Friedhöfe

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Kies, Steinplitt, Platten auf Grabstellen

Liebe Grabstelleninhaber, liebe Besucher unseres Friedhofes!

Wir arbeiten ständig an der Verbesserung der Friedhofsgestaltung unseres Friedhofes im Blick auf die Gesamtanlage des Friedhofes. Aber auch jede einzelne Grabstelle ist für die Gestaltung eines Friedhofes wichtig.
Wir sind allen Grabstelleninhabern dankbar, die bei der Gestaltung der jeweiligen Grabstelle Geschmack und Umsicht walten lassen und die geltende Friedhofsordnung beachten.

Bei der letzten Friedhofsbegehung ist uns aufgefallen, dass in letzter Zeit viele Grabstätten mit Kies, Steinsplitt, Platten usw. abgedeckt wurden. Das Abdecken der Grabstätte mit Platten, Kies und anderen den Boden verdichtenden Materialien ist nach § 39 Abs. 5 der Friedhofsordnung aus guten Gründen nicht erlaubt.

  • Einerseits werden durch Kies, Splitt usw. für das Auge „tote“ Flächen mit unbelebten Materialien geschaffen. Ein Friedhof aber soll möglichst grün, natürlich, lebendig aussehen.
  • Andererseits führt das Verlegen von bodenverdichtenden Materialien (z.B. Dachpappe, Folien unter dem Splitt, Kies usw.) zur Versieglung des Bodens. Damit wird die biologische Aktivität des Bodens beeinträchtigt, die für die Funktion des Friedhofs notwendig ist. Es besteht die Gefahr, dass durch Folien usw. Grabstellen oder Grabflächen für die Bestattung unbrauchbar werden, weil die biologische Aktivität des Bodens damit gestört oder verhindert wird. Eine Bepflanzung mit winterharten, immergrünen Pflanzen (Bodendeckern) ist immer die bessere Lösung. Sicher kann dabei ein entsprechender Gartenbaubetrieb beraten.

Wir haben die entsprechenden Grabstelleninhaber angeschrieben und um Veränderung gebeten. Zu Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Die Friedhofsverwaltung
Rückfragen  - Telefon 03501 54 82 42
                     - E-Mail: kg.graupa_liebethal@evlks.de

Grabeinfassungen

Liebe Grabstelleninhaber, liebe Besucher unseres Friedhofes!

Seit der letzten Änderung der Friedhofsordnung vom 12.12.2018 ist durch Wegfall von § 39 Abs. 5b die Errichtung von Grabeinfassung erlaubt. Seitdem sind auf unserem Friedhof eine Reihe von Grabeinfassungen angebracht worden, die mit der Friedhofsordnung nicht im Einklang stehen.

(1) Grundsätzlich bedarf jede Veränderung von Grabmalen vor Auftragserteilung oder Errichtung der schriftlichen Genehmigung durch den Friedhofsträger (§ 23 Abs. 1 Friedhofsordnung).  Die Errichtung einer Grabeinfassung ist eine Veränderung des Grabmals. Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier.
(2) Es gibt Materialien, die auf Friedhöfen für die Herstellung von Grabmalen oder Grabeinfassungen nicht in Frage kommen: Beton (oberirdisch), Glas, Kunststoff, Lichtbilder, Bildgravuren, Gips, Porzellan, Aluminium usw.

Einfassungen aus Blech oder scharfkantigen Materialien sind ebenso nicht erlaubt (Unfallgefahr).

Kunststoff und Blech als Grabunterteilung oder Einfassungen gehören nicht auf Grabstätten.

Wenn Veränderungen an Grabstätten ordnungsgemäß bei der Friedhofsverwaltung beantragt werden, können viele Probleme im Vorfeld vermieden werden.
Wir haben die entsprechenden Grabstelleninhaber angeschrieben und um Veränderung gebeten. Zu Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Die Friedhofsverwaltung
Rückfragen  - Telefon 03501 54 82 42
                     - E-Mail: kg.graupa_liebethal@evlks.de

Geschichte des Friedhofs Graupa

Friedhof Graupa 2016-05-01

Jahrhunderte lang wurden die Toten des heutigen Graupa in Schönfeld beigesetzt. Die Orte Groß-, Klein- und Neugraupa gehörten der „Herrschaft Schönfeld“ an und waren daher der Schönfelder Kirchgemeinde zugeordnet. Der etwa 1½-stündige Weg nach Schönfeld wurde zu Fuß zurückgelegt, was im Winter sehr beschwerlich und sogar recht gefährlich war.

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Geschichte des Friedhofs Liebethal

Friedhof Liebethal 2016 - 04 - 07

Alter Friedhof

Der alte Liebethaler Friedhof umgibt die Kirche und wurde im Jahre 1861 vergrößert. Ein Grabstein (stark verwittert aus Sandstein) am Westgiebel der Kirche rechts weist bis in das Jahr 1699 zurück. Er erinnert an die fünf Kinder des Pfarrers Johann Georg Hübsch und seiner Frau Juliane Marie, geb. Hartmann.

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Zur Entwicklung des Graupaer Friedhofs

„Der kirchliche Friedhof ist der Ort, an dem Verstorbene würdig bestattet werden. Er ist für alle, die ihn betreten, ein Ort der Besinnung und des persönlichen Gedenkens an die Toten und an die Begrenztheit des eigenen Lebens. An seiner Gestaltung wird auch sichtbar, wie der Verstorbenen in Liebe gedacht wird ...“

Mit diesen Sätzen beginnt unsere Friedhofsordnung. Ein Regelwerk auf geduldigem Papier, dessen Verwirklichung immer wieder unser aller Hinschauen und Tun bedarf. Der Kirchenvorstand und der Friedhofsausschuss stellen sich dieser Herausforderung und bitten um Ihre Unterstützung. Alle Gemeindeglieder, Grabnutzungsberechtigte und Friedhofsbesucher sind eingeladen, sich ebenfalls dieser Herausforderung zu stellen. Was macht unseren Friedhof zu einem Ort, an dem Verstorbene würdig bestattet werden können? Was macht diesen Ort zu einem Ort der Besinnung und des persönlichen Gedenkens? Worin besteht die besondere Sorgfalt in Gestaltung und Pflege zum Erhalt der persönlichen Würde der Toten und der Bestattungskultur? Oder andersherum gefragt, wo geraten Bestattungskultur und Würde in Gefahr? In Zusammenarbeit mit einer Landschaftsarchitektin wollen wir unser Friedhofskonzept weiterentwickeln. Wir sehen drei Herausforderungen für die Entwicklung unseres Friedhofs:

Erstens: Die Gestaltung der Gräber. Dankbar stellen wir fest: Die überwiegende Mehrheit der Grabnutzer hält sich an die Friedhofsordnung. Aber leider gibt es immer wieder Gräber, auf denen nicht die Bepflanzung den optischen Höhepunkt bildet, sondern die Gestaltung mit fragwürdigen Materialien wie Zier-Kies, Plastikblumen, Figuren und weiteren Accessoires bis hin zu Fotos. Das Lagern von Vasen und Gartengeräten ist generell nicht vorgesehen.

Besonders auf den Reihengrabanlagen (Grabstätten mit eingeschränktem Nutzungsrecht) ist nur eine Vase mit Schnittblumen gestattet, jedoch keine Pflanzschalen.

Auch die zunehmende Praxis ungenehmigter Grabeinfassungen mit unzulässigen Materialien wie Brettern, Gehwegplatten oder Kunststoff-Beeteinfassungen sind Anlass zur Sorge. Grabmale und Grabeinfassungen dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben errichtet werden, die die dafür erforderliche Genehmigung besitzen.

Zweitens: Der Baumschutz bzw. die Pflege und Entwicklung des Baumbestandes. Insgesamt haben wir auf dem Graupaer Friedhof einen weitgehend gesunden Bestand an Laub- und Nadelbäumen. Lediglich der Bestand an Lärchen und Birken macht uns Sorge. Etliche Birken und Lärchen mussten bereits gefällt werden.

Entstandene Lücken gilt es zu ergänzen. Ein besonderes Anliegen ist uns die sehr ungleich gepflanzte und schon stark ausgedünnte Allee aus Lärchen am Hauptgang. Wir denken über eine Fällung der Lärchen nach, um eine neue Allee aus kleineren Alleebäumen zu pflanzen.

Drittens: Die Plätze zum Verweilen, insbesondere Bänke oder Sitzgruppen sind entwicklungsfähig. Auch der Ort an der Nordseite um das Kreuz, der seit längerem zu verschiedenen Andachten genutzt wird, könnte gestaltet und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden.

Dazu kommen die Wasserstellen, die ansprechender gestaltet werden können. Letztlich sind auch sie Orte der Kommunikation und Begegnung.

 Matthias Piel - Vorsitzender Friedhofsausschuss