Aktuelles

Gedanken zur Jahreslosung 2023

Jahreslosung 2023

Hagar heißt übersetzt „die Fremde“. Niemand würde sich selbst einen solchen Namen wählen. Diesen Namen vergeben andere: die, die dazugehören. Zu einer Familie, einer Stadt, einem Land. Die Fremden aber, sie gehören nicht dazu. Sie kommen von außen, und manchmal sind sie weder erwünscht noch eingeladen. Sie sollen draußen bleiben und möglichst nicht stören.

Hagar, die Fremde. Sie wohnt zwar im Haushalt von Abraham und Sarah, doch sie braucht keinen Namen, der sie zu einer Persönlichkeit werden ließe. Der Stempel „fremd“ reicht aus. Ihr kann man zumuten, was sonst liegenbliebe: die Drecksarbeiten, die hässlichen Worte, die Demütigung. Man kann sie benutzen für die eigenen Zwecke.

Dabei haben Abraham und Sarah selbst erlebt, wie es war, fremd zu sein. Wegen einer Hungersnot waren sie nach Ägypten gezogen. Weil Abraham Angst um seine schöne Frau Sarah bekam, hat er sie als seine Schwester ausgegeben. Und so meinte der Pharao, er könne sie zu sich nehmen und über sie verfügen. Das alles scheinen die beiden vergessen zu haben.

Denn jetzt nutzen sie selbst eine Fremde aus. Hagar muss ihnen dienen. Und weil Sarah keine Kinder bekommt, kommt sie auf die Idee, nicht nur über Hagars Dienste zu verfügen, sondern auch über ihren Körper. Sie soll für Sarah ein Kind bekommen, das dann ihr Kind ist, das dann dazugehört zur Familie – anders als die Frau, die es austrägt.

Der Plan geht auf: Hagar wird schwanger. In ihr wächst ein Kind heran und das macht auch sie größer. Größer als ihre Herrin, in einem Punkt jedenfalls. Hagar ist stolz, geht aufrecht und traut sich nun was. Eines Tages sieht in Sarah der Zorn. Sie beklagt sich bei Abraham und der sagt: „Tu mit ihr, wie dir´s gefällt.“ Sarah demütigt ihre Magd Hagar. Genaues erfahren wir nicht. Doch es scheinen sich dramatische Szenen abgespielt zu haben.

Hagar sieht für sich keinen Ausweg. Sie flieht in die Wüste. Selbst der lebensfeindlichste Ort scheint besser zu sein als das, was sie im Haus von Abraham und Sarah ertragen muss. Nun ist sie allein und schwanger. Sie Sonne brennt. Hagar vergeht fast vor Durst. Schließlich findet sie eine Wasserquelle und dort findet sie ein Engel.

Endlich kommt Gott ins Spiel. Der Engel spricht sie mit Namen an: „Hagar, Sarahs Magd, wo kommst du her und wo willst du hin?“ Nachdem Hagar ihr Leid geklagt hat und sie die ganze Geschichte erzählt hat, sagt der Engel: „Kehre wieder um und demütige dich unter deine Herrin!“

Aber jetzt wird sie dort eine andere sein, denn Gott selbst hat sie angesehen. Das verleiht ihr Würde und Wert. Dabei bleibt es nicht. Das Kind, das sie in sich trägt, wird nicht das Kind einer anderen werden. Sie selbst wird die Stammmutter einer unermesslichen Nachkommenschaft werden.

Hagar ist nicht mehr „die Fremde“, die man getrost übersehen und für eigene Zwecke einspannen kann. Gott selbst hat sie im Blick. Er sieht sie, nimmt sie wahr und würdigt sie.

Bevor Hagar sich auf den Weg macht, verleiht sie nun Gott ihrerseits einen Namen: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“( 1. Mose 16,13). Dieser Satz und dieser Gott werden uns durch das Jahr 2023 begleiten.

Ihr Pfarrer Burkhard Nitzsche

Passionsandachten vom 23. Februar bis 6. April 2023, immer donnerstags 19.30 Uhr in unseren Kirchen in Graupa oder Liebethal

1

In dunklen Zeiten braucht es Licht, um den Mut nicht zu verlieren. Die Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ der evangelischen Kirche steht deshalb in diesem Jahr unter dem Motto „Leuchten! Sieben Wochen ohne Verzagtheit“. Wir laden Sie ein, von Aschermittwoch bis Ostern mit uns unterwegs zu sein. „Licht an!“ heißt es in der ersten der sieben Wochen. Wir werden genau hinschauen: auf unsere Ängste (Woche 2) und auf das, was uns trägt und Kraft gibt (Woche 3). In der Mitte der Fastenzeit, der vierten Woche, strahlen und leuchten wir selbst. Von da an rückt Ostern immer näher, und wir gehen gemeinsam (Woche 5) durch die dunkle Nacht (Woche 6) in den hellen Morgen (Woche 7). In den sieben Fastenwochen geht es nicht allein um innere Erleuchtung, sondern auch um die Ausstrahlung auf andere. Werden wir unser Licht auch anderen schenken?

Werden wir Helligkeit bringen? Mit unseren Worten, Gesten, unserem Tun? 

Willkommen zum Weltgebetstag

2

Rund 180 km trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und will es „zurückholen“ – notfalls mit militärischer Gewalt.

Das international isolierte Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit. Als Spitzenreiter in der Chip-Produktion ist das High-Tech-Land für Europa und die USA wie die gesamte Weltwirtschaft bedeutsam. Seit Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine kocht auch der Konflikt um Taiwan wieder auf.

In diesen unsicheren Zeiten haben taiwanische Christinnen Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 verfasst.

Am Freitag, dem 3. März 2023, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde diese Gottesdienste. „Ich habe von eurem Glauben gehört“, heißt es im Bibeltext Eph 1,15-19. Wir wollen hören, wie die Frauen aus Taiwan von ihrem Glauben erzählen und mit ihnen für das einstehen, was uns gemeinsam wertvoll ist: Demokratie, Frieden und Menschenrechte. 

Weltgebetstags-Gottesdienst in der Feierhalle Graupa,

am Sonntag, dem 5. März 2023 um 10.30 Uhr

Sie alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein!   

Am Montag, dem 20. Februar, wird dieser Gottesdienst vorbereitet,
um 19.30 Uhr im Gemeinderaum im Pfarrhaus Graupa.
Dazu möchten wir an dieser Stelle herzlich einladen!

WGT-Vorbereitungsteam

Der besondere Blick

Der besondere Blick

Neue Ausstellung im Liebethaler Gemeinderaum

Wir laden ein zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 18. März 2023 um 15.00 Uhr mit der Malerin Sigrid Ziegenbalg aus Dresden.
Sie studierte „Malerei und Grafik" an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ihre Arbeit beschreibt die Künstlerin mit folgenden Worten:
„Mit der Suche nach kreativen Ideen begebe ich mich gerne in die Natur, um die gewonnenen Eindrücke mit eigenen Facetten auf meinen Bildern wiederzugeben. Die Bilder sollen nicht nur ein realistisches Abbild der Umgebung sein, sondern sollen auch die Gefühle, Stimmungen und Fantasien wiedergeben.“
Wir freuen uns sehr, einige ihrer Werke in unserem Liebethaler Gemeinderaum zeigen zu können und sind gespannt auf die Begegnung mit der Künstlerin.

Arbeitskreis „Offene Kirche Liebethal“

Ökumenische Bibelwoche 2023 Diakonie- und Kirchgemeindezentrum Pirna-Copitz (DKZ)

3

Die Bibelwoche 2023 findet im Diakonie- u. Kirchgemeindezentrum Pirna-Copitz vom 13.-17. März, jeweils um 19.00 Uhr statt und wird von Pfarrerinnen und Pfarrern unseres Kirchgemeindebundes, zusammen mit Kirchgemeindegruppen gestaltet. Die Abschlussgottesdienste finden jeweils in den einzelnen Kirchgemeinden statt.

Unter dem durchgehenden Thema: „Gemeinsam… füreinander… mit dem Heiligen Geist… über alle Grenzen hinweg… aus dem Gefängnis heraus… zu Problemlösungen kommen.“ fragt die Bibelwoche nach unseren Träumen von Kirche. Dabei lässt sie sich von der Apostelgeschichte inspirieren. 

In sieben Texten aus der Apostelgeschichte geht sie den Fragen über das Zusammenleben in der Gemeinde nach: Wie können Konflikte und Herausforderungen einmütig gelöst werden? Wie können wir wachsen? Und rechnen wir eigentlich noch mit Wundern?

Dabei treten brennend aktuelle Fragen an die Texte der Apostelgeschichte heran: Wie gehen wir mit Hierarchien in der Kirche um? Wie verhindern wir Machtmissbrauch und überwinden latenten Rassismus? Wie gehen wir mit Enttäuschung, Entmutigung und Frustration um? 

Und wie kommt der Heilige Geist bei uns wieder ins Spiel?

Termin

Thema

Bibeltext

Montag, 
13.03.23

Gemeinsam…
Pfarrer Cornelius Epperlein

Apg 5, 32-37

Dienstag,
14.03.23

…füreinander…
Superintendentin Brigitte Lammert

Apg 6, 1-7

Mittwoch,
15.03.23

…mit dem Heiligen Geist…
Pfarrer Andreas Günzel

Apg 8, 4-25

Donnerstag,
16.03.23

…über alle Grenzen hinweg…
Pfarrer Burkhard Nitzsche + Team

Apg 9, 36-43

Freitag,
17.03.23

…aus dem Gefängnis heraus…
Pfarrer Dr. Gunnar Wiegand

Apg 12, 1-15

Sonntag,
19.03.23

…zu Problemlösungen kommen
(Abschlussgottesdienste in den Gemeinden)

Apg 15, 1-35

 

Familiennachmittag mit Osterbasteleien im Pfarrhaus Graupa am Mittwoch, dem 29. März 2023 um 16 Uhr

3           Wir laden herzlich ein und freuen uns darauf an diesem Nachmittag, mit kleinen und großen Leuten gemeinsam, Österliches zu basteln, zu reden und eine gute Zeit miteinander zu haben.

Liebe Kinder! Es gibt wieder Kindergottesdienst (Kigo)!

Kinderkirche                        

Ein kleines Team aus unserer Gemeinde lädt am Sonntag, dem 2. April, 10 Uhr in der Graupaer Kirche alle Kinder ein, gemeinsam Kindergottesdienst zu feiern.  Während eure Eltern sich in Ruhe die Predigt anhören, die für euch wahrscheinlich manchmal ganz schön langweilig ist, könnt ihr mit Christine und Simone und den anderen Kindern spielen, basteln oder singen.

Wir freuen uns auf euch, euer KiGo Team!

Ein Angebot vom Landesjugendpfarramt Sachsen Sommerwerkstatt Siebenbürgen/Transylvanien – eine faszinierende Zeitreise

Siebenbürgen/Transylvanien – eine faszinierende Zeitreise

In der authentischen Begegnung mit Menschen vor Ort entdecken wir Geschichte, Kultur und Traditionen dieser besonderen Region Europas, vom 3.-19. August 2023, in Birthälm/Biertan – Rumänien

Alter: ab 16 Jahren (jüngere TN nach Rücksprache)
Kosten: SchülerInnen: 420,- €
Azubi/FSJ/Stud.: 550,- €
Reguläre VerdienerInnen und TN ü. 27 J. (falls nicht in Ausbildung): 950,00 €
…keine Teilnahme soll am Geld scheitern. Sprecht uns ggf. an!

Landesjugendpfarramt Sachsen
Caspar-David-Friedrich-Straße 5, 01219 Dresden (tel. 0351 4692-413/430)

Herzliche Einladung zur Rüstzeit in Kohren-Sahlis

 - im Evangelischen Bildungs- und Gästehaus – Heimvolkshochschule,
von Freitag,den 29. September bis Sonntag, den 1. Oktober 2023!
Informationen zu diesem Haus unter:

www.himmlische-herbergen.de/unterkunft/heimvolkshochschule-kohren-sahlis

Am besten den Termin gleich im Kalender notieren
und schon im Gemeindebüro anmelden (03501 548242)

Einladung zum Friedenssingen

Friedenssingen

Sei wie der Fels in der Brandung Neue Ausstellung im Liebethaler Gemeinderaum

Anne Kern

Wir laden ein zur Ausstellungseröffnung
am Samstag, dem 17. September 2022, um 17.00 Uhr
mit der Maler- und Grafikerin Anne Kern aus Stadt Wehlen.

Anne Kern ist den Kunstinteressierten der Region schon länger ein Begriff. Während des siebenjährigen Besuchs der Zeichenschule von Klaus Drechsler, studierte sie in Dresden Sozialpädagogik und besuchte parallel dazu auch die Neue Abendschule der Hochschule für Bildende Künste.

Von 2004 -2009 studierte sie Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Prof. Annette Schröter.

Die heimatlichen Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz in ihrer bizarren Vielfalt geben ihr immer wieder neue Inspirationen für ihre Bilder.

Wir freuen uns sehr, nun einige ihrer Werke im Liebethaler Gemeinderaum zeigen zu können und sind gespannt auf die Begegnung mit der Künstlerin.

 

Arbeitskreis „Offene Kirche Liebethal“

Der neue Konfirmandenkurs 2022-2024

Konfirmationsurkunde

Mit dem neuen Schuljahr 2022/23 beginnt in unserer Kirchgemeinde auch ein neuer Kurs des Konfirmandenunterrichts, der zur Konfirmation am 5.5.2024 in der Kirche Graupa führt.

Wir haben alle Konfirmandinnen und Konfirmanden, die unseres Wissens in diesen Jahrgang fallen, angeschrieben. Wenn wir Ihr Sohn / Ihre Tochter ebenfalls in diese Altersgruppe (Beginn der 7.Klasse) gehört und wir Sie nicht angeschrieben haben, so finden Sie hier alle entsprechenden Informationen.

mehr »

Bauvorhaben Kirche Graupa - Außensanierung (2. Bauabschnitt Fassade und Abdichtung)

eplr Logo LEADER

An unserer Graupaer Kirche gibt es einen weiteren Bauabschnitt. Nach der Dach- und Turmsanierung 2020/2021 und der Erneuerung des Glockenstuhls 2021 folgt nun die Sanierung einzelner verbliebener Fassadenteile und Arbeiten am Sockel der Kirche. Konkret geplant sind die Sanierung der Entwässerung und der Sockelabdichtung, der Treppenanlage, der Außenbeleuchtung, der Türen und Fenster, Arbeiten an den Außenanlagen, Erneuerung des unterirdischen Teils der Blitzschutzanlage.

Dazu hat die Kirchgemeinde am 12.7.2021 einen Antrag auf Förderung nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung zur Umsetzung von LEADER-Entwicklungsstrategien gestellt, der am 2.8.2022 bewilligt wurde. Die Bausumme beläuft sich auf 187.500 €, von denen 150.000 € LEADER-Fördermittel sind. Die restliche Summe von 37.500 € kommt aus Eigenmitteln der Kirchgemeinde und der Landeskirche. Die frühere AG Kirchendach, eine Gruppe von engagierten Gemeindegliedern, setzt ihre den Kirchenvorstand entlastende Arbeit fort. Sie wird die Bauarbeiten begleiten und die Beschlüsse des Kirchenvorstands vorbereiten. Wir sind sehr erfreut darüber, dass auch dieser Bauabschnitt in bewährter Weise von Herrn Sven Jarsumbeck als Architekt begleitet wird. Die Vergabe der ersten Gewerke ist bereits erfolgt. Die Bauanlaufberatung fand am 20.September statt.

Unsere Kirche bleibt während der gesamten Baumaßnahme benutzbar. Bei den Arbeiten an der Treppenanlage wird es veränderte Zugänge zum Kirchenraum geben. Während der Arbeiten an der Nordseite der Kirche erfolgt der Zugang zum Friedhof über den Parkplatz.

Wir sind sehr froh darüber, dass durch die Europäischen Fördermittel des LEADER-Programmes und die Unterstützung unserer Landeskirche dieser 2. Bauabschnitt begonnen werden kann und wir damit dem Ziel einer Gesamtaußensanierung unserer Graupaer Kirche näher kommen. Über den Bauverlauf werden wir fortlaufend berichten. Wir bitten Gott, dass er dieses Vorhaben segne.

Die Sächsische Zeitung berichtete am 9.11.2022 über das Bauvorhaben.

Friedensgebet und Hilfe für die Menschen in der Ukraine u. Geflüchtete aus der Ukraine

Ukraine_Flagge_mit_Taube

Angesichts des Leidens in der Ukraine haben sich Menschen aus unserer Gemeinde zusammengefunden, die etwas tun möchten, um die Not zu lindern und Betroffenen zu helfen. Die Gruppe hat sich schon mehrfach getroffen. Es sind erste Aktionen gelaufen, um die Jugendherberge in Pirna-Copitz zu unterstützen - vor allem im Blick auf Einrichtungsgegenstände, die für Mütter und Kinder benötigt werden. Wenn Sie Kinderautositze, Kinderhochsitze, Kindermöbel haben, die Sie abgeben möchten, so wenden Sie sich bitte an Frau Inka Gürtler (Mail: inkaundpeterguertler[at]gmx.de).

Wenn dieses Anliegen auch Sie bewegt, kommen Sie gern zu der bestehenden Gruppe dazu. Sie müssen kein Kirchgemeindemitglied sein. Jede und jeder, der helfen möchte, ist willkommen. Ein nächstes Treffen ist am Montag, den 25. April 2022 um 19.30 Uhr (im Gemeindesaal, Borsbergstraße 32) geplant.

Hinweisen möchten wir aber auch auf die Aktivitäten in der Stadt Pirna,  in unseren Nachbarkirchgemeinden und der gesamten Region.

(1) Gebet für den Frieden: Pirna findet jeden Montag 18 Uhr ein Friedensgebet statt jeweils im Wechsel in der Klosterkriche und der St.Marienkirche. In Anschluss findet in der Regel um 18.30 Uhr eine Friedenkundgebung auf dem Pirnaer Markt statt.

(2) Aktionen: Hilfe für ukrainische Kriegsflüchtlinge in der Slowakei. Eine Gruppe um Diakon Karl Brause unterstützt die slowakische Kirchgemeinde Liptovský Trnovec (bei Liptovský Mikulas), die ein kirchliches Tagungsheim als Flüchtlingsunterkunft nutzt.

(3) Für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden viele Hilfsaktivitäten durch die Aktion Zivillcourage organisiert, auf deren Website sich enstprechende Informationen finden.

(4) Geldspenden sind immer willkommen. Große traditionelle Hilfsorganisationen haben über ihr Partnerorganisationen in der Ukraine oder den angrenzenden Staaten in der Regel den genausten Informationsstand über die wirklich benötigte Hilfe. sie können zumiest sehr effektiv helfen (z.B. Diakonie-Katastrophenhilfe, Aktion Deutschland hilft,) Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt nicht nur eine Gütesiegel für seriöse Spendenaktionen, sondern gibt auch eine tagesaktuelle Spendeninformation zur Nothilfe Ukraine heraus.

100. Glockenjubiläum in Liebethal

Ankunft der neuen Glocken am 11. Oktober 1922 in Liebethal

1922 im Oktober bekam die Liebethaler Kirche ihre neuen Gussstahlglocken, vor genau einhundert Jahren war das.

Vorausgegangen ist die kriegsbedingte Enteignung der alten Glocken. Die große und die mittlere Glocke wurden am 17. September 1917 abtransportiert, für die kleine Glocke konnte eine Rückstellung ausgehandelt werden. Der Übernahmepreis betrug 930 Mark, die erst im März 1919 nach einem Rechtsstreit vor dem Reichsschiedsgericht für Kriegswirtschaft in Berlin gezahlt wurden.

Zum alten Geläut steht in der „Sächsischen Kirchengalerie“ von 1840:

„Auf dem Thurme derselben befinden sich 3 Glocken, die größere mit den Worten: Goss mich Andreas Herold in Dresden anno 1666. Melchior Hardtmann, P, die mittlere mit den Worten: Johann Christian Furkert in Hinter-Jessen. Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine versammle sie die liebende Gemeine. Gegossen von Friedrich Gruhl in Klein-Welka 1820. Die kleinere ohne Jahreszahl mit der Umschrift: ave Maria o rex gloriae veni cum pace.“

Die kleine Glocke stammte noch aus vorreformatorischer Zeit und wurde 1847 umgegossen mit folgender Beschriftung:  Eine feste Burg ist unser Gott. Glaube und Hoffnung verklärt in der Liebe ist Geist der Kirche. Gegossen von Fr. Gruhl in Klein-Welke 1847, dazu ein Medaillon mit Lutherkopf.

Die kleine Bronzeglocke wurde 1922 verkauft, da sie mit den neuen Stahlglocken nicht in Einklang zu bringen war.

Im Mai 1921 begann Pfarrer Gebauer Angebote für neue Glocken einzuholen.

Am 13. September 1921 wird schließlich ein Vertrag mit dem Bochumer Verein über die Lieferung von 2 Gußstahlglocken, bis zum Bahnhof Lohmen, abgeschlossen. Kostenpunkt: Erste Glocke (Ø 1.100 mm; 560 kg): 4.200 Mark.

Zweite Glocke (Ø 915 mm; 340 kg): 2.550 Mark: Gesamt: 6.750 Mark zuzüglich 2.775 Mark für Armaturen und 1.400 Mark für Montage – Summa Summarum: 10.925,00 Mark. Lieferung sollte bis zum 1. Dezember 1921 sein.

Am 23. August 1922 schreibt der Bochumer Verein: „Die seit Abschluß des Glockengeschäfts in ganz ungeahntem und von niemand vorauszusehendem Umfange eingetretene Umwälzung aller wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die katastrophale Entwertung der Mark gestalten die Glockengeschäfte für uns geradezu ruinös. Der z. Zt. mit Ihnen vereinbarte Preis des Geläutes deckt bei weitem nicht einmal zu einem Bruchteil unsere Selbstkosten, die infolge der gewaltigen Steigerung der Löhne, Rohstoffe und aller Betriebsmaterialien bereits heute das Vielfache des vereinbarten Betrages ausmachen …“

Dann wird um einen einhundert prozentigen Preisaufschlag gebeten der letztlich nur eine Geste und weit entfernt von den tatsächlichen Kosten sei. Für die Kirchgemeinde war es finanziell unmöglich dieser Bitte nachzukommen.

Am 4. November 1922 schickte Baumeister Hermann Ulbricht aus Pirna seine Rechnung für Einbau der Glocken, Veränderungen im Turm und Stellen der Rüstung (siehe Foto nächste Seite) in Höhe von 127.654,56 Mark!!!

Ankunft der neuen Glocken am 11. Oktober 1922 in Liebethal

 

Mehr zum Liebethaler Glockenkrimi erfahren sie bei einem Gemeindeabend, am Dienstag dem 01.11.2022, um 19.30 Uhr in der Kirche Liebethal. Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Gast an diesem Abend ist Herr Norbert Hesse, der Glockensachverständige der Sächsischen Landeskirche.

 

Arbeitskreis „Offene Kirche Liebethal

Autofahrt zur Kirche gefällig?

Seit Beginn dieses Jahres haben wir uns Gedanken gemacht, einen Fahrdienst für Menschen zu organisieren, die nicht mehr gut allein zum Gottesdienst kommen können.
Nun freuen wir uns, dass die ersten Gottesdienstbesuche in der Kirchgemeinde Graupa-Liebethal mit der Möglichkeit zum Abholen und wieder Nach-Hause-Bringen in diesem Gemeindebrief enthalten sind. Fühlen Sie sich angesprochen und eingeladen, wenn Sie zum Gottesdienst eine „Taximöglichkeit“ brauchen.
Fahrten zu Gottesdiensten, die mit dem Fahrdienstsymbol versehen sind, werden vorerst ermöglicht. Immer gilt die Fahrdiensttelefonnummer: 03501-58 54 188.
Unsere kleine Fahrdienstgruppe besteht derzeit aus vier Gemeindemitgliedern, die sich im Gemeindebrief August/ September 2022 kurz vorstellen.
Falls weitere Gemeindemitglieder sich in die Fahrdienstangebote mit einbringen wollen, können Sie sich gerne melden:  hofstaat@gmx.de
Kathrin Höfer-Kuchs

„Augenblicke und kleine Ewigkeiten“