Aktuelles

Orientierungshilfe Wahlen

WAhlen 2019 Vor dem Hintergrund des Superwahljahres 2019 (Europa-, Kommunal- und Landtagswahl) stehen insbesondere Christ*innen vor der Frage, inwieweit sich Aussagen einzelner Parteiprogramme mit Grundannahmen des christlichen Glaubens vereinbaren lassen – oder diesen sogar widersprechen.

Die vorliegende Orientierungshilfe zum Umgang mit politischen Parteien stellt beispielhaft verschiedene Leitfragen an die aktuell im Sächsischen Landtag vertretenen Parteien. Sie ist keine Wahlempfehlung, sondern vielmehr als Einladung gedacht, eigene, lebensweltbezogene Fragen zu formulieren und sich mit den Wahlprogrammen der Parteien kritisch auseinanderzusetzen.

Hier können Sie die Orientierungshilfe herunterladen und lesen.

Suche den Frieden und gehe ihm nach - Christen sind Wähler!

WAhlen 2019

Am 1. September sind wir als Bürgerinnen und Bürger in Sachsen aufgerufen, unsere Verantwortung für den weiteren Weg unseres Landes wahrzunehmen. Wir entscheiden in freier und geheimer Wahl über das künftige Angesicht unseres Landes. Soll es ein solidarisches, weltoffenes und die Schöpfung bewahrendes Land sein oder ein Land, das sich rückwärtsgewandten Gesinnungen zuwendet, nationalen Egoismus betreibt und dem Leid in der Welt so wie der Gefährdung unserer Schöpfung tatenlos zusieht?

Dass wir in freien Wahlen über den Weg unseres Landes bestimmen können, verdanken wir den Männern und Frauen der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren. Sie haben eine Diktatur (des Proletariats) beendet und den Weg in die freiheitlich demokratischen Grundordnung geebnet. In ihr gelten demokratische Prinzipien und oberste Grundwerte, die unantastbar sind. Überlassen wir also unser Land nicht den Verächtern der Demokratie, die ihre Prinzipien nutzen, um sie auszuhöhlen oder gar abzuschaffen!

Als Christinnen und Christen haben wir zu prüfen, welche Parteien mit christlichen Grundwerten übereinstimmen. Es ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihres Glaubens oder ihrer sozialen Zugehörigkeit zu entwerten. Für Christinnen und Christen sind nur Parteien wählbar, die ohne Vorbedingungen die Nächstenliebe, das Miteinander der Menschen und die Erhaltung der Schöpfung fördern. Parteien, die nationalistische, sozialdarwinistische oder sexistische Positionen vertreten oder fördern, sind für Christen unwählbar.

Christinnen und Christen sind mündige Menschen und frei, ihre politischen Entscheidungen selbstständig zu fällen. Sie benötigen keine Wahlempfehlung.

Es ist aber die Aufgabe der Kirche, Orientierungspunkte zu nennen, an denen Parteien zu prüfen sind. Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen hat dazu bereits im März 2019 durch die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen eine Orientierungshilfe zum Umgang mit politischen Parteien erarbeiten lassen, die auf der Website der Landeskirche, der Evangelischen Erwachsenenbildung und auch auf unserer Website zu finden ist.

Wenn wir kein rückwärtsgewandtes, egozentristisches und fremdenfeindliches Land wollen, dann kann das nur heißen: Wir wollen gemeinsam Gesellschaft gestalten, statt Ängste zu verbreiten; Probleme lösen, statt Sündenböcke zu schaffen; Demokratie leben, statt sie auszuhöhlen.

Wir treten für das ein, was Deutschland seit Jahrzehnten prägt:

• Ein geeintes, friedliches Europa.

• Sozialer Zusammenhalt durch gerechte Teilhabe an Bildung, Arbeit, Einkommen, Wohnen.

• Die Integration der Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben, stärken: durch Bildung, Sprachvermittlung, Berufsausübung. Darum legen wir Wert auf das multireligiöse und multikulturelle Zusammenleben.

• Die freiheitliche Demokratie, in der wir streiten, aber auch die Grundwerte unserer Verfassung verteidigen.

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen veranstaltet für jeden Wahlbezirk in Sachsen ein von überparteilichen Moderatoren geführtes Wahlforum. Für den Wahlkreis Nr. 50 Sächsische Schweiz/Osterzgebirge 3, findet dieses Wahlforum am Dienstag, den 20.8.2019 von 19.00-21.00 Uhr in der Herderhalle Pirna, Rudolf-Renner-Straße 41c, 01796 Pirna statt. An den Foren sind die jeweiligen Wahlkreiskandidaten jener Parteien beteiligt, deren Einzug in den Sächsischen Landtag realistisch erscheint. Kandidaten und Bürger sind zu einem sachlichen und gegebenenfalls kontroversen Diskurs zu den zentralen Themen der Landespolitik eingeladen. Überparteiliche Moderatoren führen durch die Abende. Für die etwa zweistündigen Wahlforen ist eine starke Bürgerbeteiligung vorsehen. Pro Abend wird es drei bis vier Themenblöcke geben, welche das Publikum bestimmt. Je Block gibt es zunächst Kandidaten-Runden, danach wird das Publikum einbezogen.

Vor der Landtagswahl ist mit einem Wahlaufruf der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zu rechnen. Pfarrer Burkhard Nitzsche

Gemeindepuzzle: Leben in unserer Gemeinde

Puzzle Der Kirchenvorstand hat in seiner Klausurtagung im April 2018 über das Gemeindeleben nachgedacht. Wir haben festgestellt: Es gibt eine Vielzahl an Gruppen und Initiativen, Begegnungen und Aktivitäten, viele Menschen arbeiten ehrenamtlich oder in Anstellung an vielen Aufgaben. Und wir haben auch gemerkt, dass wir oft nicht viel voneinander wissen. Wie bei einem Puzzle-Spiel mit vielen kleinen Teilen, das ja doch ein Ganzes ergeben soll. Damit dieses Ganze wachsen und sichtbarer werden kann, sollen in den Kirchennachrichten nach und nach einzelne Gruppen vorgestellt werden. Für diese Arbeit hat sich ein kleines Redaktionsteam gebildet. Herr Döge wird uns als Fotograf zur Seite stehen, vielen Dank dafür!

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Gemeinderüstzeit 2019 – Ein Termin zum Vormerken

Gemeinderüstzeit in Jauernik - Buschbach in der Kreuzbergbaude

In diesem Jahr wird unsere Gemeinderüstzeit vom 30. August bis 1. September in Jauernick-Buschbach stattfinden. In der Kreuzbergbaude – oberhalb des Berzdorfer Sees, etwa 8 km von Görlitz entfernt – wollen wir einmal abseits des Alltages über das Leben und den Glauben nachdenken. In der Gemeinschaft mit Anderen können wir neue Eindrücke sammeln und Impulse für unser eigenes Leben und unsere Gemeinde finden. Anmeldungen nimmt das Kirchgemeindebüro weiter entgegen. Wir bitten um Anzahlung von 20 Euro pro Person.  Zur Vorbereitung und Absprache wollen wir uns am 17.06. und 21.08. jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrhaus treffen.                   
Rainer Gemballa

20 Jahre Kirchgemeinde Graupa – Liebethal

Als zum 01.01.1999 die Kirchgemeinde Liebethal mit der bisherigen Schwestergemeinde Graupa fusionierte, war das wohl mehr finanzielle Notwendigkeit als dringender Wunsch. Gleichzeitig ging die neue Kirchgemeinde ein Schwesterkirchverhältnis mit Pirna ein. In absehbarer Zeit stehen erneut Fusionen vor uns. Sinkende Mitgliederzahlen zwingen uns dazu, über neue Strukturen nachzudenken. Ich möchte einmal auf vergangene Umstrukturierungen in unserer Gemeinde zurückblicken. Nachdem auch in Liebethal 1559 die Reformation eingeführt wurde (20 Jahre nach Porschendorf!), war Liebethal Filial von Porschendorf. 1896 wurde die Kirchgemeinde Liebethal selbstständig. Der zur Liebethaler Kirche gehörende Pfarrbezirk bestand aus den Dörfern Liebethal, Mühlsdorf, Vorderjessen, Hinterjessen und Bonnewitz. 1899 wurden die in Vorder- und Hinterjessen lebenden Beamten der Heil- und Verpflegungsanstalt auf dem Sonnenstein mit ihren Angehörigen in das neu gegründete Anstaltspfarramt ausgepfarrt. In Vorderjessen gab es eine Außenabteilung mit eigenem Betsaal (mit Altar, Kanzel, Harmonium und sakralem Gerät), wo regelmäßig Wochengottesdienste stattfanden. 1928 verband sich Liebethal mit Porschendorf in einem Schwesterkirchverhältnis, welches 1971 beendet wurde. Man hatte sich neu orientiert, 1971 begaben sich die Liebethaler in ein Schwesterkirchverhältnis mit Pirna, welches wiederum 1994 gelöst wurde. Seit dem 01.01.1995 wurde die Kirchgemeinde Graupa die neue Schwester von Liebethal. Die Kirchgemeinde Großgraupa war am 01.10.1927 aus der Kirchgemeinde Schönfeld herausgelöst worden, nachdem sie bereits 1909 eine eigene Kirche erbaut hatte. Bereits 1927 war Vorderjessen von Liebethal nach Graupa ausgegliedert worden. Mögen verschiedenste Gründe zu den zahlreichen Umstrukturierungen geführt haben, neu ist das alles nicht. Was letztlich am wichtigsten scheint, ist der gelebte Glaube und das Engagement vor Ort. Gott hat keine Hände und Füße, nur unsere.

Matthias Piel