Kirche Graupa

Bauvorhaben Kirche Graupa - Außensanierung (1. Bauabschnitt Dach und Turm)

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Ab Mitte August werden Bauarbeiten an der Kirche Graupa beginnen, die zu zwei verschiedenen Baumaßnahmen gehören. Beide Baumaßnahmen beziehen sich auf das Gebäude der Ev.-Luth. Kirche Graupa. Sie sind im Ablauf miteinander verschränkt aber finanziell und inhaltlich getrennt.

Für dieses Vorhaben laufen die Vorüberlegungen und Gespräche seit dem Beginn des Jahres 2018. Am 6.2.2018 wurde dazu eine Projektvoranfrage bei der LEADER-Region Sächsische Schweiz gestellt  auf eine Förderung durch das LEADER – Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2014- 2020. Der entscheidene bauliche Grund dafür ist die inzwischen 112 Jahre alte Dachhaut der Graupaer Kirche, die damit an ihre Lebensgrenze gekommen ist. Schieferdeckungen können durchaus 100 Jahre lang halten. Für eine Ziegeldeckung (Biberschwanz) ist das schon eher außergewöhnlich und spricht für die hohe Qualität der im Jahr 1908 verwendeten Dachziegel.
Im Vorfeld des Antrages waren eine Reihe von Untersuchungen und Planungen notwendig. Das Büro für Baupflege berät und klärt dabei in allen Fragen, die seitens der Landeskirche zu berücksichtigen sind (Gewährleistung der Eigenmittel, kirchliche Nutzung) und erteilt die kirchliche Baugenehmigung. Als Architekt für den Gesamtverlauf des Vorhabens von der Leistungsphase 1 bis 9 hat die Kirchgemeinde das Architekturbüro Tille + Jarsumbeck Architekten Ingenieure PartGmbH Dresden vertreten durch Herrn Dipl.-Ing. Sven Jarsumbeck beauftragt.  Zu den Planungen vor Antragsstellung gehörten die Archtitektenleitungen der Leistungsphase 1-4 (Grundlagenermittlugn, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplan), Denkmalschutzrechtliche Genehmigung (incl. Restauratorische Voruntersuchung), Naturschutzrechtliche Genehmigung (incl. Fledermausfachliches Konzept), Schadensaufnahme Dachtragwerk, Turm und Nebendächer incl. statische Berechnungen. Seitens der Kirchgemeinde wurde eine 16 Seiten umfassende Antragsbegründung in Text und Bild erstellt, in der die Bedeutung der Kirche Graupa nicht nur als Gottesdienststätte, sondern auch als Veranstaltungs- Bildungs- und Begegnungsstätte im regionalen Kontext und ihren Auswirkungen auf die Lebensqualität in der Region dargestellt wurde.
Am 20.1.2019 wurde dieser Antrag beim Regionalmangament Sächsische Schweiz eingereicht und durchlief die Kohärenz-, Mehrwerts- und Fachprüfung, ehe er am 7.3.2019 vor dem Koordinierungskreis der LEADER-Region durch die Kirchgemeinde als Anstragssteller präsentiert und durch den Koordinierungskreis zur Förderung ausgewählt wurde.

Ziel des Projekts ist die Erhaltung und weitere Nutzung der Evang.-Luth. Kirche Graupa als Gottesdienst- und Veranstaltungsort für Graupa und Umgebung. Von den jährlich 5.000 Gottesdienstbesuchern unserer Gemeinde entfallen ca. 3.000 Besucher auf die Kirche Graupa zuzüglich 1.000 Besucher von Kasualgottesdiensten (insbesondere Trauungen und Trauerfeiern). Darüber hinaus dient die Graupaer Kirche mit ihren 240 Sitzplätzen als Veranstaltungsort für Konzerte und Veranstaltungen, die der gesamten Öffentlichkeit zugänglich sind.

Die Erhaltung und weitere Nutzung der Grauper Kirche verbessert nicht nur das kulturelle Angebot und die Lebensqualität der Kirchgemeindeglieder sondern der Gesamtbevölkerung von Graupa und den umliegenden Orten, da die Nutzung der Kirche sich nicht auf die gottesdienstliche Nutzung beschränkt, sondern auch eine Reihe von Angeboten und Veranstaltungen umfasst, die von allgemeinem Interesse sind. Zum Selbstverständnis unserer kirchlichen Arbeit gehört es, nicht nur einzelne Zielgruppen und Milieus der Gesellschaft zu erreichen, sondern möglichst alle Generationen zu erreichen und zu vernetzen. Allein die lebenssituativen Rituale unserer Kirche von der Geburt bis zum Tod bieten dafür genügend Anknüpfungspunkte. Die Arbeit unserer Kirche geht dabei von der Verbindung der Generationen und der Offenheit für andere Lebensentwürfe aus.

Am 8.10.2019 erging der Förderbescheid des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Bausumme des Vorhabens beträgt 454.469 €. Die maximale Födersumme des LEADER-Programms ist in dieser Förderperiode auf 125.000 € begrenzt und wird durch förderfähige Ausgaben in jeder Weise erreicht. Die Eigenmittel in Höhe von 329.469 € werden durch  Rücklagen der Kirchgemeinde und durch eine außerordentliche Zuweisung unserer Landeskirche aufgebracht. Der Einsatz von Spenden ist innerhalb dieses Bauvorhabens nicht vorgesehen.

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.

Da das Innere des Kirchendaches von Fledermäusen  als Wochenquartier genutzt wird (Ende der Frostperiode bis Mitte August) wurde der Baubeginn auf den 12.8.2020 festgelegt. Über das gesamte Bauvorhaben gibt es deshalb auch eine ökologische Baubegleitung, die insbesondere den Schutz der streng geschütze Tiere und die Einhaltung von Kompensationsmaßnahmen (Einflugöffnungen, Wärmeglocke, Fledermausbretter) überwacht.

Die Baumaßname umfasst die Erneuerung der Dachdeckung des Hauptdaches und aller Nebendächer, incl. notwendiger Zimmerer-, Holzschutz, Blitzschutz- und Dachklempnerarbeiten. Weiterhin werden am Turmmauerwerk notwendige Reparaturen ausgeführt, sowie ein verschlissener Ringanker erneuert. Für diese Arbeiten ist der Ausbau des ohnehin defekten Glockenstuhls notwendig.

Alle Arbeiten, die mit der Erneuerung des Glockenstuhls zusammenhängen, sind nicht Bestandteil der LEADER-Fördermaßnhame, sondern gehören in den Bauabschnitt 2 (Erneuerung Glockenstuhl - siehe den folgenden Artikel), der durch Spenden unterstützt werden kann.

Bauvorhaben Kirche Graupa - Neuer Glockenstuhl (2. Bauabschnitt)

Es ist der der Graupaer Kirche kaum anzusehen, dass dringende Baumaßnahmen erforderlich sind. Im August 2020 wird mit der Instandsetzung des Kirchendaches begonnen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir hierfür europäische Fördermittel aus dem LEADER-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Anspruch nehmen können. Damit ist es aber nicht getan. Es gibt weitere dringende Baumaßnahmen, die nicht warten können. Unser Glockenstuhl ist stark reparaturbedürftig.

Glockenstuhl Finanzierung 

Unsere Kirche braucht dringend einen neuen Glockenstuhl, sonst wird unser Geläut bald verstummen müssen. Der Rost hat dem Stahl so zugesetzt, dass ein Ausbessern nicht mehr möglich ist. Das heißt, ein neuer Glockenstuhl muss eingebaut werden. Im Einzelnen bedeutet das folgende Arbeiten:

  • Demontage von Glocken und Läutetechnik
  • Abbruch des Stahlglockenstuhles
  • Aushub der Glocken mit dem Kran
  • Ersatzneubau eines Glockenstuhles aus Eichenkernholz
  • Anfertigung von Holzjochen für 3 Glocken
  • Neue Klöppel für 3 Glocken
  • Neue Deckenbalkenlage für den Glockenstuhl einziehen
  • Einhub der Glocken mit dem Kran
  • Teilweise Wiederverwendung von Läutetechnik
  • Wiedereinbau Schallläden
  • Intonation der Glocke

Neuer Glockenstuhl

So soll der neue Glockenstuhl einmal aussehen: Zwei Glocken in der ersten Etage und die dritte in der zweiten Etage. (Konstruktionszeichnung: Gunter Lohse, Kleinkagen)

Spenden:

Empfänger: Kassenverwaltung Pirna
IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19
BIC: GENODED1DKD
Bank für Kirche und Diakonie – KD-Bank
Verwendungszweck: GR 2621 SAN Kirche Graupa

Spendenstand_05_07_2020

Spendenstand (17.7.2020):  6.891,13 €  (= 65,1 %)

Download Spendenflyer

Die Sächsische Zeitung berichtet über das Bauvorhaben.

Ev.-Luth. Kirche Graupa

Unsere Graupaer Kirche wurde 1908/09 erbaut und liegt direkt am Waldrand des Graupaer Tännicht.

Hinter der Kirche befindet sich die 2005/2006 errichtete Feierhalle, in der man einen Blick auf den Hauptweg des angrenzenden Friedhof hat.

Tagsüber ist die Kirche geöffnet und lädt zu einem Besuch ein.

  • Sitzplätze Kirchenschiff: 138   Während Corona: 32 Plätze
  • Sitzplätze Empore: 104           Während Corona: 26 Plätze

Anschrift

Lindenallee 49, 01796 Pirna OT Graupa

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Kirche in Graupa

Mehr zur Geschichte der Graupaer Kirche lesen Sie hier… Geschichte Kirche Graupa.pdf