vom Architekturbüro Tille+Jarsumbeck (Dresden). Zur Zeit laufen Auschreibung und Vergabe. Baubeginn ist am 12.08.2020 mit der Einrüstung des Gebäudes. Dieser relative späte Baubeginn innerhalb des laufenden Jahres ist durch die Naturschutzbehörde festgelegt worden, weil sich im Kirchendach ein Fledermausquartier (Wochenstube, Fledermausart: Langohren) befindet. Einheimische Feldermäuse gehören zu den streng geschützten Tierarten und erfordern deshalb spezielle bauliche Maßnahmen, damit dieses Feldermausquartier weiter bestehen bleibt. Wir werden fortlaufend über die Baumaßnahme auf unserer Website berichten - so wie auch die Sächsische Zeitung darüber berichtet.

Gemeindebrief der Kirchgemeinde Pirna zur Coronapandemie

Die Kirchgemeinde Pirna verzichtet für die Monate Juni und Juli 2020 auf die Herausgabe eines Gemeindebriefes, da sich das Tempo der Corona-Öffnung (und hoffentlich keiner neuen Verschärfung) nicht absehen läßt. Statt dessen wird in diesen Tagen ein Gemeindebrief an alle Haushalte der Kirchgemeinde verschickt. Über Pirna hinaus verbindet uns dabei die Sicht, wo unsere Verantwortung als Christen liegt. Dazu geben wir einen Ausschnitt aus dem Wort an die Gemeinde hier wieder:

"In alle dem sind wir uns dessen bewusst, dass uns der Ausbruch dieser Pandemie alle in die Situation versetzt hat, in der es immer nur eine Suche nach einem angemessenen und sicheren Weg sein kann, um dieser tatsächlichen Bedrohung ansatzweise gerecht zu werden.
Wir sehen uns als Kirche und Gemeinde in allem unserem Handeln dazu verpflichtet, keinerlei Gefährdung von Leben Vorschub zu leisten. Wir sind Teil der Suche, wie dies am besten gelingen kann, ohne dass uns wichtige Teile unseres religiösen, wie auch privaten, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens verloren gehen. Wir treffen unsere Entscheidungen daher auf Grundlage der Erkenntnisse wissenschaftlicher Untersuchungen (besonders der Virologie, Epidemiologie, Medizin und Statistik, aber auch der Soziologie und Ökonomie). Wir werden Spielräume, die die Politik einräumt, nicht überreizen und die Notwendigkeit eines Handlungsbedarfs nicht in Frage stellen, solange dies fundierte und geprüfte wissenschaftliche Erkenntnisse nicht auch tun.
Wir bitten unsere Gemeindeglieder miteinander die Kraft aufzubringen, der Verbreitung zum Teil propagandistischer und manipulativer Inhalte, die solchen Erkenntnissen widersprechen oder gar eine Verschwörung der jetzt aktiven gesellschaftlichen Kräfte herbeireden, keinen Vorschub zu leisten.
Uns ist bewusst, wie schwer es oft auszuhalten ist, eine Pandemieentwicklung, die erst zwei bis vier Wochen nach erfolgten Maßnahmen reagiert, in ihren Auswirkungen abzuwarten. Lassen Sie uns darin in Geduld üben und möglichst konkret denen helfen, die solches Üben von Geduld, in ihrer Existenz bedroht.
Sind und bleiben wir vergebungsbereit gegenüber möglichen Fehlern von Entscheidern und unserer Mitmenschen hier vor Ort. Und achten wir selbst darauf Handlungen zu vermeiden, die andere in Gefahr bringen könnten."

KiNa_130_Gemeinebrief_01_20-05-11_Offen.pdf

Mundschutz zum "Selbstpflücken"

Mundschutz zum "Selberpflücken"

Wir verweisen auf einen Artikel, den wir aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht selbst wiedergeben können:

Sächsische Zeitung 23.04.2020 - 18:00 Uhr von Mareike Huisinga

Fotos Gottesdienst und Kirchenkaffee 16.2.2020

Sternsingen 2020

Fotos von Ewigkeitssonntag 2019

„Blicke rings um die Kirche von Liebethal“ 2. Ausstellungseröffnung mit Bildern von Wolfgang Grahl

2. Ausstellungseröffnung mit Bildern von Wolfgang  Grahl

Am 15.02.2020 fand um 15.00 Uhr unsere zweite Ausstellungseröffnung statt. Ein wunderbar sonniger, nicht zu kalter Wintertag lockte wieder viele Liebethaler und Graupaer in unseren neuen Gemeinderaum. Herzlichen Dank an Wolfgang Grahl und seine Familie für das Bereitstellen seiner wunderschönen Bilder. Seit seinem zehnten Lebensjahr saß Wolfgang Grahl (*1945) in Liebethal mit Stift und Block und hielt unseren kleinen schönen Ort auf Papier fest. Bleistift, Aquarell und Ölfarben gaben den Bildern ihren unverwechselbaren Charme. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren noch eine weitere Ausstellung seiner Bilder bekommen. Vielen Dank auch an Armin Groß und Adèla Drechsel für ihre wunderbare musikalische Untermalung, an Matthias Piel für die Hängung der Bilder und allen, die geholfen haben beim Sektausschank, beim Dekorieren und anschließenden Reinigen. Ich wünsche allen Besuchern in den nächsten Wochen recht viel Freude an den Bildern. Die nächste Ausstellungseröffnung findet am 09.05.2020 um 15.00 Uhr statt. Gezeigt werden Bilder von Brigitta M. Arnold unter dem Thema „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Wir würden uns freuen, dazu viele Besucher begrüßen zu dürfen. Im kommenden Jahr sind Ausstellungen von Christoph Hampel und Andrea Moliere geplant. Über weitere Vorschläge zu Künstlern der Region für zukünftigen Ausstellungen freue ich mich (Tel.: 0173 3961934).
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen/euch, Irina Hradský

Weltgebetstag 2020 Simbabwe – Steh auf und geh!

WGT 2020

„Steh auf, steh auf, die Liebe gibt dir Halt, wo immer du auch bist. Steh auf“ so hieß es, im Rhythmus afrikanischer Lebensfreude, im ersten Lied am Sonntagvormittag in der Kirche in Liebethal. Den Gottesdienst am 8. März hatten Frauen und Männer aus unserer Gemeinde liebevoll vorbereitet. Lebensfroh und rhythmisch, wie der christliche Glaube in Afrika gelebt wird, so haben sie uns Musik, Gebete und Texte unserer Schwestern und Brüder aus Simbabwe nahe gebracht. Es war Freude pur, in der farbenfroh ausgestalteten Kirche den Frauen zuzuhören und die Musiker um Armin Groß und Adéla Drechsel zu erleben!  Ein großes „Danke!“ für diesen Gottesdienst!  Nach dem Gottesdienst galt die Einladung zum gemeinsamen Essen im neuen Gemeinderaum. Bei einer guten Tasse Kaffee, Tee, Saft oder Wasser, gab es leckere afrikanische Köstlichkeiten zu probieren und wieder war alles liebevoll vorbereitet und für entspanntes Miteinander gesorgt. Herzlichen Dank dafür! Schade, dass wir erst 2021 wieder Weltgebetstags-Gottesdienst feiern!  Auf jeden Fall dürfen wir uns schon heute darauf freuen und vielleicht darüber nachdenken, beim Feiern  u n d  beim Vorbereiten dabei zu sein.    Magret Gärtner

Aus dem Kirchgemeindebund

Im Mai 2019 haben die Ev.-Luth. Kirchgemeinden Dittersbach-Eschdorf, Graupa-Liebethal, Pirna, Pirna-Sonnenstein, Struppen und die Philippuskirchgemeinde Lohmen beschlossen, sich zum 01.01.2021 zum Ev.-Luth. Kirchgemeindebund Oberelbe Pirna zusammenzuschließen. Dazu laufen viele Gespräche, Vorbereitungen und Beratungen. Die beteiligten Kirchgemeinden haben u.a. vereinbart, sich schon im Jahr 2020 gegenseitig über Veranstaltungen zu informieren, die für das gesamte zukünftige Gebiet des Kirchgemeindebunds wichtig sind. Der Kirchgemeindebund Oberelbe hat auch eine eigene Website, eine Unterseite auf: www.kirche-pirna.de

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

Konfirmanden 2020

Am Sonntag Jubilate, dem 05. Juli 2020, stellen sich die diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit einem Gottesdienst vor, der schon vor längerer Zeit vorbereitet wurde. Durch die Corona-Pandemie hatten sich der Konfirmationstermin und auch die davon abhängigen Termine (Konfirmandenvorstellung, Konfirmandenabendmahl) verschoben. Am 13. Sonntag nach Trinitatis, dem 6.September 2020, werden in Graupa konfirmiert: Amelie Traulsen aus Birkwitz, Lara Ritter aus Graupa, Valerie Adam aus Naundorf, Erik Jendrolek aus Graupa, Cornelius Gräfe aus Jessen, Noah Hubrich aus Königstein (v.l.n.r.), Malte Kunath und Vinzent Flörke aus Pirna (nicht auf dem Bild). Wir wünschen den Konfirmanden gute Erfahrungen als junge Christen und manches Erlebnis, das ihren Glauben weiter wachsen lässt. Pfarrer Burkhard Nitzsche

Veränderungen im Gemeindeleben durch die Coronavirus-Pandemie

Liebe Gemeindeglieder, liebe Gäste

Wie überall hat die Coronavirus-Pandemie auch Auswirkungen auf unser Gemeindeleben. Wir informieren Sie hier und unter Aktuelles über die laufende Entwicklung in unserer Gemeinde:

Für die nächste Zeit entfallen alle Gemeindekreise, die Christenlehre (die im März gerade neu starten sollte) und der Konfirmandenunterricht.

In der Regel erfolgen auch keine persönliche Besuche bei älteren Menschen durch mich als Pfarrer oder den Besuchsdienst. Bitte kommen Sie daher mit Ihren Anliegen auf uns zu. Melden Sie sich per Telefon oder auf elektronischen Weg (siehe unten) wenn es Bedarf für ein Gespräch, ein gemeinsames Gebet oder ein Segenswort gibt!

Da das Pfarramt nur in den Öffnungszeiten besetzt ist, wenden Sie sich bitte bei konkreten Anliegen direkt an: Pfarrer Burkhard Nitzsche, Tel.: 03501 / 546765 (mit AB) Mail: burkhard.nitzsche@evlks.de

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DANKE an Sammler und Spendengeber

Diakonie

Die Haus- und Straßensammlung vom 15. bis 24. November 2019 unter dem Motto „Glaubst du, dass Menschen wohnungslos sein sollten?“ erbrachte in unserer Gemeinde einen Spendenbetrag von 709,94 €. Diese Spenden tragen dazu bei, dass Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in Beratungsstellen, im Ambulant Betreuten Wohnen, durch Straßensozialarbeit und in Tagestreffs/ -aufenthalten Hilfe und Beratung erhalten. Damit werden zum einen ihre Lebenssituation nicht weiter verschlimmert und zum anderen die besonderen sozialen Schwierigkeiten überwunden. Herzlichen Dank den Spendern und unseren Gemeindegliedern Edith Wenzel und Christina Seiler, die ihre Zeit und Kraft dafür zur Verfügung gestellt haben.

Ein dankbarer Rückblick auf einen wundervollen Sommerabend

Irina Hradský

Am 04.09.19 wurde unsere/auch meine erste Einzelausstellung im neuen Gemeinderaum an der Kirche Liebethal eröffnet. Nach einer turbulenten Woche der Vorbereitung mit dem Besorgen und Anbringen der Bilderleisten und Rahmen, und der Aufregung, wer an diesem Abend komme wird, wurde es ein sehr berührender und wunderschöner Abend für mich und ich denke auch für alle Gäste. Herzlichen Dank allen lieben Menschen, die im Hintergrund mir halfen: Petra Großmann, Cornelia Wolf, Cornelia Petzold, Armin Groß und Matthias Piel. Armin Groß spielte zu Beginn auf seinem wunderbaren Klanginstrument Naturtöne: Wasserrauschen, Windwehen, Töne lauter und leiser Tiere - das Herz berührend. „Geh aus mein Herz und suche Freud“ - dieses schöne Lied sangen wir gemeinsam mit Begleitung durch Armin Groß. Meine Lehrerin und Freundin Brigitta Arnold hielt eine kleine sehr liebevolle Rede. Bei einem Glas Sekt oder Saft kam es zu sehr guten Gesprächen. Ca. 80 Gäste kamen von nah und fern. Meine Sportfreundinnen kamen und viele Wegbegleiter aus all meinen vergangenen Jahren, aus der Gemeinde und der Schulzeit. Zwei mir sehr wertvolle Lehrer für Sport und Biologie und Botanik kamen an diesem Abend. Armin spielte später auf dem Schifferklavier und es wurde gesungen und erzählt bis zum Dunkelwerden. Der Abend wurde so, wie wir/ich es uns vorgestellt hatten. Der neue Gemeinderaum erwies sich als Begegnungsort für alle Menschen, egal welcher Konfession sie angehören. Die nächste Ausstellung wird für den 15.02.20 um 15.00 Uhr durch Herrn Grahl aus Liebethal vorbereitet. Da hoffen wir, dass es wieder zu guten Begegnungen in unserer Gemeinde kommt. Nochmals herzlichen Dank, dass ich den Raum nutzen durfte und mit meinen Bildern vielen Menschen eine Freude machen konnte. Wer die Ausstellung verpasst hat und sich für die Tiere interessiert, kann gerne bei mir klingeln. Ich habe inzwischen ein Fotobuch davon hergestellt und führe Sie auch gerne durch den Liebethaler Grund.
Meine nächste Ausstellung findet am 05.06.20 um 16.00 Uhr im Diakonischen Altenzentrum Graupa statt, wozu ich Sie schon jetzt herzlich einlade.
Ein gutes, gesegnetes neues Jahr wünscht Ihnen allen Ihre Irina Hradský

Baumaßnahmen an der Kirche Graupa

Baumaßnahmen an unserer Kirche

Es ist der Kirche von Graupa kaum anzusehen, dass dringende Baumaßnahmen erforderlich sind. Schon bald wird mit der Instandsetzung des Kirchendaches begonnen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir hierfür europäische Fördermittel aus dem LEADER-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Anspruch nehmen können. Damit ist es aber nicht getan. Es gibt weitere dringende Baumaßnahmen, die nicht warten können. Unser Glockenstuhl ist stark reparaturbedürftig. Noch hängen die Glocken sicher. Aber es muss ein völlig neuer Glockenstuhl eingebaut werden. Um das zu bewerkstelligen, sind auch bauliche Eingriffe am Turm erforderlich. Darüber hinaus sind weitere Baumaßnahmen geplant: Insbesondere wollen wir auch den behindertengerechten Zugang zum Kirchenraum neu gestalten. Das alles kostet viel Geld. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Bauvorhaben durch Ihre Spende unterstützen könnten. In der Christvesper wurde bereits schon unsere „Spenderkirche“ vorgestellt, die darauf wartet, gefüllt zu werden. Für Überweisungen nutzen Sie bitte das Konto der Kassenverwaltung Pirna Empfänger: Kassenverwaltung Pirna IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19 BIC: GENODED1DKD Bank für Kirche und Diakonie - KD-Bank Als Verwendungszweck geben Sie bitte an: GR 2621 SAN Kirche Graupa
Für die Arbeitsgruppe Kirche Graupa - Michael Holzweißig

Aktuelles dazu unter Gebäude - Kirche Graupa

Herzlichen Dank

an alle, die dafür gesorgt haben, dass in unserer Gemeinde in der Advents- und Weihnachtszeit eine Fülle von Aktivitäten und Angeboten stattfinden konnte, auch ohne eigenen Pfarrer. Wir danken den Gastgebern des Offenen Adventskalenders, die ihre Häuser geöffnet haben, den Regisseuren und Mitspielern von drei verschiedenen Krippenspielen, den Pfarrern und Predigern in den Weihnachtsgottesdiensten, den Eltern und allen Helfern, die ihre Zeit eingesetzt haben, den Bläsern, die in unseren Orten unterwegs waren, dem Sternsingerteam und vielen anderen, die die frohe Botschaft von Weihnachten mit Leben erfüllt haben. Ganz gewiss gab es manche Begegnung, manchen Besuch und manche Aufmerksamkeit, von der wir nichts wissen, die für die Beteiligten aber umso wichtiger waren. Herzlichen Dank allen!                                                                                Pfarrer Burkhard Nitzsche

Gemeinderüstzeit vom 30.08. bis 01.09.2019 in Jauernick-Buschbach

Nach Anreise auf dem Kreuzberg und Stärkung durch das Abendbrot begann unsere Rüstzeit am Freitagabend mit einer Vorstellungs-und Erzählrunde. Nachdem sich die Gruppe auf die kontaktfreudigere Anrede mit „DU“ geeinigt hatte, konnte jeder von sich erzählen und so die Gemeinschaft bereichern. Wir empfanden es als „Neuankömmlinge“ und „Wiedereinsteiger“ sehr schön, gleich problemlos und unkompliziert in die Gruppe aufgenommen zu werden. Das Wochenende stand unter dem großen Thema Frieden, angelehnt an die Jahreslosung: “Suche Frieden und jage ihm nach!“ Dieses hat uns inhaltlich am Freitagabend, Samstagvormittag und auch Sonntag im Gottesdienst beschäftigt und begleitet. In guten Gesprächen wurden wertvolle Erkenntnisse gesammelt und festgestellt, dass es ohne persönlichen und inneren Frieden sowie ohne Frieden mit Gott, in der Gesellschaft und in der Welt nicht möglich ist, ein vernünftiges und sinnvolles Zusammenleben aller Menschen zu gestalten. Dabei war es ebenso wohltuend für uns „Neue“ in der Gruppe, dass unsere Meinung gefragt war und wir gut in die Gespräche mit einbezogen wurden. Ein besonderer Höhepunkt war das Gesangstraining mit Michael Holzweißig und die Erkenntnis, dass Singen eigentlich nicht so schwer ist und jeder singen kann, wenn man dazu eine bestimmte Atemtechnik beherrscht und anwendet.
Einen weiteren Höhepunkt stellte der Ausflug am Samstagnachmittag zum Kloster Marienthal dar. Dort erlebten wir eine kompetente Führung und erfuh
ren etwas über den Baustil, die Geschichte und das heutige Leben der Nonnen des Zisterzienserordens und die Bedeutung des Klosters in der Gegenwart. Die anschließende kleine Wanderung an der Neiße und entlang des Naturlehrpfades stärkte die Kondition, machte auf die umgebende Natur aufmerksam und führte zu guten Gesprächen in der Gruppe und belebte auch dadurch die Gemeinschaft. Bei dem geselligen Abend am Samstag wurden alle entsprechend der guten Auswahl der Spiele mit in das Geschehen einbezogen. Keiner musste sich ausgeschlossen oder blamiert fühlen, auch hier ein Zeichen für gut funktionierende Gemeinschaft.

Zusammenfassend können wir aus unserer Sicht sagen, es war eine gelungene Rüstzeit mit einem wichtigen Thema für unser menschliches Zusammenleben und guter Gemeinschaft, in die wir rasch und unkompliziert aufgenommen wurden. Nach diesen Tagen sind wir wohl alle innerlich gestärkt und körperlich erholt in den Alltag zurückgekehrt. Christina und Dr. Siegbert Seiler

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!

Kantorei und Ensemble der Hosterwitzer Kirche „Maria am Wasser“

Diese Bachkantate (BWV137) wurde am 15. September 2019 in der Graupaer Kirche aufgeführt. Zu Gast waren Kantorei und Ensemble der Hosterwitzer Kirche „Maria am Wasser“ sowie die Solisten Katja Fischer (Sopran/Alt), Frank Blümel (Tenor) und Clemens Heidrich (Bass). Die Leitung hatte Schifferkirchenkantor Matthias Herbig. Im Chor der Hosterwitzer Gemeinde singen seit einigen Jahren auch Mitglieder unserer Gemeinde mit. Schon zur Tradition geworden sind die aus dieser Gemeinsamkeit erwachsenen, jährlich in unserer Graupaer Kirche aufgeführten Kantaten. In der Pause zwischen Haupt-Probe und Gottesdienst hatten alle Mitwirkenden Gelegenheit, sich mit Kaffee, Keksen und „Fettbemmen“, wofür das Kirchen- Café-Team engagiert gesorgt hatte, zu stärken. Nach dem Gottesdienst öffnete unser Kirchen-Café für alle Besucher, ein schönes Angebot, das von vielen sehr gern angenommen wurde.

Unser Mitarbeiterabend

– diesmal unter freiem Himmel Anders als sonst, nämlich bei schönstem Sommerwetter unter freiem Himmel, fand Ende Juni unser Mitarbeiterabend statt. Die Haupt- und Ehrenamtlichen trafen sich zunächst auf der Wiese hinter der Liebethaler Kirche zur Johannisandacht, die vom Posaunenchor eindrucksvoll mitgestaltet wurde. Pfarrer Burkhard Nitzsche schloss in seine Begrüßung den Dank an alle Geladenen ein. Mehr als 90 Gemeindeglieder sind ehrenamtlich in einzelnen Projekten oder regelmäßigen Vorhaben tätig. „Durch Ihre engagierte Mitarbeit erfüllen Sie die Kirchgemeinde mit Leben.“ Auch in seiner krankheitsbedingten Auszeit habe sich dieses Engagement bewährt und als ein großer Schatz erwiesen, so der Pfarrer. In seiner Predigt (Matthäus 3, 1-12) charakterisierte er den Propheten Johannes als den Antitypen, der die Gläubigen zur Umkehr mahnt. Diese bestehe nicht in Absichtserklärungen, sondern im konkreten Tun und im Jetzt. „Und damit passt Johannes total in unsere Zeit. Denn auch wir sind gefordert, unseren Lebensstil zu ändern“, heißt es in der Predigt. Gerade in Zeiten des Klimawandels gelte es, unsere Umwelt als Lebensgrundlage zu schützen. Dafür trete nicht nur die Bewegung „Fridays for Future“ ein. Johannes der Täufer sei in vielerlei Gestalt in unsere Zeit wiedergekehrt - auch, damit die Vision vom Reich Gottes wahr werden kann. Nach der Andacht gab der Abend im Hof des Liebethaler Gästehauses Raum für interessante Begegnungen und Gespräche. Geselligkeit und Spiele unterstrichen den zwanglosen Charakter des Treffens und brachten uns einander wieder ein Stück näher. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Gegrilltes vom Rost und kühle Getränke passten wunderbar zur gelösten Stimmung des Abends. Die abendlichen Stunden wurden dann traditionell mit einer Rück- und Vorschau auf das Gemeindeleben beendet. Wie stets gebührt dem Team des Gästehauses unser aller Dank für die aufmerksame Bewirtung.

Hannelore Angermann

Turmfalken-Brutplatz in der Liebethaler Kirche

Damit die Turmfalken an der Liebethaler Kirche brüten können, wurde 2011 hinter einer Maueröffnung eine Nisthilfe angebracht. Eine alte Bezeichnung für den Turmfalken ist auch Kirchenfalk. Kirchtürme scheinen schon lange bevorzugte Orte für ihn zu sein. Turmfalken waren ursprünglich Felsenbrüter. Sie bauen selbst kein Nest, sondern nutzen vorhandene Nester (z.B. verlassene Krähennester), Felsvorsprünge, Mauernischen, Turmfenster und ähnliches.
Turmfalken-Brutplatz in der Liebethaler Kirche

(zwei der drei Jungfalken am 22.06.2019)

Wichtig ist am Brutplatz eine kleine Mulde, aus der die Eier nicht wegrollen können. Das Brutrevier wird von den Turmfalken im späten Winter bzw. im zeitigen Frühjahr besetzt. Ab Anfang April legt das Weibchen 3 bis 7 Eier, die es allein ausbrütet. Vom Männchen wird es mit Nahrung versorgt. Nach etwa 30 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind nach etwa 30 weiteren Tagen flügge, werden aber noch mindestens vier Wochen von den Eltern betreut. Turmfalken ernähren sich vor allem von Mäusen. Typisch für sie ist ihr Rüttelflug, bei dem sie in der Luft zu stehen scheinen und nach Beute spähen. Haben sie ein Beutetier entdeckt, stürzen sie sich hinunter und greifen zu. Turmfalken sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.
Mit großer Freude konnten wir im Juni 2019 auf dem Liebethaler Friedhof die Aktivitäten der Turmfalken beobachten, nachdem sich 2018 kein Brutpaar fand. Spannend war es, die Futterübergabe auf einem der Bäume zu beobachten. Ein entsprechender Ruf lockte das Weibchen vom Brutplatz herbei. Zwei Jungvögel konnten wir in der Maueröffnung hoch oben im Sakristeianbau beobachten und sogar fotografieren. Bei den ersten Übungsflügen war jedoch deutlich zu erkennen, dass drei Jungvögel mit den Eltern den Friedhof umkreisten. Matthias Piel

Familiengottesdienst mit Osterspiel „Marias Weg“

Osterspiel Marias Weg 2019

Die Weihnachtsgeschichte hat sich fortgesetzt in dem in Graupa entstandenen Osterspiel „Marias Weg“.
Der Weg aus der tiefen Trauer bis zur Freude der Osterbotschaft geht für Maria vorbei an den Weisen, den Hirten und den Schafen, allen denen, die dabei waren, als Jesus geboren wurde und die mit ihr nun die Trauer und Verzweiflung erleben. Aber eine kleine, emsig beschäftigte Biene hat etwas gesehen, bei den Gräbern… Mit viel Humor und herrlichem Schauspielerwitz waren Mitspieler von 5 bis 62 Jahren quer durch die Gemeinde dabei.
Kinder und Erwachsene haben uns eindrücklich vor Augen geführt, wie die Osterbotschaft den Weg aus der Trauer in die Freude weist.
Allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen sei noch einmal herzlich gedankt.
Es war fast wie Weihnachten - nur eben zu Ostern!


Pfarrer Burkhard Nitzsche

Weltgebetstag 2019 Slowenien „Kommt, alles ist bereit“

Das war der Ruf aus Slowenien zum Weltgebetstag 2019 an die Frauen christlicher Konfessionen weltweit. Er fußt auf dem Gleichnis vom Festmahl (Lukas 14, 13-24) und wurde im Gottesdienst am 3. März in der gut besuchten, geschmückten Graupaer Kirche begangen.

Vorbereitet und ausgestaltet hatte ihn das Vorbereitungsteam der Kirchgemeinde.

Das landschaftlich reizvolle, katholisch geprägte Slowenien mit junger Demokratie und kommunistischem Erbe ist Mittlerin zwischen Ost und West, Nord und Süd. Einleitende Stimmungsbilder zeichneten ein vielschichtiges Bild. Gleichwohl sind die oft verbrieften Frauenrechte im praktischen Leben noch zu wenig wirksam. Das zeigten im Gottesdienst bewegende Schicksalsberichte von Frauen aller Altersgruppen, verschiedener Herkunft und Bildung. Deshalb ist und bleibt die Teilhabe aller, auch derer, die niemand „auf dem Schirm“ hat, ein Anliegen im Kampf gegen Diskriminierung u. Ausbeutung der Frauen.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag in den bewährten Händen von Armin Groß, der mit seinen Töchtern Ruth und Elisabeth sowie Johnas und Janet Räubig slowenisches Kirchenliedgut erklingen ließ und zum Mitsingen einlud.

Passend zum Thema wurde dann an die Tafel mit slowenischen Leckereien eingeladen, liebevoll vom Vorbereitungsteam zubereitet.

Der Weltgebetstag 2020 wird uns nach Simbabwe führen.

Hannelore Angermann

Rückblick auf das 32. Kreatives Jugendfest in Eschdorf

Eschdorf 2018

Mission: Peace-Hunters – Bericht von der Ju.Kon 2019
 Mit viel Neugier und Freude ging es dieses Jahr am 16.02.2019 für über 200 Konfirmanden und Jugendliche wieder los auf eine gemeinsame Reise nach Hirschluch! Passend zu unserer Jahreslosung stand die jährliche Jugendrüstzeit Ju.Kon dieses Jahr unter dem Thema “Peace-Hunters” (Friedensjäger).  Bei täglichen Vormittagsprogrammen, die von den Teilnehmern selbst vorbereitet wurden, sind wir der Frage nachgegangen, wo und wie wir als Jugendliche Frieden suchen und sichern können.  Am Nachmittag konnten alle Teilnehmer in verschiedenen Workshops kreativ und sportlich werden. In diesen kleineren Gruppen wurde eine Woche lang intensiv gearbeitet, der Spaß blieb dabei aber nicht auf der Strecke. Die Woche war gefüllt mit mehreren interessanten Programmpunkten, z.B. einem Filmabend, einem Konzertabend und einer Tagesreise nach Berlin mit verschiedenen Museumsbesuchen. Für gute Musik sorgte die Woche über unsere Jugendband. Insgesamt erlebten wir die gemeinsamen Tage in Hirschluch sehr intensiv. Es gab viele Möglichkeiten, sich miteinander auszutauschen, viel zu singen und Spaß zu haben. Diese Woche bot eine gute Gelegenheit, sich über unseren Glauben, Religion und Gott auszutauschen. Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächste Ju.Kon!  

 

Fotos unter zurueckgeblickt auf :    https://www.jugendfest.de/

Posaunenchor im Advent

Der Advent ist für uns Bläser in jedem Jahr eine an Musik reich gefüllte Zeit. Es ist wunderschön, mit den Instrumenten die Weihnachtsbotschaft in die Welt hinauszutragen. Mindestens genauso schön ist es zu merken, dass wir von vielen Menschen gehört werden und ihren Dank dafür in unserer Sammelbüchse finden. So sind in im Advent 2018 insgesamt 788 € zusammengekommen. Herzlichen Dank allen Gebern! Davon haben wir 400 € an den Verein Brass for Peace e.V. überwiesen (www.brass-for-peace.de). Dieser Verein möchte in Palästina eine Bläserarbeit aufbauen, die, ausgehend von den christlichen Schulen und Gemeinden im Raum Bethlehem, viele Menschen erreicht, Freude bereitet und zum Lob Gottes in einer komplizierten Welt ermutigt. Mit Bildern von unserem heimatlichen Adventblasen und vom Weihnachtsmarkt in Bethlehem wünschen wir Ihnen allen ein gesegnetes Neues Jahr und freuen uns auf viele Begegnungen in der Gemeinde

Wiebke Groesche

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Die tapferen Sternsinger 2019

Sternsinger 2019

Auch in diesem Jahr gingen in unserer Gemeinde die Drei Könige und ihre Sternträger von Haus zu Haus und brachten den Segen und gute Wünsche dorthin, wo sie offene Türen fanden. C+M+B - Christus mansionem benedicat
schrieben die Kinder auf die Eingänge in unsere Häuser und in die Wohnräume der Bewohner des Altenzentrums der Diakonie in Graupa. „Alle, die da aus- und eingehen seien behütet und gesegnet“ sangen sie dazu. Es war für die Sternsinger dieses Jahr kein leichter Job. Es war kalt und nass und für manch einen ein ziemlich ermüdender „Dienst“. Aber wir haben Tränen in den Augen mancher Menschen gesehen. Wir haben mit vielen, die uns die Tür aufmachten, gemeinsam gelacht! Wir haben uns gegenseitig gewärmt und uns Mut zugesprochen. Und wir haben gemeinsam gesungen. Am Ende also eine erfüllte Zeit - nicht nur für und wegen der Kinder in Afrika, sondern auch für uns und unsere Tradition. Umso größeren Dank und Respekt möchte ich den Sternsingern aussprechen. Ohne sie gäbe es nämlich diesen Betrag von 2.454,30 € nicht, der nun, zu gleichen Teilen, an die AIDS Waisenprojekte Siyabonga und Kenosis in Südafrika geht! Herzlichen Dank für alle reichen Gaben und Spenden! Großen Dank an ALLE, die diese Aktion tatkräftig unterstützt und mitgeholfen haben! Es waren sehr viele, die zum guten Gelingen beigetragen haben.
Adéla Drechsel

20 Jahre Kirchgemeinde Graupa – Liebethal

Als zum 01.01.1999 die Kirchgemeinde Liebethal mit der bisherigen Schwestergemeinde Graupa fusionierte, war das wohl mehr finanzielle Notwendigkeit als dringender Wunsch. Gleichzeitig ging die neue Kirchgemeinde ein Schwesterkirchverhältnis mit Pirna ein. In absehbarer Zeit stehen erneut Fusionen vor uns. Sinkende Mitgliederzahlen zwingen uns dazu, über neue Strukturen nachzudenken. Ich möchte einmal auf vergangene Umstrukturierungen in unserer Gemeinde zurückblicken. Nachdem auch in Liebethal 1559 die Reformation eingeführt wurde (20 Jahre nach Porschendorf!), war Liebethal Filial von Porschendorf. 1896 wurde die Kirchgemeinde Liebethal selbstständig. Der zur Liebethaler Kirche gehörende Pfarrbezirk bestand aus den Dörfern Liebethal, Mühlsdorf, Vorderjessen, Hinterjessen und Bonnewitz. 1899 wurden die in Vorder- und Hinterjessen lebenden Beamten der Heil- und Verpflegungsanstalt auf dem Sonnenstein mit ihren Angehörigen in das neu gegründete Anstaltspfarramt ausgepfarrt. In Vorderjessen gab es eine Außenabteilung mit eigenem Betsaal (mit Altar, Kanzel, Harmonium und sakralem Gerät), wo regelmäßig Wochengottesdienste stattfanden. 1928 verband sich Liebethal mit Porschendorf in einem Schwesterkirchverhältnis, welches 1971 beendet wurde. Man hatte sich neu orientiert, 1971 begaben sich die Liebethaler in ein Schwesterkirchverhältnis mit Pirna, welches wiederum 1994 gelöst wurde. Seit dem 01.01.1995 wurde die Kirchgemeinde Graupa die neue Schwester von Liebethal. Die Kirchgemeinde Großgraupa war am 01.10.1927 aus der Kirchgemeinde Schönfeld herausgelöst worden, nachdem sie bereits 1909 eine eigene Kirche erbaut hatte. Bereits 1927 war Vorderjessen von Liebethal nach Graupa ausgegliedert worden. Mögen verschiedenste Gründe zu den zahlreichen Umstrukturierungen geführt haben, neu ist das alles nicht. Was letztlich am wichtigsten scheint, ist der gelebte Glaube und das Engagement vor Ort. Gott hat keine Hände und Füße, nur unsere.
Matthias Piel