Geschichte des Friedhofs Graupa

Mit dem Anstieg der Einwohnerzahlen wurde der verständliche Wunsch der Graupaer Bürger nach einer eigenen Kirche und einem dazugehörigen Friedhof immer stärker. Die in Graupa ansässige Heilpraktikerin Johanne Klinger, die über gute Beziehungen zum sächsischen Königshaus verfügte, organisierte eine private Stiftung, um Kirchbau (Weihe der Kirche am 17. Oktober 1909) und die Anlage eines Friedhofs zu finanzieren.
20. Mai 1907: Der Kaufvertrag zum Erwerb von einem Hektar Land für den Friedhof Graupa vom königlichen sächsischen Staatsfiskus wird abgeschlossen. Käufer war das Kirchenlehn zu Graupa, vertreten durch den Sonderkirchenvorstand.
2. Juli 1908: Der Friedhof Graupa wird geweiht.
Die erste Beerdigung fand am 21. Januar 1909 statt. Beigesetzt wurde Clara Louise Selma Gunther geb. Peschel, Almosenempfängerin aus Neugraupa.
1945/ 1946: Durch den Architekten Rudolf Kolbe wurde die Erweiterung des Friedhofs geplant. Diese Planung sah unter anderem den Bau eines Gemeindezentrums auf dem Gelände des Friedhofs vor. Die Planung kam nicht zur Ausführung.
4. März 2006: Feierliche Einweihung der Feierhalle des Friedhofs Graupa.


Von September 2005 bis März 2006 baute die Kirchgemeinde Graupa- Liebethal die alte Leichenaufbewahrungshalle zu einer Feierhalle um. Der Umbau erfolgte nach einem Projekt des Architekten Tobias Hackbeil, Pirna. Die Bausumme betrug 115.000.- €. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenmittel. Die Feierhalle umfasst 60 Sitzplätze, Klavier, CD-Anlage.
Urnenbeisetzungen finden in der Regel montags und freitags statt. Erdbestattungen machen nur etwa 10 Prozent aus.
Der Friedhof hat den Charakter eines Waldfriedhofs. Es gibt ca. 1700 Gräber. Pro Jahr finden derzeit etwa 130 Beisetzungen statt, ein Fünftel davon als kirchliche Bestattungen. Der Friedhof befindet sich in der Trägerschaft der Kirchgemeinde. Als letzte Ruhestätte dient der Friedhof aber allen Bewohnern der Umgebung, unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit.

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Friedhof Graupa 2016-05-01