Predigtarchiv

Nachfolgend finden Sie die aktuelle und vergangene Predigten.

2. Advent 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde!

Geht es Ihnen manchmal auch so, daß Sie Gott anklagen, sein Eingreifen einklagen möchten - so wie in diesem Predigttext. Seiner Form nach ist es eine Klage, die hier gegen Gott vorgebracht wird. Aber keine jammervolle Klage, die sich selbst bemitleidet, sondern ein Klage, die aus der Zuversicht heraus klagt: Gott wird eingreifen. Schau herab vom Himmel, Greif ein Gott, wo ist dein Eifer?

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1. Advent 2017 Familiengottesdienst Graupa

Liebe Gemeinde,

Aufgeblüht zum Leben - Am Anfang traut keiner dem kleinen Senfkorn etwas zu. Dann wird es gar größer als alle anderen Gewächse. Ähnlich ist es mit dem Kirschzweig der heiligen Barbara: Am Anfang schien es so, als ob der Kirschzweig tot sei. Aber dann blühte er mitten im Winter zu neuem Leben auf. Für Barbara ein Zeichen: »So wird es auch mit mir geschehen. Wenn ich sterbe, werde ich verwandelt zu neuem, blühenden Leben.«

Der Kirschzweig ist seitdem für uns ein großes Zeichen der Hoffnung. Viele Menschen stellen deshalb in der Adventszeit Kirschzweige in die Vase.

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Ewigkeitssonntag Andacht Friedhof Graupa

Liebe Angehörige,

Haben Sie beobachtet, mit welcher Art von Schritten Sie heute hierher gekommen sind? Sicherlich nicht. Wann beobachten wir uns denn schon selbst? Aber wir bemerken es bei anderen, wie sie laufen, wie sie ihre Schritte setzen: entschlossen und fest oder eher zögernd, schleichend unauffällig. So wie wir uns fühlen – so laufen wir auch. Und das ist auch heute am Ewigkeitssonntag so, wo uns der Tod von Angehörigen, der Tod von Menschen mit denen wir in verschiedenster Weise verbunden waren und sind, beschäftigt. Dabei gibt es noch eine erstaunliche Beobachtung: Unsere Schritte am Anfang und am Ende des Lebens ähneln sich, mehr als wir vielleicht meinen.

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Ewigkeitssonntag 2017 - Liebethal, Graupa

Liebe Gemeinde,

zu welcher Musik möchte ich eigentlich in die Ewigkeit eingehen?, so fragt sich die Wiener Schriftstellerin Hilde Spiel am Ende ihrer Autobiografie. Und sie nennt verschiedene Werke, die ihr in unterschiedlichen Lebensphasen viel bedeutet haben. Eine Melodie von Schubert. Eine Sonate von Telemann. Andere denken an vielleicht Mozart oder Bach. Und wieder andere an Hinterseer oder Pink Floyd. Die Geschmäcker sind verschieden....

Ein Lied gibt es allerdings, das über viele Geschmacksgrenzen hinweg bei fast jeder Beerdigung gesungen wird. Wir werden es heute auch anstimmen. „So nimm denn meine Hände“. 

Ein ausführlicher Liedkommentar: Liedkommentar_So_nimm_denn_meine_Haende.pdf

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Salbungsgottesdienst Buß- und Bettag 2017

Liebe Gemeinde,

als Pfarrer nehme ich die Bibel sehr ernst. Ich gebe mir Mühe, das, was ich da lese, auch zu verstehen. In der Regel nehme ich mir dazu manches Handwerkszeug zur Hilfe. Ich schau mir die Gedanken anderer an, ich lese die Kommentare oder Fachliteratur, ich schaue, wo mich dieser Bibeltext an spricht und mich und mein Leben und auch  das Leben der Hörer in positiver Weise berührt. Bei dem heutigen Bibeltext hatte ich mehr Fragen als Antworten.

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Geistliches Wort zum Volkstrauertag - Zentrale Gedenkveranstaltung des Landkreises

Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gemeinde,

der Volkstrauertrag in diesem Jahr unter dem Thema „Krieg und Menschenrechte“ geht dem ganz Elementaren an unserer menschlichen Leben nach. Es geht um grundlegende Fragen, um Leben und Tod, um Zukunft, um den Schutz des Lebens, um die Würde jedes einzelnen Menschen. Das gilt es immer wieder zu buchstabieren durch alle Generationen hindurch.

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Vorletzter Sonntag 2017 St.Marien

Liebe Gemeinde,

Der vorletzte Sonntag des Kirchenjahres ist in Deutschland zugleich Volkstrauertag. Er steht in der Reihe der ernsten Anlässe am Ende des Kirchenjahres. Wir gedenken an diesem Tag u.a. in öffentlichen Gedenkstunden der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In diesem ernsten Umfeld begegnet uns ein Bibeltext, der die Qualität einer Gaunergeschichte hat.

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Drittletzer Sonntag 2017 Eröffnung der Friedensdekade Copitz - Liebthal

Liebe Gemeinde!

Es gibt Streit. Die Mutter der Söhne des Zebedäus – ihr Name wir nicht genannt, kommt mit einem Wunsch zu Jesus, der ihr abgeschlagen wird. Wir können das dreist finden oder peinlich. Aber ist das wirklich so unverständlich? Meine Söhne, so sagt sich die Mutter, haben Haus und Hof, Freunde und Familie verlassen. Sie haben Fischernetz und Handwerkszeug hingeschmissen, gesichertes Einkommen aufgegeben und sind mit nichts als den Kleidern am Leib durch die Lande gezogen. Und jetzt, wo sie nach Jerusalem gehen, zeichnet sich ab: Der Weg mit Jesus hier auf der Erde geht zu Ende.... Also streitet da eine Mutter für ihre erwachsenen Söhne um einen Ehrenplatz im Himmel. Das müsste doch drin sein. Sie sollen mit ihm regieren, richten und mächtig sein.

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21. Sonntag nach Trinitatis 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde,

wer zu so früher Zeit in eine Kirche kommt sich mit anderen trifft, um Choräle zu singen, biblische Lesungen zu hören, etwas Abstand zum geschehen der Woche zu bekommen, Gedanken zu einem biblischen Text zu hören, der erwartet mit einem Gewinn aus dieser Kirche wieder hinauszutreten.

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Kirchweihfest 2017 Graupa

Liebe Gemeinde,

Wir feiern Kirchweih. Gott wohnt bei uns. Daran erinnert uns Kirchweih. Wir hätten gern einen Ort, an dem wir darauf hoffen, darauf zählen dürfen, daß Gott uns in besonderer Weise begegnet. Es ist für mich eine Vergewisserung: Auch in meiner Nähe, auch in meiner Stadt oder meinem Dorf gibt es einen Ort, der in besonderer Weise dazu bestimmt ist, Begegnung mit Gott zu erfahren.

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Kirchweihfest und Jubelkonfirmation 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde, liebe Gäste

Wir feiern heute Kirchweihe und Jubelkonfirmation in Liebethal. Beides hat damit zu tun, dass wir Menschen feste Orte, Punkte brauchen, um unserer Begegnung  mit Gott festzumachen. Beim Kirchweihfest hat es mit Steinen und einem Gebäude zu tun, bei der Konfirmation mit unserer Lebensgeschichte.

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Weltmusik-Gottesdienst 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde!

„Wann wird das Leben endlich wieder richtig einfach?“ Einen besorgten Zeitgenossen habe ich unlängst so fragen und klagen hören. „Wann wird das Leben endlich wieder richtig einfach?“ Heute, so scheint’s mir – heute könnte das Leben wieder einmal richtig einfach sein! Sonntag­vormittag. Gottesdienst. Die Liebethaler Kirche wunderschön geschmückt mit allem, was das Jahr geboten hat einschließlich Erntekrone – dazu herrliche Musik. Erntedank: der Dank für das, was wir nicht selber machen können! Das Erntedankfest erklärt sich selbst. Es braucht dazu keinen Akt des Glaubens wie an Weihnachten oder Ostern. Es braucht dazu kein Bekenntnis zu einer besonderen Religion. Denn Erntedank wird überall gefeiert so lange gefeiert, wie es Menschen gibt.

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14. Sonntag nach Trinitatis 2017 Erntedankfest Graupa

Liebe Kinder, liebe Gemeinde, Tja, diese Vogelscheuche, das ist schon ne Marke, was? Hat sie doch tatsächlich gemeint, alles gehört ihr, die Kartoffeln, das Getreide, die Kirschen, bloß weil sie ihren Teil dazu beigetragen hat, dass es eine, reiche Ernte gab. Naja, allzu viel Durchblick und Einsicht kann man von so einer Vogelscheuche eben auch nicht erwarten, sie ist halt kein Mensch, das muss man verstehen.   .Allerdings können auch wir Menschen manchmal ziemliche Vogelscheuchen sein, und ich rede jetzt nicht von Leuten mit zerzausten Frisuren oder seltsamen Klamotten..

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Kirchweihgottesdienst 2017 St. Marien Pirna

Liebe Gemeinde

Wir feiern Kirchweih. Gott wohnt bei uns. Daran erinnert uns Kirchweih. Wir hätten gern einen Ort, an dem wir darauf hoffen, darauf zählen dürfen, daß Gott uns in besonderer Weise begegnet. Es ist für mich eine Vergewisserung: Auch in meiner Nähe, auch in meiner Stadt oder meinem Dorf gibt es einen Ort, der in besonderer Weise dazu bestimmt ist, Begegnung mit Gott zu erfahren. Wir feiern Kirchweih. Gott wohnt bei uns. Daran erinnert uns Kirchweih. Wir hätten gern einen Ort, an dem wir darauf hoffen, darauf zählen dürfen, daß Gott uns in besonderer Weise begegnet. Es ist für mich eine Vergewisserung: Auch in meiner Nähe, auch in meiner Stadt oder meinem Dorf gibt es einen Ort, der in besonderer Weise dazu bestimmt ist, Begegnung mit Gott zu erfahren.

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12. Sonntag nach Trinitatis - Geburtstags-Gottesdienst DAZ-Graupa

Liebe Gemeinde, liebe Gäste des Diakonischen Altenzentrums hier in Graupa,

„Wie geht es Ihnen?“ So lautet zumeist die erste Frage beim Arztbesuch. „Wie geht es Ihnen?“ so könnten wir auch eine Blitzumfrage hier vor oder nach dem Gottesdienst machen.  Mancher würde vielleicht höflich antworten: „Danke der Nachfrage, mir geht es gut!“

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12. Sonntag nach Trinitatis - Gottesdienst zur Gemeinderüstzeit

Liebe Gemeinde,

der Wunsch, den unsere Jahreslosung enthält, sprengt jedes Maß. Darin geht es um nicht weniger als um ein „neues Herz“ und einen „neuen Geist“. Wer unter unseresgleichen würde wagen so zu sprechen: Ich wünsche Dir ein „neues Herz, einen neuen Geist.“ Da würden wir doch gerne selbst ein Wort mitreden. Wer will sich so etwas anmaßen?

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11. Sonntag nach Trinitatis 2107 Gottesdienst auf der Bonnewitzer Wiese

Liebe Gemeinde

das Alphabet gehört zum Basiswissen der Menschheit. Was heißt der Menschheit – eines jeden Menschen. Wer einen Erstklässer vor Augen hat, sein Kind, eine Enkelin, oder man mag sich auch an die eigene Schulzeit erinnern, sieht überall das gleiche Bild: Der Stift liegt noch schwer in der Hand, aber schon muss man Schwung holen und Kurven, Bögen und Linien ziehen und dann zu den richtigen Buchstaben zusammensetzen: Einen Halbkreis für ein C, ein Ei für ein O. Und wie kommt man nach Zweidrittel „N“ am Ende wieder gerade hoch? Dranbleiben heißt die Devise, denn: Ohne Buchstaben geht nichts, kein Wort, kein Text, kein Lesestück. Ohne Buchstaben bleibt man Analphabet, und das heißt Ausgeschlossensein von wesentlichen Funktionen des Lebens, der Bildung, der Gesellschaft.

Und hier gibt es das Gottesdienstblatt

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10. Sonntag nach Triinitatis 2017 Copitz Liebethal

Liebe Gemeinde,
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Geschichten von Anfang haben einen besonderen Reiz. Es geht nicht darum, jedes mal sozusagen bei Adam und Eva zu beginnen. Aber wer sich auf seine Anfänge besinnt, der kommt oft auch den grundlegenden Dingen in seinem Leben nahe.

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Gottesdienst zum Ortsfest 2017

Liebe Gemeinde,

Gottes Hand erschafft und erhält - Am Anfang: Gottes Hand erschafft – aber nicht nur das: sie erhält auch. Uns zum Beispiel. Dass wir überhaupt leben, unser Organismus funktioniert – ein einziges Wunder.

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Familiengottesdienst zum Schulbeginn

Liebe Kinder, liebe Erwachse

Ich will euch eine Geschichte erzählen von einem jungen Mann. Die Geschichte spielt in einem fernen Land. Dort war es warm, heiß. Die Menschen mußten viel arbeiten, mehr als gut ist. Aaber sie bekamen keinen Lohn dafür, mit dem sie etwa ihre Familie versorgen konnten (neue Sachen, ordentlich was zu essen usw.). Nein, sie waren keine freien Leute, sie waren Sklaven. Durch Krieg oder durch Armut.

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7. Sonntag nach Trinitatis 2017 Liebethal Copitz

Liebe Gemeinde!

Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ So sagt es Jesus am Ende dieses kurzen Predigtabschnittes. Vom Brot gibt es viele Geschichten. Vom Brot könnte jeder von uns erzählen.

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4. Sonntag nach Trinitatis 2017 Graupa Copitz

Liebe Gemeinde,

als ich vorhin die Geschichte von Josef und seinen Brüdern noch einmal erzählt habe, da hatte mancher vielleicht schon den Eindruck: Ende gut, alles gut. Josef hatte in seinem Leben zwar ein unerhörtes Auf und Ab, eine Achterbahn des Lebens durchmessen, aber es war doch zu einem guten Ende gekommen.

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3. Sonntag nach Trinitatis 2017 Struppen Sonnenstein

Liebe Gemeinde!

Wir haben es manchmal schwer mit den allzu bekannten Geschichten der Bibel. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf ist so eine Geschichte. Wir haben uns an den Verlauf dieser Geschichte so gewöhnt, daß wir die Ecken, die Herausforderung dieser Geschichte gar nicht mehr hören. „Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste läßt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?" Die Zustimmung der Hörer war Jesus damals gewiß. Jeder würde das tun.

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2. Sonntag nach Trinitaits 2017 Graupa Copitz

Liebe Gemeinde,

„Kommt her zu mir alle, die mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.“ So wie der Wochenspruch bringt auch das Evangelium eine nahezu grenzenlose Einladung Jesu zum großen Fest , zum Reich Gottes zum Ausdruck. So kennen wir das, so hören wir das gern, manchmal schon zu oft, so dass ich  der Eindruck einschleicht, hier wird das Evangelium auf eine harmlose „Gott-hat-euch-alle-lieb-Botschaft“ verkürzt. Ja solche Geschichten hören wir gerne.

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Johannisandacht 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde

Der Johannistag, der 24.Juni, ein Fest auf der Höhe des Jahres, ist zugleich eines der wenigen Feste, wo evangelische Christen eines "Heiligen" gedenken. Wir feiern die Geburt Johannes des Täufers, des Vorläufers und Freundes Jesu. Und wir feiern diesen Tag auf der Höhe des Jahres genau 6 Monate vor der Geburt Jesu, weil es im Lukasevangelium heißt (1,36a), daß Elisabeth, die Mutter des Johannes bereits im 6.Monat schwanger war, als Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus angekündigt wurde. Und nachdem die Geburt Jesu auf den kürzesten Tag des Jahres, von dem an es immer heller wird, gelegt wurde, fand die Geburt Johannes des Täufers genau auf der anderen Seite, des Jahres ihren Platz: Auf der Höhe des Jahres, an dem Tag, von dem an die Tage immer kürzer werden. Die Geburt Jesu an dem Tag, wo das Jahr, das Licht, das Leben wächst. Die Geburt Johannes des Täufers an dem Tag, wo das Jahr, das Licht, das Leben abnimmt. „Er muß wachsen“, sagt Johannes von Jesus. „Ich aber abnehmen,“ sagt er von sich selbst.

Wachsen und Abnehmen - das ist der Themasatz aus dem gehörten Abschnitt des Joh.  Evangelium.

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Ökumenischer Gottesdienst zum Stadtfest 2017

Liebe Gemeinde, Gäste,

es ist ein gutes Zeichen, dass der Ökumenische Stadtfestgottesdienst für die Stadt Pirna hier auf dem Markt stattfindet. Denn das heißt: Wir Christen verstecken uns nicht mit unserem Glauben und mit den Zeichen unseres Glaubens, sondern sind damit im öffentlichen Raum präsent, machen uns erkennbar. Wir bekennen uns zu dem menschenliebenden Gott und wir tun es miteinander als Christen verschiedener Kirchen und Gemeinden.

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Familiengottesdienst Schuljahresende Trinitatis 2017

Liebe Gemeinde!

In wenigen Wochen gehen viele von uns auf Reisen - in die Ferne oder in die Nähe. Zuvor wird eingepackt: Alles, was man auf einer Reise so braucht. Wir haben hier ein paar Koffer, Rucksäcke und Taschen, zu denen uns die Christenlehrekinder oder diejenigen, denen das Gepäckstück gehört, etwas erzählen werden.

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Pfingstmontag 2017 Regionalgottesdienst Graupa

Liebe Gemeinde !

Zu Pfingsten hören wir im Gottesdienst jene Geschichte der Apostelgeschichte vom ersten Pfingsten in Jerusalem. Da wird erzählt, wie sich auf einmal Menschen über alle Grenzen der Sprachen verstehen. Unter ihnen ist eine Gemeinschaft ent­standen, die alle Unterschiede aufwiegt. Das Lob Gottes und der Geist Gottes ver­bindet sie trotz der Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen und Völkern. In unserem Alltag erfahren wir oft das Gegenteil. Oft verstehen wir uns nicht, obwohl wir eine Sprache sprechen. Uns geht es dann so wie den Menschen am Ende der folgenden Erzählung:

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Pfingstsonntag 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde,

Jesus geht weg und wir sollen das auch noch gut finden! Spätestens bei dieser Aussage aus dem Johannesevangelium fühle ich mich von allen guten Geistern verlassen. Den Rest der Worte kann ich dann kaum noch verstehen. Wie von allen guten Geistern verlassen fühlt es sich manchmal an, auf dieser Welt zu leben.

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Ökumenischer Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen 1.6.2017 Pirna St.Kunigunde

Liebe ökumenische Gemeinde

vor unseren Augen ist hier eine Mauer entstanden.  Zugegeben sie ist aus Pappkartons gebaut und deshalb nicht so bedrohlich wie andere Mauern. Aber es ist trotz allem eine Mauer. Wir haben nicht einfach schön brav nachgemacht, was im liturgischen Entwurf für diesen Gottesdienst für die Einheit  der Christen vorgesehen war. Da waren noch viele härtere Begriffe enthalten. Trotzdem hat das Anwachsen dieser Mauer sicherlich bei dem einen oder anderen manches Unbehagen ausgelöst.

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Konfirmation Graupa 2017

Liebe Festgemeinde, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

ihr kennt sicher den Werbespot: Die Mutter fährt zum Einkaufen und drei Kinder rufen: „O, Mama, bringst du uns etwas mit?“ „Ja was denn?“ fragt die Mutter. Und drei sagen nacheinander: „Etwas Spannendes!“, „Etwas zum Spielen“, „Etwas Süßes!“, „Gleich drei Wünsche auf einmal?“ Die Mutter wird von ihrem ältesten begleitet, und der gibt ihr den Tip mit den Überraschungseiern auch Ü-Ei genannt. Etwas Spannendes!, Etwas zum Spielen und Etwas Süßes!

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Konfirmandenabendmahl Liebethal 2017

Liebe Konfirmanden, liebe Konfirmandeneltern,

das, woran hier heute Anteil erhaltet, was ihr heute zu euch nehmt, in euch aufnehmt, das Abendmahl – ist der größte Schatz unserer Kirche. Ich greife ja nicht so schnell große Worte. Aber hier ist das Wort „heilig“ angebracht. Unsere katholischen Schwestern und Brüder nennen es Heilige Eucharistie oder Heilige Kommunion. Worum geht es?

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Kantate 2017 Graupa

Liebe Gemeinde,

der Wonne-Monat Mai hat begonnen. Wir freuen uns an der Natur. Sicherlich ist das bei Ihnen auch so gewesen: Wenn das erste, frische Grün an den Bäumen treibt und auf den Wiesen zu sehen ist, dieses ganz frische helle junge Grün, das sind die schönsten Tage des ganzen Jahres. Da ist von Tag zu Tag neu zu entdecken, wie es draußen im Garten oder auf den Feldern wächst. Wir haben in diesem Jahr schon zeitig ein paar schöne sonnige April- und Maitage gehabt, in denen das besonders zu spüren war.

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Jubilate Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden 2017

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden,

der Vorstellungsgottesdienst unserer Konfirmanden hat immer eine mehr oder weniger lange Entstehungsgeschichte. Da gibt es nichts Vorgeschriebenes und es ist schon gar keine Prüfung. Die Konfirmanden bekommen die Chance, der Gemeinde einmal das zu sagen, was sie für wichtig halten. Und so sind wir in diesem Jahr bei der Frage gelandet: Hilft Gott wirklich? Sie hören schon heraus: Das klingt nicht nach einem glatten Ja. „Ja, Gott hilft.- Ende.“

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Quasimodogeniti 2017 Liebethal Copitz

Liebe Gemeinde,

Ostern liegt eine Woche hinter uns. Wir hatten eine ganze Reihe unterschiedlicher Gottesdienste in der Karwoche und dann zu Ostern. Der Sieg Jesu über den Tod, das Osterlachen. Christus hat dem Tod die Macht genommen – in vielen Aspekten wurde die Osterbotschaft bedacht und besungen. Schüler und Eltern konnten sich noch eine Woche an den Osterferien freuen. Am Montag klopft auch bei den Schülern der Alltag wieder an die Tür. Und ganz ähnlich wie nach dem Weihnachtsfest stellt sich die Frage: Was bleibt und was trägt, wenn das „Christ ist erstanden“ verklungen ist?

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Ostermontag 2017 Pillnitz (Pfarrer Zirkler)

Predigt von Pfarrer Joachim Zirkler (Studienleiter beim Zentrum des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg)

Liebe Gemeinde,

Ostern 2017: Können wir aufgeklärten Menschen Ostern feiern? Die Auferstehung Jesu von den Toten? Ist das vernünftig? Ist das rational? Vernunft und Rationalität haben doch längst die Herrschaft übernommen.

Ostern 2017: Seit 6 Jahren Krieg in Syrien, Attentate in Europa, Säbelrasseln in Nordkorea, die Türkei auf dem Weg in die Diktatur, ein amerikanischer Präsident, der heute so redet und morgen ganz anders handelt. Eine rationale, eine vernünftige Zeit? Nein, eine Zeit, in der wir mit dem Irrationalen, mit dem Unvernünftigen rechnen müssen.     weiterlesen

Ostersonntag 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde,

„Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht!" Ein mitreißendes Lied, mit einem gewaltigen „drive" nach vorn und nach oben. Eines der ersten Gerhardt-Lieder, die Johann Crüger 1647 in seinem Gesangbuch veröffentlichte. Eines der ersten Lieder, aber auf Anhieb höchste Kunst auf der Höhe der Zeit.

Paul Gerhardt erfand für dieses Lied eigens eine neue Strophenform. Darin war er ein wahrer Meister. Alles ist scheinbar ganz schlicht und einfach, aber durch den Wechsel von Kreuz- und Paarreimen, durch Binnenreime, wo es sich nur so überschlägt, durch den Wechsel von betonten und unbetonten Endungen drängt und zieht es voran.

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Osternacht mit Taufen Graupa 2017

Liebe Gemeinde,

Ein unheimliches Gefühl ist es, in einem dunklen Raum eingesperrt zu sein. Die Tür schlägt zu. Der Licht-Schalter befindet sich draußen auf dem Flur. Das Fenster ist viel zu schmal, um sich hindurchzuzwängen. Vergeblich rütteln wir an der Klinke. Wir rufen. Niemand hört uns. Wir reden uns gut zu: Irgendwann wird schon jemand kommen. Aber die Zeit verrinnt und niemand erscheint. Da fühlen sich selbst die Beherz­testen unter uns vermutlich ausgeliefert und ein wenig verloren. Noch viel bedrängender empfinden wir uns als hilf- und machtlos, wenn wir sehr dunkle Phasen in unserem Leben durchleiden.

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Osterblasen 2017 Graupa Friedhof

Liedfolge und Texte des Osterblasen auf dem Graupaer Friedhof

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Karfreitag 2017 Graupa - Sterbestunde Jesu

Sieben Bilder zu "Händen" am Karfreitag

Gesalbt - Eine Frau – wir kennen ihren Namen nicht. Vielleicht kannte ihn nicht einmal Jesus. Eine Frau, die voll ausschenkt aus der Fülle dessen, was sie hat und was sie ist. Sie füllt die leere Hand, bis sie überläuft – so groß ist ihre Liebe! Eine Frau, die Jesus salbt – eine zärtliche Geste, die Schutz und Geborgenheit vermittelt; die auf das hin versiegelt, was geschehen wird.

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Karfreitag 2017 Liebethal Abendmahlsgottesdienst

Liebe Gemeinde,

am Kreuz kommen wir nicht vorbei. Viele Kreuze begegnen uns: auf unseren Friedhöfen, in den Todesanzeigen, an den Straßenrändern und einfach als Schmuck um den Hals gehängt. Auch in unserer Liebethaler Kirche begegnen wir dem Kreuz auf dem Altartisch und ganz zentral im Altarbild unserer Kirche. Ich bin dieser Kreuzigungsdarstellung etwas nachgegangen, aber bei weitem noch nicht fertig damit. Doch wann sollte man mit diesem Thema auch fertig sein. - Beobachtungen zum Altarbild der Liebethaler Kirche

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Gründonnerstag 2017 Tischabendmahl Graupa

Himmelhochjauzend - zu Tode betrübt - eine Geschichte von 12 Jüngern - in Kerzenform

Judas (mit einer Kerze): Ich bin enttäuscht von Jesus. Ich wollte ihn zum König krönen. Er war für mich der neue König, der die Römer für immer aus dem Land jagt. Aber er ist halt doch ein Verlierer. Er hat mir etwas vorgemacht. Ich war bereit, für ihn zu kämpfen! Und jetzt knickt Jesus ein. So ein Schwächling!

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Judika 2017 Copitz Graupa

Liebe Gemeinde!

Der Glaube der Christen kommt nicht immer nur nett daher, wo es locker flockig durchs Leben geht und der liebe Gott immer nur lieb ist. Der Glaube führt uns – wie das Leben – zuweilen auch an Abgründe. Nichts paßt mehr. Wir bringen nichts mehr zusammen. Vor uns steht die große unbeantwortbare Frage: Wie kann Gott das zulassen? Wie kann Gott so handeln?

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Lätare 2017 Pirna

Liebe Gemeinde,

Unter den Menschen zur Zeit Jesu muss es eine große Sehnsucht nach Veränderung, nach Neuanfang gegeben haben. Im Johannesevangelium wird u.a. davon erzählt. Sicher sind die äußeren Lebensumstände unendlich weit entfernt von unseren. Die Sorge um das tägliche Brot, harte oftmals körperlich schwere Arbeit, die weit über einen Acht-Stunden-Tag hinausgeht, dazu das Gefühl, von  Fremden – von den Römern – beherrscht zu werden – das alles läßt viele Wünsche offen. Das alles weckt eine Sehnsucht nach Veränderung.

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Okuli 2017 Copitz Graupa

Das Sinnesorgan, das dem heutigen Sonntag den Namen gegeben hat, ist das Auge. Es spielt in unserem Gottesdienst und auch im Predigtabschnitt eine wichtige Rolle. (Psalm 34,16 Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien). Was unsere Augen, was Jesu Augen, was Gottes Augen sehen - darum geht es an diesem Sonntag.  Ein Sonntag, der eine ganz entscheidende Stelle auf dem Weg Jesu nach Jerusalem markiert.

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Reminiscere 2017 Liebethal Copitz

Liebe Gemeinde.

„Wir möchten gern ein Zeichen von dir sehen!“ so beginnt diese Geschichte, die als Predigttext für den heutigen Sonntag vorgesehen ist. Wir möchten gern ein Zeichen sehen! Vorausgegangen war diesem Wunsch, diesem Anliegen die Heilung eines Besessenen, die Heilung eines Menschen, der nach damaliger Meinung von bösen Geistern getrieben wurde. Das hätte doch Zeichen genug sein können! Aber es war ihnen nicht eindeutig genug, darum fordern die Pharisäer und Schriftgelehrten ein Zeichen.

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Invokavit 2017 Kantatengottesdienst Graupa

Liebe Gemeinde,

Warum ist unsere Welt so, wie sie ist? So fragen wir. Warum will der Mensch nichts von Gott wissen und geht lieber seinen eigenen weg, von dem er ahnt oder oft genau weiß, daß dieser Weg nicht ins Paradies führt? Warum gibt es diesen Riss zwischen Mensch und Mensch, zwischen Mensch und Gott, zwischen dem Mensch und der Schöpfung? Warum ist unsere Welt mit Schmerzen, Leid, Tod, Vergeblichkeit und Schuld verbunden? Fragen über Fragen.

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Sexagesimä 2017 Graupa-Copitz

Liebe Gemeinde,

auf der Suche nach etwas, was den Zuschauer vielleicht noch überraschen und faszinieren könnte, haben die Macher in der Fernsehprogrammen seit einiger Zeit das Phänomen „Mystery“ für sich entdeckt. Auch im Kino und auch dem Büchermarkt hat man diesen Bereich entdeckt. Berichtet wird nach Phänomenen und Geschichten, die sich so rein wissenschaftlich und rational nicht erklären lassen, wo wir es doch sonst gewohnt sind, dass es für alles eine verstandesmäßige, eine wissenschaftliche  Erklärung gibt. Dunkle Geheimnissen übernatürliche Kräfte und moderne Mythen werden dargestellt.  Das Geheimnisvoll andere, das letztlich nicht Verstehbare, und doch  Wirkmächtige ist da Thema.

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Letzter nach Epiphanias 2017

Liebe Gemeinde,

Bist du es? - so ist, so war das Thema der diesjährigen Bibelwoche überschrieben. In insgesamt sieben Themen bzw. Veranstaltungen ging es darum: Wer ist dieser Jesus? Diese Frage ist für Christen nicht neu. Einen anderen Ton bekommt diese Frage, wenn es heißt: Wer ist dieser Jesus für mich und mein Leben? Die Geschichte der suchenden Sterndeuter, die Seligpreisungen der Bergpredigt, die Frage des Täufers „Bist du es?“, das Gleichnis vom großzügig vergebenden König und das Gleichnis vom Weltgericht, wo es um den Nächsten geht fragen auch immer danach, was denn dieser Jesus für mich – für jeden von uns bedeutet, was er in unser Leben bringt.

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4. Sonntag nach Epiphanias 2017 Liebethal

Liebe Gemeinde,

im Jahr 2011 gab es Plakate für den Ökumenischen Kirchentag in München. Das Foto zeigte zwei Jugendliche, die vor einer wunderschönen Bergkulisse vergnügt lachend über das glatte blaue Wasser eines Sees hüpfen. So leichtfüßig, wie man versucht, über eine Pfütze zu springen, gingen sie über das Wasser. Diese Bilder wurden am - oder besser: auf dem Chiemsee aufgenommen. Es ist keine Fotomontage, sondern man hatte Podeste fest unter der Wasseroberfläche verankert. Daher konnten diese Jugendlichen für die Fotos tatsächlich auf dem Wasser gehen. 

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3. Sonntag nach Epiphanias 2017 Marienkirche, Zuschendorf

Liebe Gemeinde,

Glauben kann Berge versetzen – dieser Satz ist sprichwörtlich geworden und er bezieht sich auf einen der Sätze, die Jesus über den Glauben gesagt hat. „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein. (Mt 17,20).“ Jesus spricht öfter vom Glauben. Das verwundert uns heute in Mitteleuropa, das von manchen gern als christliches Abendland reklamiert wird, nicht weiter. Natürlich spricht Jesus vom Glauben – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. - Aber so sicher war das auch zur Zeit von Jesus nicht.

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2. Sonntag nach Epiphanias 2017 - Pirna-Sonnenstein

Liebe Gemeinde,

Ich kann Mose gut verstehen. Er ist fertig mit Gott und der Welt, mit seinem Gott, mit seinen Leuten. Müde und ausgelaugt. Frustriert über die, die er mit Gottes Hilfe in die Freiheit von ägyptischer Sklaverei geführt hat. Doch das gelobte Land kommt und kommt nicht in Sicht. Stürme und Sand, Hunger und Durst, Irrwege und Unsicherheit haben die Menschen verrückt gemacht, denn es ist verrückt, sich nach der wohlgenährten Sklaverei zurück zusehnen, nach den legendären „Fleischtöpfen Ägyptens“, wenn man erstmal den Geruch der Freiheit in der Nase hatte.

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Empfang der Sternsinger 2017

Heute will ich euch die Geschichte von Quok, dem Wetterfrosch, erzählen. Quok arbeitete schon seit vielen Jahren als Wetterfrosch, und er war ausgesprochen beliebt, vor allem bei den Kindern. Denn Quok machte etwas, das die Wetteransager im Fernsehen sich nicht trauten: Er sagte immer nur das gute Wetter voraus. Wenn er ein Gewitter aufziehen sah oder dicke Regenwolken von ferne ahnen konnte, dann blieb er einfach in seinem Wetterfrosch-Glas und schaute nicht heraus. Sollte aber die Sonne scheinen, dann sprang er seine Leiter hinauf und quakte laut: Die Sonne scheint, nichts wie raus mit euch! Packt die Badesachen ein, holt die Fußbälle und Fahrräder raus. Quok war der beliebteste Gut-Wetter-Frosch seiner Zeit. Eines Tages erhielt Quok einen Brief mit einem bunten Rand und einer ganz fremdartigen Briefmarke darauf.

Hier gibt es die Powerpointpresentation zu unserem Gottesdienst

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Neujahr 2017 Pillnitz

Liebe Gemeinde!

„Gesundes Neues!“ – so lautet die Kurzformel, die wir dem Nachbarn oder Bekannten zurufen, wenn wir ihnen in der vergangenen Nacht, heute oder in den nächsten Tagen begegnen. Wir sind im neuen Jahr angekommen. Es liegt vor uns noch wie eine neues Land. Aber an vielen Stellen sind schon Pflöcke, Markierungen eingeschlagen: Termine, Vorhaben, der Jahresurlaub, eine besonderes Jubiläum usw.  Wenn von Silvester auf Neujahr die Uhr von 23:59:59 auf 00:00:00 wechselt, dann macht sie nichts anderes als an anderen Tagen auch – nu5r das eben das Datum vom 31.12.2016 auf den 01.01.2017 wechselt. Der Jahreswechsel hat zwei Seiten: Zum einen sagen wir uns. Alles zurück auf Null. Reset. Zum anderen wissen wir: Wir nehmen viel und nicht zuletzt uns selbst aus dem alten in das neue Jahr mit.

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Silvester 2017 Graupa

Liebe Gemeinde, liebe Gäste!

Die Stille des Silvesterabends, soweit sie noch nicht von vorzeitigen Böllern durchbrochen wird, hat schon etwas Besonderes. Natürlich halten wir inne, blicken zurück auf das vergangene Jahr, im Weltgeschehen, im Leben unserer Kirchgemeinde und natürlich ganz persönlich. Das Geschehen in einer global agierenden Welt hat Wirkungen bis ins kleinste Dorf.

Die Jahresbilanzen in diesem Jahr fallen anders aus. Die Töne sind stiller, nachdenklicher, weniger großspurig. Sicherlich: Der Wirtschaft in Deutschland und Europa geht es gut. Wir können uns an einer präzise und sicher funktionierenden Gesellschaft mit allen ihren Annehmlichkeiten erfreuen. Aber der Blick in die Weltpolitik hinterläßt viele Fragezeichen: Die Terrorakte in Europa und eben auch in Deutschland, der Putsch in der Türkei, der Brexit, der Krieg in Syrien und der Polit-Neuling Donald Trump als künftiger US-Präsident. Was sehen wir da auf uns zukommen oder schauen wir lieber gleich weg?

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Christfest II Graupa 2016

Liebe Gemeinde,

Weihnachten 2016 scheint mir unter einem anderen Vorzeichen zustehen. Ich habe den Eindruck, dass es etwas verhaltener, nachdenklicher gefeiert wurde als in anderen Jahren. Der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, auf einen Ort, der mit dem Lebensgefühl von Weihnachten etwas zu tun hat, die Bilder aus dem offiziell „befreiten“ und weithin zerstörten Aleppo, wo wieder einmal die Machtinteressen über jede Art von Menschlichkeit gestellt wurden, und manche andere Ereignisse werfen manche Frage auf. Greift jetzt mehr soziale Kälte um sich oder rücken die Menschen in Deutschland und Mitteleuropa mehr zusammen?

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Christfest I Liebethal 2016

Liebe Gemeinde,

Die Nachrichten brachten es immer wieder gerade in den Wochen vor Weihnachten: Verhungerte Kinder. Ermordete Neugeborene. Verwahrlost, verworfen. Die Krippe ist verwaist. Soziale Kälte liegt über den Vorstädten. Und in den warmen bürgerlichen Wohnzimmern nimmt man sich noch ein Vanillekipferl und zeigt sich anstandsgemäß entsetzt. Wie kann das nur passieren, mitten unter uns? Die Experten haben eine Antwort. Das tragische Phänomen der Moderne und der Menschen, die sich in dieser Welt der Höchstanforderungen nicht mehr heimisch fühlen. Von Müttern, denen mit der Leistungsfähigkeit auch die Liebesfähigkeit abhanden gekommen ist.

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Christnacht Graupa 2016 - 23.00 Uhr

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

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Christvesper Graupa 2016 - 18.00 Uhr

Liebe Gemeinde,

Es ist Abend, Heilig Abend, fast schon Nacht. Weihnacht 2016. Weih-nacht meint doch wohl eine geweihte Nacht. Wo spielt Weihe bei uns heute noch eine Rolle? Weihen sind Ausdruck der Hingabe und er persönlichen Zueignung. Wenn einem Staatsoberhaupt oder einem Menschen etwas geweiht wird, dann ist das eine Geste besonderer Verbundenheit und Zugehörigkeit. Weihe bedeutet, dass der oder das Geweihte künftig und auf Dauer nicht mehr für den normalen, „profanen“ Gebrauch bestimmt ist, sondern einem besonderen, religiösen oder symbolhaften. Der oder das Geweihte hat eine neue Würde, eine neue Bedeutung erhalten. Diese Nacht ist also nicht mehr einfach eine beliebige Nacht, sondern eine geweihte Nacht, die mit einem Heiligen Abend beginnt.

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Christvesper Graupa 2016 - 16.30 Uhr

Liebe Kinder, liebe Gemeinde am Heilig Abend,

Stille Nacht, heilige Nacht. In unseren Gottesdiensten heben wir dieses Lied in der Regel auf für Heilig Abend. Zuvor soll es nicht übersungen, überhört werden. Stille Nacht, Heilige Nacht. Zu dieser Nacht gehören die dichtesten, intensivsten Erfahrungen, die wir als Menschen machen können. So kann das Leben sein. Alle versuchen, aufeinander zu achten, miteinander gut um zugehen, so manches Zeichen wirklicher Liebe zu zeigen. So könnte es sein. So schön. So friedvoll.

Umgekehrt aber auch: So schwer kann es sein. Voller Leid, weil keiner kommt oder der Verlust eines Menschen noch schmerzt. Voller Sehnsucht und Heimweh nachdem, was nicht mehr ist. Voller Schmerz, weil unsere Welt alles andere als heil ist.

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Christvesper Liebethal 2016 - 15.00 Uhr

Liebe Gemeinde heute am Heilig Abend in Liebethal,

Der kleine Engel in unserem Krippenspiel hat es ganz schön schwer. Erst wir der von den erfahrenen Engeln abgehängt und irrt durch die Welt, befragt verschiedene Menschen, ob sie ihm vielleicht sagen könne, wo Gott heute in die Welt kommt. Und als er dann alle zusammen hat, dann ist es wieder unklar, ob sie miteinander den Weg finden dahin, wo Gott in die Welt kommt. Ist das jetzt schon sicher, dass es hier ein happy End gibt. Ist das jetzt schon sicher, dass der Kleine Engel und überhaupt alle anderen dort ankommen, wo Gott in die Welt kommt?

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4.Advent Liebethal - Vokalensemble "Die Krachblüten"

Liebe Gemeinde

Es ist Adventszeit. 4.Advent. Sechs Tage noch bis Weihnachten. Wir haben uns auf diesen Gottesdienst, diese Insel mit schöner Musik, diese Stunde gefreut. Eine ganze Reihe schöner, bekannter oder auch neuer Advents- und Weihnachtslieder begegnen uns in diesem  Gottesdienst. Wer in diesen  Lidern nicht fehlen darf: Maria, die Mutter Jesu. Ich sage bewußt: die Mutter Jesu, denn bei allen anderen Titel und Bezeichnungen für Maria gehen die Vorstellungen und Bilder schnell auseinander: Jungfrau Maria, Gottesmutter, Schmerzensmutter, Himmelskönigin, Mutter des Glaubens, der Kirche, der Barmherzigkeit.

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3.Advent Graupa, Zuschendorf

Liebe Gemeinde,

angesichts des Wetters in Deutschland -  grau und regnerisch – sagt sich mancher, der nicht gerade auf Wintersport steht: Ab in den Süden, in die Wärme! Weihnachten in der Sonne! Die Reiseanbieter haben sich längste darauf eingestellt. Und mancher geht dann gleich ins Extrem: „Weihnachten in der Wüste.“ Statt Weihnachtsgans und Rotkohl, Lamm am Spieß über dem Lagerfeuer gebraten. Statt „Stille Nacht“ im Weihnachtsmarktgewusel Trommelrhythmen und Beduinen-Flöte in sternenklarer Nacht – anschließend Weite und Stille, wie sie in unserer mitteleuropäischen Zivilisation nicht mehr zu finden ist.

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2. Advent - Einführung der Lutherbibel 2017 - Liebethal

Liebe Gemeinde,

gut dran ist, wer auf seine Frage eine Antwort bekommt,
glücklich ist, wer auf seine wichtige Frage eine richtige Antwort bekommt,
selig ist, wer auf seine Lebensfrage eine Leben schenkende Antwort bekommt.

Keine Frage, richtiges Fragen ist zurzeit gefragt, genauso wie gute Antworten. Selten gab es in unsere Gesellschaft so viele Möglichkeiten Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen. Wir leben im Zeitalter des Internets, des Smartphones und der vielen Quiz-Sendungen und Talk-Runden im Fernsehen. Es sind Sternstunden, wenn jemand keine oberflächlichen Fragen stellt sondern die für ihn wichtigen Fragen.

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Familiengottesdienst 1.Advent 2106 " der Heil und Leben mit sich bringt"

In der Advents- und Weihnachtszeit begegnen uns viele Dinge, die eine sachliche Eben und eine symbolische Eben haben. Der Stern, der Tannenzweig, der Christbaum, die Nuß , das Licht  - sie alle sind erst einmal Dinge, die einfach da sind und sie sind zugleich Zeichen, die uns hinweisen auf das Besondere der Advents- und Weihnachtszeit, die uns hinweisen auf Jesus, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern.

Genauso ist es mit dem Lebkuchen. Von einem, „ Heil und Leben mit sich bringt“ haben wir im Eingangslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ gesungen.  Der Lebkuchen hat seinen Namen wahrscheinlich als ein Lebenskuchen bekommen

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Ewigkeitssonntag 2016 Andacht auf dem Friedhof

Liebe Angehörige,

der heutige Tag hat mehrere verschiedene Namen, die unsere Gedanken in verschiedene Richtung weisen, heute an dem Tag, an dem wir der Menschen gedenken, die im vergangenen Kirchenjahr verstorben und hier beigesetzt wurden: Totensonntag, Ewigkeitssonntag, Gedenktag der Entschlafenen.

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Ewigkeitssonntag 2016 Gottesdienst Liebethal Graupa

Liebe Gemeinde,

der heutige Tag, an dem an die Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres und überhaupt an unsere Verstorbenen denken, ist voll von Erinnerungen. Manchmal ist die Erinnerung so nahe, so lebendig - dass wir sie für Realität halten könnten. Mancher sagt: „Es ist noch wie gestern. Jeden Moment könnte er, könnte sie den Raum betreten. Wenn der Tag beginnt oder zu Ende geht, wenn ich etwas ganz bestimmtes tue, dann ist mir so, als ob mein Mann, meine Frau, meine Mutter, mein Vater mit dabei sind. Da spielt mir die Erinnerung einen Streich. Ich brauche lange, um wieder klar sehen zu können.“

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Vorletzter Sonntag 2016 - Pirna-Sonnenstein

Liebe Gemeinde,

Wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis jetzt noch stöhnt und in Wehen liegt. - Der Vorletzte Sonntag des Kirchenjahres, zugleich der Volkstrauertag - versucht einen ganz weiten Blick auf unsere Welt zu nehmen. Und dieser ganz weite Blick ist kein pessimistischer, negativer sondern ein Blick der Hoffnung. Dieser Blick ist ein vergleichender Blick. Vergleich das ist so eine Sache: Jemand, dem es schlecht geht zu sagen: anderen geht es schlechter – das ist kein Trost. Paulus vergleicht uns auch nicht mit einem anderen, sondern er vergleicht uns heute mit uns morgen.

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Drittletzer Sonntag 2016 - Eröffnung der Friedensdekade - Liebethal

Liebe Gemeinde,

Kriegsspuren – so ist die Friedensdekade in diesem Jahr überschrieben. Beim ersten Hinsehen hier in Mitteleuropa, in Deutschland finden wir nicht viele Kriegsspuren – weil wir die Welt so kennen, wie wir sie eben kennen. Seit über 70 Jahren haben wir in Mitteleuropa Frieden und der kalte Krieg, der dann zwischen zwei bis zu den Zähnen bewaffneten Blocksystemen auszubrechen drohte, ist Gott sei Dank nie ausgebrochen. Dank der vielen friedensengagierten Menschen, Dank der Umstände, die zur Friedlichen Revolution von 1989/90 führten.

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23. Sonntag nach Trinitatis 2016 Copitz, Graupa

Liebe Gemeinde,
unsere Welt und das Leben sind und bleiben spannend. Im Predigtabschnitt der letzten Woche klang
alles so super und positiv: Paulus schwärmt von seiner Lieblingsgemeinde in Philippi, wo alle ein
Herz und eine Seele sind. Sie unterstützen sich gegenseitig. Sie unterstützen auch Paulus, der sich
im Gefängnis befindet. Sie halten zusammen gegen eine ihnen eher ablehnend begegnende Gesellschaft.
Sie beten für einander. Sie leben einmütig und einträchtig beieinander – gesinnt wie Christus,
der den Weg nach unten wählte, damit Gott ihn erhöhen kann. Aber jetzt, als Paulus die Gemeinde
für die nächste Zeit ermutigen will, da muß er ein paar Einschränkungen machen. Heißt das
jetzt: Willkommen in der Realität! Nein, so ernüchternd ist es nicht. Aber Paulus merkt einfach
deutlich an: In der Nachfolge als Christus-Nachfolge liegen die Gegensätze nahe beieinander.

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22. Sonntag nach Trinitatis 2016 - Kirchweih Graupa

Liebe Gemeinde,

Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich an euch denke; immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude. – mit einem frohen, dankbaren Grundton beginnt der Brief an die Gemeinde in Philippi. Paulus ist dankbar für diese Gemeinde. Philippi – das ist so etwas wie seine Lieblingsgemeinde. Während es zu und mit anderen Gemeinden z.B. in Korinth auch einmal Spannungen gab, gibt es an dieser Stelle einfach nur viel Grund zur Freude. Wir dürfen sozusagen in einem fremden Freundschaftsbrief mitlesen.

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21. Sonntag nach Trinitatis 2016 Copitz, Liebethal

Liebe Gemeinde,

Unsere Welt wird immer komplizierter. Alles hängt mit allem zusammen. Die Bank, deren Zusammenbruch eine Wirtschaftskrise auslöst, macht ihre Geschäfte über ein paar Ecken vielleicht sogar mit mir, der ich nur ein bisschen Geld für meine Altersvorsorge anlegen wollte. Der Krieg irgendwo in einer staubigen Wüste hängt auch damit zusammen, dass ich die Freiheit haben möchte, mit meinem Auto überall hinzufahren und dafür das Benzin brauche, das aus dem Öl aus der staubigen Wüste gemacht wird. Der Hunger in anderen Teilen der Welt ist auch eine Folge der dauerhaften Preissenkungen bei den Lebensmittel-Discountern.

Das Böse, das mal aussieht wie das Gute. Das Böse, das verwirrt, verleumdet, verwirft, was sicher war. Das Böse, das in Unordnung bringt, so dass nicht mehr klar ist: was ist böse, was ist gut. Ein  Diabolus, ein Durcheinanderwerfer war da am Werk...

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Jazz-Gottesdienst zum Liebthaler GrundTon 2016

Liebe Gemeinde,

„Wer spärlich sät, wird nur wenig ernten. Aber wer mit vollen Händen sät, auf den wartet eine reiche Ernte.“ – Mit einer Bauernregel beginnt unser Predigtabschnitt. Bauernregeln fassen die Erfahrungen vieler Generationen zusammen, die diese mit der Natur, mit Wind und Wetter und den Gesetzen des Wachstums gemacht haben. Gutes Saatgut, zur rechten Zeit ausgebracht, garantiert eine reichliche Ernte und genügend Nahrungsmittel – so unterstellt es das Sprichwort. – So eine Bauernregel ist griffig und trifft im Großen und Ganzen zu. Aber für heute brauchen wir mehr als eine Bauernregel.

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Familiengottesdienst zum Erntedankfest Graupa 2016

Liebe Gemeinde,

Ganz am Anfang haben wir miteinander das Lied „Wir pflügen und wir streuen“ gesungen.
An einer Stelle heißt es in dem Lied: „Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.“
Um unsere Hände soll es heute zum Erntedankfest in diesem Gottesdienst gehen. Zum
Erntedankfest danken wir Gott nicht nur für das tägliche Brot. Wir danken ihm auch für alle
anderen guten Gaben, die er uns geschenkt hat. Wir danken Gott für alle guten Gaben, die wir
mit unseren Händen entgegennehmen, die durch unsere Hände gehen. Und das ist viel mehr
als nur Essen und Trinken. Unsere Hände können uns daran erinnern, wofür wir alles danken
können. Manches davon kann man gar nicht so direkt sehen.

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16. Sonntag nach Trinitaits 2016 - Liebethal, Copitz

Liebe Gemeinde,

manche Ermutigung brauchen wir immer wieder. Sie ziehen sich durch unser Leben und sie ziehen sich auch durch die Bibel. „Fürchte dich nicht“ 365 mal kommt dieser Zuspruch in der Bibel vor – für jeden Tag einmal. Auch die Menschen der Bibel brauchen Ermutigung: Abraham als er in eine neues Land aufbricht, Hagar als sie als verstoßene Ehefrau mit ihrem Sohn in der Wüste ums Überleben kämpft, das Volks Israel in vielen Prophetenworten, Maria hört ihn als ihr die Geburt Jesu angekündigt wird. Die Hirten auf dem Feld und die Frauen am Grab werden so ermutigt. Und am Ende der Bibel in der Offenbarung heißt es: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.

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15. Sonntag nach Trinitatis 2016 - Gemeindefest - DAZ-Geburtstag

Liebe Gemeinde!
„Erzählen vom Leben, was im Leben zählt“- Erzählen ist etwas unerhört Wichtiges in unserem Leben. Denn über Erzählungen nehme ich die Wichtigsten Dinge meines Lebens, die Basics – neudeutsch auf. Stellen Sie sich einmal die Zeit ohne Computer, ohne Fernsehen, vielleicht sogar ohne Bücher vor. Die Zeit, in der die Erzväter des jüdischen und christlichen Glaubens Abraham, Isaak und Jakob lebten. Sie lebten als Halbnomaden mit ihren Herden und Familie und waren immer unterwegs...Wie wird in einer solchen Gesellschaft Wissen weitergegeben? Durch Erzählen. Die Geschichten werden erzählt, immer und immer wieder. So prägen sie sich ein. So werden sie zur eigenen Geschichte. Die Nomaden sitzen also abends am Feuer oder im Zelt und erzählen ihre Geschichten Abend für Abend, Wort für Wort.

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14. Sonntag nach Trinitatis - Gottesdienst auf der Bonnewitzer Wiese - 35 Jahre Posaunenchor Graupa

Liebe Gemeinde!

Herzlich willkommen! Wir sind wieder einmal in Bonnewitz auf Gnaucks Wiese. Schön, dass auch in diesem Jahr die Kirchgemeinden Dresden-Hosterwitz und Graupa-Liebethal diesen Gottesdienst miteinander feiern! Herzlichen Dank den beiden Posaunenchören aus Hosterwitz und Graupa-Liebethal, die gemeinsam auf diesen Gottesdienst hin geprobt und gearbeitet haben und uns schon musikalisch begrüßt haben mit „Nun danket alle Gott“  von Johann  Pachelbel. Herzlich willkommen auch an Pfarrerin Birkner-Kettenacker! Schön, dass es heute geklappt hat, dass Sie bei diesem Gottesdienst auf der Bonnewitzer Wiese dabei sein können und die Predigt dieses Gottesdienstes halten werden. Herzlich willkommen Ihnen allen aus nah und fern!

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13. Sonntag nach Trinitatis 2106 Familiengottesdienst zum Schulbeginn mit Taufen in Liebethal

21.08.2016

Ja, liebe Kinder, in jedem von euch steckt ein Geheimnis, das sich im Laufe eures Lebens entfaltet.

Und wir alle sind ganz gespannt darauf, was einmal aus euch werden wird: ob ihr gut lesen oder gut rechnen könnt, ob ihr kleine Künstler seid oder große Sportler. Ich bin sicher, dass in jeder und jedem von euch ein Geheimnis steckt.

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12. nach Trinitatis 2016 - Gottesdienst zum Ortsfest Graupa

Liebe Gemeinde,

Die Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und warum nicht ein 666.Geburtstag eines Ortes. Feiern heißt doch: das Leben schätzen mit allem was dazugehört. Ein Fest, eine Feier stärkt die Gemeinschaft, läßt uns entdecken, wie schön das Leben ist rund um uns, zusammen mit den Menschen, die mit uns leben, eingebettet in eine generationenumgreifende Geschichte und eine wunderbare Schöpfung. Die Sicht auf Zahlen ist sehr verschieden.

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11. Sonntag nach Trinitatis 2016 Pirna St. Marien

Liebe Gemeinde,

Plötzlich ein anderer Mensch werden – wie wäre das? In den Medien gibt es solche Geschichten: Ein Patient bekommt ein fremdes Herz implantiert und überlegt, ob er jetzt andere Züge in seiner Persönlichkeit entdeckt. Ein Prominenter stellt sein Leben um, treibt z.B. Sport, verändert seine Ernährung usw. Ein junger Mensch schließt sich einer extremen Gruppierung an und bricht mit seinem bisherigen Leben – Das alles sind eher die Ausnahmen.

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10. Sonntag nach Trinitatis 2016 Copitz, Liebethal

Liebe Gemeinde,

manchmal ist es sehr schwer, die Wahrheit oder zumindest die Wahrheit für sich selbst zu finden. Ganz schnell sind wir dabei bei dem großen Schlagwort Toleranz, das von tragen, ertragen kommt. Das heißt: Das anders sein des anderen zu tragen, zu ertragen ist kein Kinderspiel, sondern das kann an die Grundsubstanz unseres Lebens gehen. Paulus liefert uns dafür ein Beispiel. Er ringt mit sich selbst: Was ist denn nun mit dem Volk  Gottes, zu dem er selbst gehört? Warum kann es in dem Juden Jesus nicht den Messias sehen? Gilt diesem Volk noch die Zusage Gottes? Im Römerbrief arbeitet er sich an dieser Frage ab und insbesondere in den Kapiteln 9 bis 11.

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9. Sonntag nach Trinitatis 2016 Pirna St.Marien

Liebe Gemeinde!

„Das hat mich völlig aus der Fassung gebracht!" - so sagen wir manchmal. So sagen wir bei einem unerwarteten Ereignis (einem Unfall, einem Todesfall). So sagen wir, wenn uns jemand in unverschämter Weise kommt und wir gar nicht in der Lage sind, zu reagieren. So sagen wir, wenn die Werte, von denen unser Leben eingefaßt ist, durcheinander geraten.

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5.Sonntag nach Trinitatis 2016 Graupa

Liebe Gemeinde,
es gibt Momente, in denen wir unsere Gefühls- und Gedankenlage nur schwer auf einen Nenner bekommen. An diesem Sonntag haben in Sachsen und einigen anderen Ländern die Sommerferien begonnen, andere freuen sich darauf: Sommer, Leichtigkeit, Badesee und Urlaub in der Nähe, in der Ferne oder in Balkonien. Und auf der anderen Seite machen uns schwerwiegende politische, ja weltpolitische Entwicklungen Sorgen. Am vergangenen Freitag hat eine Mehrheit von 51,9 % der britischen Bürger dafür gestimmt, das Großbritannien die Europäische Union verläßt, was noch nicht abzuschätzende Wirkungen für Politik, Wirtschaft und Kultur diesseits und jenseits des Ärmelkanals haben wird. In einer solchen Situation wünscht man sich eine überquellende Schale von Weisheit und Vernunft, die Gott über Bürger, Politiker, Meinungsverfechter und Rechthaber ausschütten möge, damit alle Beteiligten erst einmal innehalten, einander zuhören und mit Weisheit, Verstand und Augenmaß ihr Gespräch fortsetzen. Kurz gesagt: Gott, wirf Hirn vom Himmel!

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Johannisandacht 2016 - Liebethal

Liebe Gemeinde!

Am Johannistag steht jemand im Mittelpunkt, der selber nie Mittelpunkt stehen wollte: Johannes der Täufer. Er war ja nur der Vorläufer von dem, auf den es wirklich ankommt.  Das ist wie bei der Tour de France oder der Sachsen-Tour.  Da kommen erst ein Haufen Autos und Motorräder, eine Menge Polizei und was weiß ich. Wer will, der konnte man schon mal Probe winken.  Aber die kamen nur, um zu schauen, dass der Weg frei ist und um alles vorzubereiten für die eigentlichen Teilnehmer der Tour.  Das, was da vorneweg kam, waren nur die Vorläufer bzw. Vorfahrer, und der Applaus war entsprechend mäßig bzw. kam gar nicht.  Die Hauptsache waren die Radsportler.  

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4.Sonntag nach Trinitatis Ökumenischer Gottesdienst zum Stadtfest

Ach in meinem Herzen ist eine solche Sehnsucht, dass es mir wirklich besser geht.“ sagt sich Peter Munk, der Kohlenmunk-Peter. „alle anderen sind viel angesehener, diejenigen, die einen guten Job haben: die Glasmänner, die Uhrmacher, die Flözer und selbst die Musikanten.“ Drei Leute bewundert er besonders: Den dicken Ezechiel, weil er so ungeheuer reich war, den langen Schlurker, ein kühner Kerl, der sich nichts bieten läßt und den Tanzbodenkönig, weil der so toll tanzt und so weltgewandt ist. Seine drei „Helden“ haben zwar gewaltige Fehler, weil ihnen andere Menschen und ihr Leid völlig egal sind. Aber das sieht Peter nicht, noch nicht. An seinem eigenen Leben sieht er nichts Gutes.

Ja, liebe Gemeinde, auch in unseren Herzen regt sich so manche Sehnsucht.

Hier gibt es ein Video vom Ökumenischen Stadtfestgottesdienst Pirna 2016

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1. Sonntag nach Trinitatis 2016 Copitz - Liebethal

29.05.2016

Liebe Gemeinde!

Gott ist die Liebe – dieser Satz hat im Umfeld von Kirche nicht gerade einen hohen Überraschungsfaktor. Und wenn vom „lieben Gott“ geredet wird, dann holt mancher schon tief Luft oder bekommt gar richtigen Zorn. Ist denn Gott nur lieb und muß er das sein?
Über Liebe wird schrecklich viel Triviales und Banales gesagt. Es ist ein geschundenes und vernutztes Wort, das sich in keiner Weise gegen seine Verkitschung und Vermarktung wehren kann, dem eine Abstinenz gut tun würde.

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Konfirmation 2016 Graupa

22.05.2016

Liebe Festgemeinde,
liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
„Der tut ihnen nichts, der will nur spielen!“ so sagen Hundebesitzer gegenüber ängstlichen Passanten. „Die tun ihnen nichts, die wollen nur spielen!“ – Trifft das auch auf Christen zu? Christen sind harmlos? –
Sind Christen harmlos? – Überhaupt nicht, wenn wir sehen, das Menschen aus dem Glauben heraus in Bewegung gesetzt haben, dann ist das Gegenteil klar: Jesus, der Begründer unseres Glaubens war nicht harmlos und die ihm nachfolgen auch nicht, sie haben immer wieder für Veränderung gesorgt.

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Konfirmandenabendmahl 2016 Liebethal

21.05.2016

Liebe Gemeinde,
Wenn in einer jüdischen Gemeinde das Passahmahl gefeiert wird, dann fragt das jüngste Familienmitglied eine Reihe von vorgeschriebenen Fragen:
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In allen anderen Nächten können wir Gesäuertes und Ungesäuertes essen, in dieser Nacht nur Gesäuertes
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In an allen anderen Nichten essen wie beliebige Kräuter, in dieser Nacht nur Bitterkräuter
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In an allen anderen Nächten essen wir frei sitzend oder hingelehnt, in dieser Nacht nur links angelegt.
Das Familienoberhaupt gibt auf diese Fragen Antworten, die mit der Entstehung des Passahmahls, mit der Geschichte vom Auszug aus Ägypten zusammenhängen.

Genauso fragen wir uns als Christen - zum Beispiel in der letzten Stunde des Konfirmandenunterrichts was unterscheidet dieses Brot beim Abendmahl von allen anderen Brot? Was unterscheidet den Wein oder Traubensaft beim Abendmahl von allen anderen Getränken?

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Familiengottesdienst Pfingsten 2016 Graupa

15.05.2016

Liebe Gemeinde,
heute zu Pfingsten, dem Geburtstag der Kirche geht um die Taube. Sie ist für die Kirche, die Gemeinde ziemlich wichtig. Vielleicht finden Sie gar nicht so viel an einer Taube. Aber die Taube begegnet uns an vielen Stellen: in Märchen, Geschichten, in der Kunst, im Alltag natürlich und auch in der Bibel. Warum die Taube eine wichtiges Zeichen ist am Geburtstag der Kirche - dazu wollen wir heute einiges entdecken.

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Exaudi 2016 St.Marien, Zuschendorf

07.05.2016

Liebe Gemeinde,
dieser Bibelabschnitt ist ein Gebet und ein Lob Gottes angesichts seines Geheimnisses. Es ist ein stiller Text. Es sind Worte und eine Stimmung darin, die uns nach unserm Inneren fragen, nach unserem inneren Menschen. Um diesem Text näher zukommen, brauchte man eine Zeit des Schweigens, des Nachdenkens, leise, meditative Musik. Ich bin sehr dankbar für diesen Bibeltext obwohl er mir anfangs Schwierigkeiten, Probleme bereitet hat. Wir werden gefragt nach unserem inneren Menschen und das kommt manchmal in so einem Moment, wo gerade viel äußerer, äußerliche Dinge einen in Anspruch nehmen. Und plötzlich heißt es: Halt, komm zur Ruhe, komm zur Mitte! Was gibt dir Halt in deinem Leben? Worüber könntest du jubeln? Worüber kannst du Staunen? Was hält dich in jeder Lebenslage? Gibt es ein Geheimnis?

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Himmelfahrt 2016 Liebethal

05.05.2016

Liebe Gemeinde,
Was steht ihr da und seht gen Himmel? Der heutige Feiertag stellt und schon vor einige Fragen – das sagen mit einem etwas vorwurfsvollen Ton zwei engelsgleiche Gestalten zu den Männern aus Galiläa, zu den Jüngern Jesu. Die Bilder, die uns Lukas durch seine Erzählung vor Augen malt und die in der Kunstgeschichte dann in verschiedenster Weise aufgenommen wurden, bringe für uns schon einige Fragen mit sich, wenn es um dieses Fest Christi Himmelfahrt geht.
Was feiern wir zu Himmelfahrt?

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Rogate 2016 Graupa Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

01.05.2016

Liebe Gemeinde,
unsere Welt wird immer bunter, nicht nur im Blick auf Warenwelt, Mode oder Internet, sondern auch wenn es um die Vorstellungen zu unserem Leben geht. Wir leben in Europa, aber unsere Vorstellungs- und Gedankenwelt ist von Überzeugungen aus fast allen Kontinenten geprägt. Unsere Kultur und Lebensweise ist von der Gedankenwelt des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt – keine Frage. Aber darin finden sich auch Einflüsse aus ganz anderen Kulturkreisen.
Das ist kein Grund zur Ängstlichkeit, wie er uns von denjenigen vorgeführt wird, die gern das christliche Abendland für sich reklamieren, aber davon oftmals herzlich wenig wissen. Wenn wir gerade in den letzten Jahren öfter Menschen begegnen, die aus einem ganz anderen kulturellen und auch religiösen Zusammenhang kommen, dann ist es umso mehr Grund, nach den eigenen Wurzeln im Leben und im Glauben zu fragen.

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Kantate 2016 - Pirna St.Marien, Zuschendorf

24.04.2016

Liebe Gemeinde!
Kantate - "Singt" - so heißt dieser Sonntag. Das Singen gehört zu unseren Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen. Die Kirchen sind bald die einzigen Orte, in denen heute noch öffentlich gesungen wird. Das Singen gehört, so könnte man sagen, zu den Grundäußerungen des Christseins und hat wie das Gebet einen speziellen Ort im Kirchenjahr zugewiesen bekommen: den Sonntag Kantate: Singt. Mit dieser Aufforderung beginnt der Wochenpsalm: „Cantate Domino canticum novum"- Singt dem Herrn ein neues Lied. (Psalm 98,1).

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Misericordias Domini 2016 - Liebethal, Copitz

10.04.2016

Liebe Gemeinde,
Über unser ganzes Leben hinweg haben wir Wegbegleiter. Manche sind einfach da: Eltern, Geschwister. Andere Wegbegleiter suchen wir uns. Die Zahl der Wegbegleiter wechselt. Von unserer Kindheit an nimmt die Zahl der Wegbegleiter zu. Zu Eltern und Geschwistern kommen die Kinder aus dem Kindergarten, der Schule, Freunde, Lehrer usw. Irgendwann kommt der Lebenspartner dazu oder die eigene Familie. Im mittleren Lebensalter sind Wegbegleiter vielleicht vor allem als Korrektiv, wichtiger Gesprächspartner. Im Alter geht die Zahl der Wegbegleiter wieder ein Stück zurück. Gleichaltrige sind nicht mehr da, die Kraft, um eine große Zahl von Kontakten zu halten, nimmt ab. Wir haben Wegbegleiter, die einfach da sind und solche, die wir uns suchen und für Christen kommt eines hinzu: Ein wichtiger Wegbegleiter ist Gott selbst, der seit unserer Taufe Ja zu uns gesagt hat und Jesus Christus, in dem uns Gott nahe, menschlich begegnet ist. Wir gehören zu ihm. Er ist für uns da. Er begleitet und schützt uns.

Familiengottesdienst Graupa - Quasimodogeniti

03.04.2016

Liebe Kinder, liebe Gemeinde,
Wir begrüßen Sie herzlich zu diesem Familiengottesdienst. Ganz besonders freuen wir uns über die Kinder, die zu ihrer Tauferinnerung gekommen sind. Damit sind wir schon beim Thema dieses Gottesdienstes:
Im Mittelpunkt steht die Taufe. Die Taufe von Jesus und unsere eigene Taufe. Wir wollen uns daran erinnern und alle sind eingeladen, daran Anteil zu nehmen.

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Ostersonntag 2016 Liebethal

27.03.2016

Liebe Gemeinde,
Ein ausgepustetes Ei ist immer ein besonderes Ei. Es ist innen hohl – leer. Es erfordert eine gewisse Kunstfertigkeit, es herzustellen. Das ausgepustete Ei erinnert uns vor allem an das Grab, das Maria und Maria Magdalena aufsuchen: Das Grab ist leer. Jesus ist nicht mehr darin zu finden.
Das ausgepustete Ei ist innen auch leer. Es ist im besonderen Maße ein Symbol für das leere Grab. Ein Ei im Allgemeinen, aber ein ausgepustetes Ei im Besonderen, ist sehr zerbrechlich. Schon ein leichter Zusammenstoß mit etwas Hartem kann die Schale zerspringen oder zerbrechen lassen. Das erinnert uns an die Zerbrechlichkeit von Leben überhaupt.

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Osternacht 2016 Graupa

27.03.2016

Liebe Gemeinde,
um den frühen Christen nahezubringen, was es mit der Auferstehung auf sich hat, braucht Paulus das Bild vom Weizenkorn: Schaut her: Ihr legt ein Weizenkorn in den Schoß der Erde und dort stirbt es. Aber es vergeht nicht, sondern es bringt viel Frucht. So verhält es sich auch mit der Auferstehung Jesu. Er ist am Kreuz gestorben. Sein Leichnam wurde tief in die Erde gelegt. Doch ist aus seinem Tod neues Leben erwachsen. Und bringt Frucht hundertfältig, tausendfältig.
Ob den Korinthern diese Argumente genügt haben?

Predigt-2016-03-27_Osternacht.pdf

Osterblasen 2016 Graupa

26.03.2016

Liedfolge und Texte des Ephoralen Osterblasens auf dem Graupaer Friedhof

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Karfreitag 2016 - Graupa Kreuzandacht

25.03.2016

Liebe Gemeinde,
Mit Jesus den Kreuzweg gehen heißt nicht nur, sein Leiden und Sterben zu betrachten, sondern auch seine Wege, die er im Leben ging, bis sie ihn in den Tod führten. Wieviele Wege muss ein Mensch gehen, bevor er seinen letzten geht und zu seiner wahren Bestimmung findet? Wieviele seiner Wege sind Kreuzwege, nicht nur weil sie durch zahlreiche Kreuzungen im Leben führen, sondern auch, weil sie ihn an ein Kreuz bringen, an dem er hilflos ausgestreckt ist, sich nicht mehr bewegen kann – körperlich oder auch seelisch? Wieviele Wege sind nötig, um etwas zu bewegen, um Veränderungen zu schaffen, um den Himmel auch auf der Erde aufgehen zu lassen? Gehen wir unsere Wege mit Jesus Christus, der uns gerufen hat, ihm nachzufolgen. Wie verschlungen sie auch sein mögen, welche Umwege, Irrwege Abwege wir auch gehen, welche Ausweglosigkeiten wir erleben müssen: Am Ende werden wir erkennen, dass doch unser Weg in seinen mündet.

Predigt-2016-03-25_Kreuzandacht.pdf

Karfreitag 2016 Abendmahlsgottesdienst Liebethal

25.03.2016

Liebe Gemeinde!
Das ist einer der bekannten und großen Karfreitagstexte unserer Kirche. Die christliche Botschaft ist knapp zusammengefasst:„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Jahrhundertelang war hier für jeden Christen in Europa oder auf der ganzen Welt klar, wovon Paulus hier redet: Jesus Christus hat durch seinen Tod am Kreuz alle Sünde der Welt durchgestrichen und für jeden, der darauf vertraut den Zugang zu Gott geschaffen. Das hat Jesus Christus stellvertretend für uns getan : Versöhnung.

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Gründonnerstag 2016 Tischabendmahl

24.03.2016

Liebe Gemeinde,
Heute erinnern wir uns an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngerinnen und Jüngern. Und mit unserer Erinnerung und der Feier des Abendmahles verwurzeln wir uns noch tiefer in der Geschichte des Volkes Israel, von der aus Gottes Geschichte mit den Menschen fast vier Jahrtausende umspannt.
So wie wir uns an jenen letzten Abend Jesu mit den Seinen erinnern, denken Juden seit jeher an jenen besonderen Abend, bevor das Volk Israel aus Ägypten auszog. Und wie am letzten Abend Jesu kommt in der Erinnerung alles zusammen: das Gefühl der Gefährdung, das Vertrauen auf Gottes Mitgehen und das Erlebnis stärkender Gemeinschaft.

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Palmarum 2016 Copitz, Graupa

20.03.2016

Aufstieg oder Abstieg, oben oder unten, Hopp oder Topp darum geht es öfter in unserem Leben. Das beginnt schon gleich nach der Geburt. Junge Eltern wollen das Beste für ihr neugeborenes Kind, damit es sich glücklich und zufrieden entwickeln kann, damit es die besten Entwicklungschancen bekommt. Also haben Sie sich kundig gemacht über die richtige Lager- oder Tragetechnik, die richtige Ernährung, die beste Erziehung, den entsprechenden Platz bei Tagesmutter oder in der Kita mit dem richtigen Konzept. Und dann geht dieser Weg weiter: Die richtige Schule finden, die richtige weiterführende Schule finden. Alles daran setzten, das das eigene Kind seinen Fähigkeiten entsprechend umfassend gefördert wird – schulisch und außerschulisch: Sport, Musikschule, Freizeitangebote und gegebenenfalls auch Nachhilfestunden.

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Sonntag Judika 2016 Kirchgemeindehaus Pirna - Zuschendorf

13.03.2016

Liebe Gemeinde,
in der Passionszeit wechseln die Bilder, die uns vor Augen gestellt werden. Aber alle diese Bilder haben einen ernsten Grundton. Der vergangene Sonntag Lätare - Freut euch mit Jerusalem – ließ ein Stück Vorfreude auf Ostern anklingen. Das Motto der Evangelischen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne Enge“ lädt uns ein, Verzicht als Befreiung von Zwängen, von Enge zu entdecken. Aber heute am Sonntag Judika „Gott, schaffe mir Recht!“ Psalm 43,1“ wechselt der Blick zu Jesus im Bild des Leidens, des Gehorsams und des Dienens. Von Bitten, Flehen, Tränen und lautem Schreien ist da die Rede. Chorsänger, die in diesen Wochen die Choräle der Matthäus- oder Johannespassion proben und damit auch für sich selbst meditieren, haben die Bilder eines tiefste Tiefen durchleidenden und zugleich eines von Gewißheit getragenen Christus vor Augen, der seinen Kreuzweg geht

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Sonntag Lätare 2016 Kantatengottesdienst Graupa

06.03.2016

Liebe Gemeinde,
einen dichten, von persönlicher Erfahrung durchtränkten Bibeltext haben wir vorhin als Epistellesung gehört. Paulus spricht von Trost. Zehnmal taucht dieses Wort in den wenigen Versen auf. Paulus wendet es hin und her nach verschiedenen Richtungen. Er wiederholt das Wort wie in einer Arie. Es geht um ihn selbst, um die anderen und um Gott. Paulus buchstabiert den Trost durch. Gelobt sei Gott, der uns tröstet in aller unserer Trübsal.

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Sonntag Okuli - Abschluss der Bibelwoche

28.02.2016

Liebe Gemeinde,
noch einmal nimmt der Prophet einen Blick in die Zukunft vor. Und in diesem Fall ist es auch Sacharja selbst und nicht einer seiner Schüler, denn das, was er anzusagen hat, das liegt für ihn und seine Zuhörer wirklich noch in der Zukunft. In den verschiedenen Visionen und Zukunftsansagen war von der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft, vom Bau des Tempels, vom Wohnen Gottes in seinem Volk schon die Rede. Die Rückkehr des Volkes Israels oder zumindest weiter Teile seines Volkes hat Sacharja noch erlebt, aber die Einweihung des Tempels wohl nicht mehr, denn sie befindet sich für ihn noch in der Zukunft.

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Sonntag Reminiscere 2016 Graupa - Copitz

21.02.2016

Liebe Gemeinde!
Beim ersten Lesen des Predigttextes hatte ich das empfinden: Ja, das ist alles richtig. Das bestimmt die Mitte unseres Glaubens, und gerade unseres reformatorischen Glaubens. Wir haben Frieden mit Gott durch den Glauben. Wir stehen in der Gnade. Gottes Geist in unsere Herzen ausgegossen.
Beim zweiten Lesen fiel mir auf: Was heißt das „Frieden mit Gott“ für Menschen, denen nicht nur der Frieden mit Gott, sondern Gott selbst abhanden gekommen ist. Freilich begegne ich hier im Gottesdienst Menschen, denen Gott etwas bedeutet, denen Gott wichtig ist. Aber ist nicht trotzdem das einfache Nachsprechen biblisch vollmundiger Sätze in der Gefahr, Dinge nachzusprechen, die wir gar nicht mehr im Inneren nachvollziehen?

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Sonntag Sexagesimä 2016 - St.Marien, Zuschendorf

31.01.2016

Liebe Gemeinde!
Auf der Suche nach Weisheit: Ich bin öfter in Altersheimen unterwegs, zum Gottesdienst, zu Besuchen. Ich schaue da in viele Gesichter: müde, verschlossene Gesichter, die scheinbar in eine Welt blicken, die ich nicht kenne. Zufriedene Gesichter, auch wache Gesichter. Und manchmal sind die Augen auch geschlossen. Ist da jemand in einer anderen Welt? Gerade dann, wenn ich denke: Das ist hier alles vergebens und du hast die falsche Predigt mit, Dinge, die hier niemand ansprechen, gerade dann werde ich überrascht. „Danke für die Predigt. Das tut immer so gut.“ „Kommen Sie gut nach Hause.“ In manchen dieser Gesichter ist viel mehr Weisheit als derjenige in Worten von sich gibt. Von den Bewohnern der Altersheime habe ich schon manches gelernt: Nimm dich und dein Lebenswerk nicht so wichtig! Nach uns kommen weiter Generationen. Freu dich an den kleinen Dingen! Den Weg, den du mit dem Rolltaor doch noch geschafft hast, den Menschen, der sich deinen Namen gemerkt hat, den Sonnenschein draußen!

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Sonntag Septuagesimä 2106 - Graupa

24.01.2016

Liebe Gemeinde!
Wenn ich Sonntagsmorgens zum Gottesdienst fahre, dann sind nicht sehr viele Leute unterwegs: Die Sozialstationen versorgen ihre Patienten, ein paar früher Ausflügler und Sportler, die zu einem Wettkampf müssen. Großraumlimousinen oder Kleinbusse mit Fußballern, Handballern, Kletterfreunden, Wintersportlern oder Schwimmern usw. Sie opfern den freien Sonntag und noch ein ganze Stück mehr Zeit, um ihrer Passion nachzugehen.
Gesund zu bleiben, für den eigenen Körper etwas zu tun und außerdem noch ein bestimmtes Ziel zu erreichen, das ist heute für viele Menschen wichtig. Die Zahl der Fitness-Studio-Besucher ist sicher höher als die der Gottesdienstbesucher. Im Hintergrund geht es dabei auch um viel Geld. Aber das ist noch einmal ein zweites Thema.
Ein Gedanke zieht aber heute wieder ein: Körper und Seele, Außen und Innen gehören zusammen, sind nicht zu trennen.

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1. Sonntag nach Epiphanias - Empfang der Sternsinger

10.01.2016

Liebe Kinder, liebe Gemeinde!
Auf dem Plakat der Sternsingeraktion steht das Wort Respekt ganz groß neben den beiden Kindern. Was ist eigentlich eine „Respektsperson“? Wir meinen damit normalerweise Menschen, die ein bestimmtes Amt oder einen Beruf ausüben, dem wir mit Respekt begegnen, zum Beispiel Po-lizisten oder Lehrer – oder unsere Bundeskanzlerin. Ich vermute, niemand von Ihnen oder von euch würde auf die Idee kommen, Kinder als „Respektspersonen“ zu bezeichnen … Warum eigentlich nicht? Warum sollen Kinder keine Respektspersonen sein? Respekt! – Die Heiligen Drei Könige haben es uns vorgemacht: Sie sind vor dem kleinen Kind in der Krippe auf die Knie gefallen, einem Baby haben sie, die „großen Männer“, ihren ganzen Respekt gezollt. Weil sie Gott selbst in diesem kleinen Kind erkannten.

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2.Sonntag nach dem Christfest 2016

03.01.2016

Liebe Gemeinde,
Weihnachten ist vorbei. Silvester auch. Der ganz normale Alltag hat uns ab morgen wieder. Wir stehen in einem neuen Jahr und versuchen jetzt immer die Jahreszahl 2016 zu schreiben. Was wird das für ein Jahr werden? Gehen wir optimistisch, verhalten-optimistisch oder gar pessimistisch dieses neue Jahr an? Die allgemeine Stimmung in Deutschland ist eher etwas verhalten. Sicher: die Wirtschaft läuft gut. Die Deutschen sind fleißig. Die Ölpreise niedrig. Die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie seit 24 Jahren nicht. Man rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 bis 2 %. Die Furcht vor Terroranschlägen und die Frage, ob und wie Deutschland die Flüchtlingsfrage und deren Integration bewältigt, trübt die Stimmung etwas ein. Und schließlich ist in den letzten reichlich zwei Jahrzehnten der Wohlstand fortlaufend gewachsen, so daß auch die Angst vor Wohlstandsverlust und sozialem Abstieg eine größere Rolle spielt. Also: Mit welcher Stimmung mit welcher Botschaft gehen wir dieses neue Jahr an?

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Altjahresabend 2015, Liebethal, Graupa

31.12.2015

Liebe Gemeinde!
Der Silvesterabend, wenn wir ihn zusammen in einer Kirche feiern, bringt eine eigenartige Stimmung zutage. Rückblick und Ausblick und die verstrichene und verstreichende Zeit sind selten so deutlich zu spüren. Die letzten Wochen des Jahres sind die Zeit der Rückblicke und Jahreszusammenfassungen in allen Fernsehprogrammen, in den Zeitungen, in den Medien. Welche Ereignisse haben uns bewegt? Welche Menschen waren in den Schlagzeilen? Welche Probleme haben und nicht losgelassen? Wofür sind wir besonders dankbar?

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Festgottesdienst 2.Christtag Liebthal 2015

26.12.2015

Liebe Gemeinde,
Was wäre ein Weihnachtsgottesdienst ohne das Lied „O du fröhliche"? Es würde Vielen etwas fehlen, wenn dieses Lied nicht erklingen würde. In unseren Gottesdiensten wird es allein dreimal gesungen. Vor einigen Jahren oder Jahrzehnten gab es da erbitterte Diskussionen: „O du fröhliche „ und „Stille Nacht“ das wären so ziemlich die schlimmsten, seichtesten, abgesungensten Lieder, die mit Kitsch, Kommerz und Kaufhaus zu tun haben, aber eben keine Glaubenslieder sind. Da gab es manche Bemühungen, diese Lieder aus den Gottesdienst ganz zu verbannen.

Die Weihnachtsfreude bei Swing, Latin, Reggae und Samba spüren kann man bei diesem
Festgottesdienst der besonderen Art. Dafür wurden die Weihnachtschoräle entsprechend bearbeitet und so mischen sich bekannte Melodien mit „fremden“ Rhythmen. Das lässt die Weihnachtsfreude musikalisch erst richtig lebendig werden.

Es musizieren:
Margret Hönisch – Gesang
Volker Sippel – Gitarre, Saxophon
Christian Helm – Piano
Ulrich Hofmann – Bass
Armin Groß – Schlagzeug

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Festgottesdienst 1.Christtag Graupa 2015

25.12.2015

Liebe Gemeinde,
Weihnachten ist eine großartige Zeit zum Reden und Erzählen. In diesen Tagen, an denen die Uhren etwas langsamer lauen, in denen alle und alles etwas ruhiger läuft, ist einmal mehr Zeit, zum Reden und Erzählen. Reden und Erzählen ist etwas anders, als der Informationsfluss der Medien, mit dem wir zugeströmt, zugestreamt werden. Dieser Informationsfluss ergießt sich weiter in die Kanäle der Fernsehsender und in die Datenleitungen der Netze, auch wenn auf der anderen Seite keine oder keiner mehr richtig zuhört, zuschaut oder liest.
Das Besondere beim Erzählen ist,...

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Christnacht Graupa 2015

24.12.2015

Liebe Gemeinde,
in seinem Roman »Der Tod und ich, wir zwei« beschreibt Arnold Stadler,
wie in einem eleganten deutschen Seniorenheim, einem Wohnstift, Weihnachten gefeiert werden soll.
Da das Haus »weltanschaulich neutral« ist, d.h. also keine Kapelle hat, (dafür aber eine Filiale einer großen deutschen Bank)
kann man sich nicht auf ein gemeinsames Weihnachtslied verständigen.
Nicht einmal „Leise rieselt der Schnee“ ist möglich, da ja bekanntlich in der dritten Strophe das „Christkind“ auftaucht.
Schließlich einigt man sich auf „O, Tannenbaum“. Das ist weltanschaulich neutral und allgemein bekannt,
also können es alle mitsingen. Punkt und ohne Kommentar.

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Christvesper III Graupa 2015

24.12.2015

Liebe Gemeinde,
Zu Weihnachten hat die Post Hochkonjunktur. Niemals sonst im Jahr werden so viele Briefe geschrieben, verschickt und gelesen. Manche Post kommt schon vor dem Fest und manche punktgenau am Christfest selbst. Buntes, Glänzendes ist dabei und eine handgeschriebener Brief mit einer schon etwas zittrigen Schrift. Die Krankenkasse, Bank und Versicherung wünschen gesunde und geruhsame Tage und wir ahnen schon die geschäftliche Absicht die dahinter steht. Aber besonders freuen wir uns über Briefe, die Persönliches enthalten: Gedanken, Geschichten aus dem zuende gehenden Jahr. Trauriges und Erfreuliches übermittelt uns der Briefschreiber und wir lesen Worte, die uns sagen: Ich denk an Dich, ich mag dich, ich hab dich lieb, du bist mir wichtig.

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Christvesper II Graupa 2015

24.12.2015

Liebe Christvespergemeinde,
am Heiligabend, zu Weihnachten soll alles möglichst harmonisch verlaufen. Kein Stress, keine un-liebsamen Störungen, keine unbequemen Fragen. Wir wissen, was wir wollen.
Auch Josef hatte sich alles so schön gedacht: Seine Arbeit, bei der das Geschäft brummt, ein paar Kinder mit seiner jungen Frau Maria, ein Häuschen in Nazareth, nichts Extravagantes – ein ganz normales und ruhiges Leben. Aber dann bekommt die heile Welt Risse: Als er erfährt, wie die anderen sich über seine Maria Gedanken machen, die Frauen auf dem Markt, die Männer, die er für seine Freunde hält.

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Christvesper I Graupa 2015

24.12.2015

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,
liebe Gemeinde,
die Maria in unserem Krippenspiel sagt es ganz deutlich: sie kann nicht mehr und sie will auch nicht mehr.
Sicher ging es der Mutter Jesu genauso oder zumindest ähnlich.
Dieser Weg von Nazareth nach Bethlehem war einfach sehr schwer für eine Frau, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht.
Welche Erwartungen wird sie gehabt haben? Ob sie sich auch so schnell mit dem Stall als Lager für die Nacht der Geburt abgefunden hat wie Josef und Maria hier in unserem Spiel?

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Christvesper Liebethal 2015

24.12.2015

Liebe Gemeinde heute am Heilig Abend in Liebethal,
Wir war´n dabei! Und kehr´n zurück
- mit Wissen von dem Menschensohn,
den Gott uns schickt von seinem Thron,
zu bau´n ein Himmelreich auf Erden
wir werden alle glücklich werden…

Der Schluss des Krippenspiel klingt ein bißchen wie im Märchen: und sie lebten glücklich bis an ihr Ende! Aber die Weihnachtsgeschichte, so wie sie Lukas erzählt und so wie ihr, die Krippenspieler, sie uns vor Augen geführt habt, ist eben kein Märchen. Eins hat sie mit dem Märchen gemeinsam: Sie geht gut aus!

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Christvesper 23.12.2015 Diakonisches Altenzentrum Graupa

23.12.2015

Liebe Christvespergemeinde hier im Diakonischen Altenzentrum,
Weihnachten lebt von der Wiederholung. Auch unsere Christvespern werden nicht von Jahr zu Jahr auf den Kopf gestellt. Das Krippenspiel ist freilich jedes Jahr ein anderes. Der Gottesdienst am Heilig Abend ist auch nicht zum Überraschungsangriff geeignet. An Heilig Abend treten wir in eine Erinnerungslandschaft hinein. Jahre und Jahrzehnte werden wieder aufgerufen oder spielen in der Atmosphäre dieses Abends eine Rolle - in der Musik, in den bekannten Worten, die Wiederkehren. In alle den Bewegungen und Veränderungen, die uns das ganze Jahr beschäftigen, soll dieser Abend der Fels in der Brandung sein.

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4. Advent 2015 Liebethal

20.12.2015

Liebe Gemeinde,
Alle Jahre wieder Freude. Weihnachtsfreude breitet sich über das ganze Land aus. Man mag darüber streiten, wie ehrlich und wahrhaftig sie gemeint ist und wer von denen, die mitmachen noch wissen, worum es geht. Aber erst mal gibt es in dieser Zeit eine besondere Wärme und Fröhlichkeit. Auch das Bewusstsein, dass jemand oder etwas vor der Türe steht, der die Freude weiter steigern wird. Und sogar die Bereitschaft, „Güte“ zu zeigen oder anderen eine Freude zu machen – etwa, indem für Menschen in Not gespendet wird – wächst. Man wendet sich anderen zu – zum Beispiel, indem Geschichten vorgelesen oder erzählt werden. Geschichten, in denen die besondere Freude dieser Zeit zum Ausdruck kommt. Dietrich Mendt (1926-2006, Pfarrer, Studentenpfarrer und Oberlandeskirchenrat für Gemeindeaufbau unserer Landeskirche) erzählt, wie es zur Erfindung der Weihnachtsfreude kam:

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3. Advent - Graupa 2015 Gottesdienst mit Vokalensemble

13.12.2015

Liebe Gemeinde,
zählen sie noch oder warten Sie schon? Erst eins, dann zwei, dann drei … oder mit dem Adventskalender: dreizehn von vierundzwanzig., also noch elf Tage bis Weihnachten. Was löst diese Taktung bei Ihnen aus? Gespannte Vorfreude, „wann ist es endlich so weit?“ oder leichte Panik, weil die Vorbereitungen, die bis dahin erledigt sein sollen, noch nicht weit genug gediehen sind? Und wie stehen wir am Ende da, nach all den Vorbereitungen? Hat der Heilige Abend noch dieses besondere Leuchten und ein besonderes Geheimnis?

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2. Advent Liebethal 2015

06.12.2015

Liebe Gemeinde,
an einem Adventssonntag erhoffe ich mir in einem Gottesdienst ein Wort, das mir hilft, mich, meine Welt, die Zeit besser zu verstehen und dort, wo es möglich ist, sie positiv zu beeinflussen. An einem Adventssonntag erhoffe ich mir aber auch ein Wort, das auf die Zeit und wie wir mit ihr umgehen, ein neues Licht wirft. Advent heißt bekanntlich Ankunft. Gleich viermal wird dieses Thema in unserem Gottesdiensten variiert. Am 1.Advent steht die Ankunft Jesu im Mittelpunkt, am 2.Advent die Wiederkunft Jesu, am 3.Advent Johannes der Vorläufer Jesu, am 4.Advent die nahende Freude.Ankunft heißt: Der, auf den da gewartet wird, ist noch nicht da.

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1. Advent Familiengottesdienst Graupa 2015

29.11.2015

Ohren auf!
Liebe Gemeinde,
ein Mensch, der es gut mit mir meinte, hat mir diese kleinen Ohrenstöpsel geschenkt (zeigen). Wir befanden uns auf einer Zugfahrt. Das Abteil war voller Menschen. Er ging mit einer Tüte – voll mit diesen kleinen Stöpseln – von Person zu Person und bot jedem ein Paar an. Als er zu mir kam, habe ich zuerst darüber gelächelt. Dann hab ich mich darauf eingelassen und mir überlegt, dass mir diese Dinger vielleicht nützlich sein könnten. Also nahm ich auch ein Paar.

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Ewigkeitssonntag 2015 - Andacht auf dem Friedhof

22.11.2015

Liebe Angehörige heute am Ewigkeitssonntag,
heute spüren wir mehr als sonst die Trauer um geliebte Menschen. Sie sind gegenwärtig in unseren Gedanken und Gefühlen. 102 Namen werde ich dann verlesen, von Menschen die seit dem letzten Ewigkeitssonntag hier auf unserem Friedhof beigesetzt wurden. 102 Namen stehen für 102 Lebensgeschichten, von der jede anders ist.

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Ewigkeitssonntag 2015 Gottedienst Graupa / Liebethal

22.11.2015

Liebe Gemeinde
Der letzte Sonntag des Kirchenjahres gehört zu den stillen und nachdenklichen Tagen. Wir gedenken der Verstorbene des letzten Kirchenjahres. In den Gottesdiensten werden heute die Namen der verstorbenen Gemeindeglieder verlesen. Für viele Menschen gehört ein Gang zum Friedhof zum Ablauf dieses Tages. Die Gräber sind in den letzten Wochen für den Winter vorbereitet worden. Heute gehen wir an die Gräber.
Innehalten, Erinnern, Zurückschauen – das ist wichtig.

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Salbungsgottesdienst Buß- und Bettag 2015 Copitz

18.11.2015

Liebe Gemeinde,
Die Bäume draußen haben das letzte Laub verloren oder verlieren es beim ersten Frost. Jetzt ist es schwierig zu erkennen, was an einem Baum gut und gesund ist und wo die Säge oder die Axt ange-setzt werden muß. Doch es gibt Fachleute, die haben den geübten Blick und sagen: Das muss weg! Oder Der muß weg! Wir haben es lange genug probiert.

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Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres 2015 - Graupa

15.11.2015

Liebe Gemeinde,
Dieser Text vom Weltgericht aus Matthäus 25 ist einer der, eindrucksvollsten und geschichtsträchtigsten Texte der Bibel. "Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." - Diese Geschichte vom Weltenrichter hat zu fast allen Zeiten des Christentums eine Rolle gespielt - beängstigend, aber auch inspirierend.

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23. Sonntag nach Trinitatis - Eröffnung der Friedensdekade - Liebethal

08.11.2015

Liebe Gemeinde,
„Grenzerfahrung“ – so ist die Friedensdekade in diesem Jahr überschrieben. Im ersten Moment stehen uns da äußere Erfahrungen vor Augen mit realen, manchmal in Mauer und Stacheldraht gegossenen Grenzen. Vor 26 Jahren zog sich noch eine Grenze mitten durch Deutschland, mitten durch Europa, teilte eine Welt, teilte ein Land, teilte die Stadt Berlin und manches Dorf im Grenzbereich. Diese Grenze teilte ein Volk, ging durch Freundeskreise und Familien hindurch. Östlich und Westlich dieser Grenze standen zwei hochgerüstete Weltmächte und ihre jeweiligen Verbündeten. Und dann gab es die unangenehmen Erlebnisse am Grenzübergang, im Palast der Tränen in der Berliner Friedrichstraße. Eine Grenze, die von Ost nach West nur unter Lebensgefahr zu überwinden war, eine Grenze, die mancher von West nach Ost nicht überschritt, weil ihm das System im Osten suspekt war. Gott sei Dank ist diese Grenze seit 26 Jahren abgerissen und in der Folge viele andere Grenzen, die nicht nur Deutschland, sondern Europa durchzogen. Die Generation der unter 25-Jährigen kennt diese Grenze nur noch aus Erzählungen – zum Glück.

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22. Sonntag nach Trinitatis 2015 Graupa

01.11.2015

Liebe Gemeinde,
gestern war Reformationstag. Evangelische Christen besinnen sich auf den Grund, die Mitte ihres Glaubens. Wie stehe ich vor Gott? Wie komme ich mit Gott ins reine? Oder mit den Worten Martin Luthers gesagt: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ – das war einmal die Ausgangsfrage der Reformation oder zumindest die persönliche Frage des späteren Reformators. Und am Ende langen Ringens hat Luther den Weg von einem strafenden und zürnenden zu einem liebenden und barmherzigen Gott zurückgelegt. Am Anfang steht die Feststellung: Ich und auch andere bekommen ihr Leben nicht so in den Griff, wie es vor Gott sein sollte. Ich und auch die anderen brauchen einen Neuanfang, brauchen Vergebung, damit die dunklen Seiten unseres Menschseins unser Leben nicht verschlingen. Am Ende stand die Erkenntnis der Barmherzigkeit Gottes

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21. Sonntag nach Trinitatis - Copitz

25.10.2015

Liebe Gemeinde,
Die Predigttexte für die Sonn- und Feiertage führen uns einen Kernbestand an Texten der Bibel zu Gehör und zum Nachdenken. Diese Bibelabschnitte, »Perikopen« genannt, sind auf sechs Jahre aufgeteilt. Von Zeit zu Zeit wird geprüft ob diese Auswahl noch stimmt, außerdem sollen wichtige, spannende Bibeltexte nicht in Vergessenheit geraten. Die Lutherische Liturgische Konferenz Deutschlands bittet uns, solche Veränderungen zu erproben. Für den heutigen 21. Sonntag sind wir gebeten zu prüfen, ob sich 1. Mose 13, die erste Erzählung aus dem Abra(ha)m-Lot-Kreis, als Predigttext eignet. Diese Geschichte steht in einem großen Erzählzusammenhang. Vielleicht hatten Sie in dieser Woche die Gelegenheit, diese oder eine andere Geschichten der Bibel, die seit dieser Woche bei MDR Figaro von dem österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier erzählt werden, zu hören.

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20. Sonntag nach Trinitatis - Kirchweihfest Graupa

18.10.2015

Liebe Gemeinde!
Der kleingewachsene Oberzöllner Zachäus gehört in eine Reihe mit unseren Lieblingsgestalten aus den Kinderbüchern. Zachäus ist ein Leib- und Seelenverwandter von Pippi Langstrumpf, Kalle Blomquist, Jim Knopf oder Michel aus Lönneberga. Kinder lieben in der Regel ihren Zachäus. Er zählt zu den Vorbildern, die Kinder brauchen, um sich in der Welt zurechtzufinden, den sie nacheifern, an denen sie sich orientieren. Pippi Langstrumpf macht sich die Welt einfach so, wie sie ihr gefällt. Sie lacht über den Piratenvater, den trotteligen Polizisten und die strenge Lehrerin. Sie ist eine Göre, wie einfach alles besser weiß als die Erwachsenen. Darüber amüsieren sich kleine Kinder, die selber gerne alles besser wissen als die Erwachsenen. Und hoffentlich amüsieren sich auch die Erwachsenen.

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19. Sonntag nach Trinitatis - Weltmusik-Gottesdienst

11.10.2015

Liebe Gemeinde

hier zum Liebethaler Grundton,
drei bunte Tage stehen in Liebethal auf dem Programm. Bunt - was die Musik anbelangt, bunt – was die Besucher anbelangt, bunt – was die Thematik anbelangt. Bass und Gitarrenklänge am Freitag, Wildes Holz gestern und heute Weltmusik, die uns musikalisch auf eine Reise durch viele Länder mitnimmt. Bunt tut gut. Bunt ist gut für die Augen und gut gegen Eintönigkeit – zumal Eintönigkeit in der Musik gar nicht geht (Musik mit nur einem Ton).

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18. Sonntag n. Trinitatis – Gemeindefest

04.10.2015

Liebe Gemeinde,
Gottes bunter Garten - Wir haben davon gehört, wie gut es Gott, der Schöpfer unserer Welt mit uns Menschen meint. Da gab es diesen Garten, in den der Mensch hineingestellt war. Der Mensch hat alles, was er braucht: Tiere, Pflanzen, die Nähe Gottes, eine sinnvolle Aufgabe und ein Gegenüber, das zu ihm paßt. Der Mensch ist in die Lage eines Königs gestellt. Er lebt in einem von vier Flüssen bewässerten Garten.

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17. Sonntag nach Trinitatis 2015 - Jubelkonfirmation Liebethal

27.09.2015

Liebe Gemeinde,
In unserem Leben geht es immer wieder einmal um Grenzen, Grenzen, die von anderen oder von uns gesetzt werden, Grenzen, die uns einengen oder schützen, Grenzen, die schließlich überwunden oder niedergerissen werden. In der gerade gehörten Lesung geht es auch um eine Grenze zwischen dem Juden Jesus und der nichtjüdischen Frau und ihrer kranken Tochter, um Grenzen der Konvention, um eine Grenze, die damals als unüberwindlich erschien und uns heute im Zeitalter der Globalisierung unbedeutend erscheint. Abgesehen von Ländergrenzen, gibt es genügend andere Grenzen und Mauern in unserem Leben.

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16. Sonntag nach Trinitatis 2015 - Graupa

20.09.2015

Liebe Gemeinde,
„Der Herr ist mein Hirte.“ Dieser bekannte und eindrückliche Beginn des 23.Psalms kann für Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen von großer Bedeutung sein. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Das ist seit heute der Taufspruch von Ferdinand, den Sie, liebe Frau Weninger als Mutter für ihn ausgewählt haben.“ Das Bild vom Hirten weckt in uns die verschiedensten Gedanken und Gefühle. Aber eines ist sicher dabei: Hirte, das bedeutet Schutz, Sicherheit. Ein guter Hirte setzt sich für seine Herde, seine Schafe ein. Er tut das aus freiem Entschluss. Nicht die Schafe haben sich den Hirten gesucht, sondern der Hirte hat sich seine Herde, seine Schafe ausgesucht, erwählt.

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15. Sonntag nach Trinitatis 2015 - Sonnenstein

13.09.2015

Liebe Gemeinde,
Was Jesus hier sagt, hört sich im ersten Moment sehr gut an: „Macht euch keine Sorgen, lebt wie die Vögel unter dem Himmel und die Lilien auf dem Feld, denn Gott sorgt für euch!" Auf den ersten Blick klingt das alles einleuchtend, selbstverständlich, entlastend, so weise und vernünftig. In entsprechender Jugendsprache würde das dann heißen: Immer schön locker, immer schön cool bleiben, dont wory, be happy.
Aber beim zweiten Lesen oder Hören fragen wir uns, ob das denn wirklich so geht.

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14.Sonntag n. Trinitatis 2015 - Copitz, Graupa: Diakon. Altenzentrum

06.09.2015

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Altenzentrums, liebe Gäste, liebe Gemeinde!

Einem Jubilar, einem Geburtstagskind wünschen wir viele Dinge und eines ist mit steigendem Alter meist auch dabei: Gesundheit und viel Kraft! Dem noch jungen Jubilar Diakonisches Altenzentrum Graupa wünschen wir das auch, denjenigen, die hier leben und arbeiten: Gesundheit und viel Kraft! Gesundheit wünscht sich jeder und wir wünschen sie uns gegenseitig. Und daraus wächst fast von allein die entsprechende Kraft für die Dinge, die das Leben der Alltag von uns fordern.

 

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13.Sonntag n. Trinitatis - Familiengottesdienst zum Schulbeginn Liebethal

30.08.2015

Liebe Kinder, liebe Gemeinde!
Wenn man vor einem neuen Anfang steht, da sind viele Dinge wichtig. Und wenn man vor einem Anfang steht, dann kann man sehr verschieden heran gehen.
Wer sich sicher ist, daß er die Sache schafft, der geht die Sache ohne Angst an, im Gegenteil.

  • Er sagt sich vielleicht: Das wird eine spannende Sache. Ich bin gespannt, was da kommt. Ich bin gespannt auf die anderen Kinder in der Klasse. Manche kenn ich ja schon. Manche kenn ich nur eine bisschen. Aber ich bin gespannt wie das wird.
  • Ich bin gespannt wie das wird, wenn ich jetzt die Lehre oder das Studium beginne. Ob ich da wirklich Sachen lerne, wie ich Sie mir vorgestellt habe.
  • Ich bin gespannt wie das mit uns zwei Ehepartnern im Alltag wird.
  • Ich bin gespannt, wie mir die neue Arbeit von der Hand geht.
  • Ich bin gespannt, wenn es mit unserem Kind fast jeden Tag etwas neues zu entdecken und zu beobachten gibt.
  • Ich bin gespannt, hier in einem neuen Land zu leben, von dem ich so viel Gutes gehört habe.

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12. Sonntag nach Trinitatis - Struppen, Sonnenstein

23.08.2015

Liebe Gemeinde!
Wie nahe lassen Sie jemand anderes an sich heran? Weichen Sie zurück, wenn Ihnen jemand beim Reden immer näher kommt, vertraulich wird, in Körperkontakt mit Ihnen tritt oder sind Sie eher der spontane Typ, der schnell mal jemand in den Arm oder beim Kopf nimmt? Wir haben meist ein Ge-fühl dafür, was in einer Situation an Nähe jetzt stimmt und was übertreiben ist. Und wir möchten, daß unsere Privatsphäre nicht in die Öffentlichkeit gezerrt wird bzw. wir das selbst bestimmen kön-nen, wie weit und wo wir uns offenbaren. Vertrauliche Dinge möchten wir in einem vertraulichen Raum behandelt wissen. Was ich dem Arzt sage, das soll auch bei ihm bleiben. Wir möchten nicht vorgeführt werden.

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11.Sonntag nach Trinitatis - Pirna St. Marien

16.08.2015

Liebe Gemeinde,
„Bild und Bibel“ – so sind die diesjährigen Sommerpredigten in Pirna überschrieben. Wir fra-gen uns nicht nur: Was sagt uns die Bibel zu unserem Menschsein und unserem Leben als Christen? - so wie das in allen Gottesdiensten geschieht. Wir fragen zugleich: Was sagen uns die Bilder, Reliefs und Fenster, die vielfachen bildlichen Darstellungen unserer Kirchen zu unserem Menschsein und unserem Leben als Christen?

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Gottesdienst zum Ortsfest Graupa 10. n. Trinitatis 2015

09.08.2015

Liebe Gemeinde,
wo bin ich gerne? Wo fühle ich mich wohl? Auf diese Frage können wir sehr verschiedene Antworten bekommen. Wo bin ich gerne? – Ganz einfach: Wo es mir gut geht. Wo ich die mir wichtigsten Menschen um mich habe. Wo ich Vertrautes um mich habe oder auch Wo ich etwas Neues probieren kann.

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7. Sonntag nach Trinitatis - Copitz, Liebethal

19.07.2015

Liebe Gemeinde,
fünftausend Männer, Frauen und Kinder wurden in antike Zeit oftmals einfach unterschlagen, werden satt von fünf Brot und zwei Fischen als Beigabe! Kann sich das jemand vorstellen? Wenn sich unser Sohn fürs Wochenende gerade für ein Festival verabschiedet hat, wo er in der hochlogistisch organisierten Versorgung für 20.000 Musikfans arbeitet, dann geht das dort nicht mit fünf Broten und zwei Fischen sondern um Speisen und Getränke, die Lkw-weise geliefert, entladen und verkauft werden. Worum geht es in unserer Geschichte von der Speisung der 5.000 oder besser der 15.000?

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5.Sonntag nach Trinitatis 2015 Taufgedächnits Liebethal

05.07.2015

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,
was ich euch jetzt sage, wird ganz kurz. Es wird vielleicht die kürzeste Verkündigung in meinem bisherigen Pfarrerleben. Die Erwachsenen kann ich schon mal beruhigen. Auf unserer Internetseite finden Sie eine richtige lange Predigt zum Nachlesen.
Aber heute für euch, die Kinder, mach ich es ganz kurz.

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Familiengottesdienst - Gut, dass wir einander haben - 4. nach Trinitatis

28.06.2015

Liebe Kinder, liebe Gemeinde,
Manchmal können uns die anderen ganz schön zusetzen. Da prasseln die Problem richtig auf uns ein oder da werden wir von anderen angegriffen, nicht körperlich. Da reichen schon Worte, die uns verletzten. Da wollen wir nur noch weg. Da brauchen wir einen Ort, an dem wir uns sicher fühlen: einen Zufluchtsort, einen Schutzraum, einen Ort, wo mich keiner angreifen kann. Dicke Mauern sollte dieser Ort haben und ein schützendes Dach.

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Johannisandacht 2105 Liebethal

24.06.2015

Die Geburt eines Kindes löst in aller Regel Vorfreude aus. Und wenn sich dann noch besondere Zeichen im Zusammenhang der Geburt einstellen, dann sorgt das für Aufmerksamkeit. Die Geschichte von der Geburt Jesu ist in der Regel bekannt – als Weihnachtsgeschichte, die wir jedes Jahr hören. Wie das bei Johannes war, weniger, deshalb sei daran noch einmal kurz erinnert:

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2. Sonntag nach Trinitatis - Gottesdienst auf der Bonnewitzer Wiese

14.06.2015

Liebe Gemeinde,
„Da blüht dir was" — dieses geflügelte Wort kennen wir eigentlich nur in einem negativen Sinn. Wenn man etwas richtig falsch gemacht hat, dann weiß man selber, was das für Folgen haben kann und was einem da noch blüht.
Da sagt der Kollege: „Warte nur, bis der Chef mit dir spricht. Da blüht dir was!" Da sagt die Mutter zum Kind: „Warte nur, bis Vater nach Hause kommt. Da blüht dir was!" „Oh, Oh," kann man da nur sagen, und im Magen zieht sich alles zusammen."
Dabei ist doch „Blühen" etwas Positives. Wenn der Flieder blüht, erfreuen sich die Menschen. Wenn die Rosen blühen, geht das Herz auf. Wenn die Natur in voller Blüte ihren Charme versprüht, dann blühen wir mit, auf - und wenn es nur die bescheidenen Wiesenblumen sind: Glockenblume, Margerite, Löwenzahn, Gänseblümchen und Hornklee.

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1. Sonntag nach Trinitatis 2015 Copitz, Graupa (mit Taufe)

07.06.2015

Liebe Gemeinde,
ein tiefer Graben, eine tiefe Kluft geht durch diese Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Es geht nicht nur um die Kluft zwischen Reich und Arm, was bei Lukas ja ein wichtiges Thema ist. Es geht überhaupt um die verpassten Chancen unseres Lebens. „Hätte ich nur...“ Wäre ich nur...“ um Situationen, die ich nicht mehr rückgängig machen kann.
In der Art eines Märchens beginnt die Geschichte. Da ist ein reicher ansonsten namenloser Mann, der in Saus und Braus lebt. Täglich feiert er ein neues Fest, lebt herrlich und in Freuden und übersieht den vor seiner Türe liegenden, von Hunger und Geschwüren geplagten Lazarus. Dieser nährt sich von den Brosamen, die vom Tische der Reichen fallen, zum Beispiel von den Brotfladen, mit denen sich die Feiernden damals die Hände abwischten. Wilde Hunde, unreinen Tiere plagen ihn. So hat der Arme in gewisser Weise Anteil an der Verschwendungssucht der Reichen. Aber der Reiche ist so sehr mit sich und seinem Leben beschäftigt, dass er Lazarus gar nicht mitbekommt, der doch nur durch eine Tür von ihm getrennt ist. Der Geschichte fehlt nichts an Deutlichkeit. Märchen leben nun einmal davon, möglichst plastisch und einfach Gegensätze herzustellen, damit man das Problem der Geschichte besser begreift.

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Trinitatis 2015 Liebethal, Copitz

31.05.2015

Liebe Gemeinde,
Manchmal werden wir auf bestimmte Menschen aufmerksam, wollen sie unbedingt einmal erleben, einen Verwandten, den man lange nicht getroffen hat, einen bestimmten Künstler oder eine wichtige Person der Zeitgeschichte. Von diesem Menschen geht eine Wirkung, eine Aura, eine Ausstrahlung, ein Geheimnis aus, das man möglichst selbst erleben will.

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Pfingsten 2015 - Familiengottesdienst - Brücke der Generationen

24.05.2015

Liebe Kinder, liebe Gemeinde, in diesem Gottesdienst werden Sie keine lange Predigt erleben, bei der Sie lange zuhören müssen, sondern Sie sind eingeladen, in diesem Verkündigungsteil selbst aktiv zu werden. „Brücke der Generationen“ heißt dieser Gottesdienst. Und im Kyriegebet wurde dieses Thema schon aufgegriffen.

Wir leben als Gesellschaft, wie leben als Gemeinde als Menschen in einer Alterspanne von Null bis 100 Jahren. Wir machen dabei ganz verschiedene Erfahrungen, je nachdem, wo wir gerade stehen. Wir sehen die Welt ganz verschieden: Kinder überblicken vieles in unserer Welt noch nicht, sind gespannt, Jugendliche wollen die Welt erobern und gestalten, Erwachsene sind in alle Bezüge dieser Welt eingebunden – manchmal zu viel und ältere Menschen schauen auf das Leben zurück und wissen, daß sie nur noch in bestimmten Dingen Einfluß auf den Lauf der Dinge haben. Jeder standen oder stehen wir irgendwann einmal an einer dieser Stellen.

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Exaudi 2015 - Sonnenstein

17.05.2015

Liebe Gemeinde, Abschiede sind nicht jedermanns Sache. Sie erinnern sich vielleicht daran, als Sie das letzte Mal jemand zum Bahnhof oder zum Flugplatz gebracht haben, bei dem Sie wissen: Ich werde ihn oder sie für lange Zeit nicht sehen. Vor 1989 war das zerreisende Momente, wenn der Besuch aus dem Westen des Landes wieder abfuhr und man nicht mußte: Wann würden wir uns wiedersehen? Dann wurde einem so eigenartig zumute. Jedes Wort wirkte irgendwie aufgesetzt. Das wichtige ist gesagt. Wir müssen nur noch die nächsten Minuten hinter uns bringen, bis alles vorbei ist, die Tür zu, der Zug abgefahren, das Flugzeug zum Himmel aufgestiegen. Dann ist der andere Weg. Der eine geht. Der oder die anderen bleiben.

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Himmelfahrt 2015 - Liebethal

14.05.2015

Liebe Gemeinde, ich bin ein versöhnter Himmelfahrtsgegner. Deshalb stehe ich heute hier du feiere mit Ihnen Gottesdienst unter einem sonnig-wolkigen Himmel und freue mich an diesem Tag. Warum Himmelfahrtsgegner? Zum einen war mir in der Vergangenheit aufgefallen, dass Himmelfahrt zu allem möglichen gebraucht wird, nur nicht dazu Gott irgendwie näher zu kommen. Zum anderen war für mich Himmelfahrt theologisch überflüssig, wie das sage ich noch. Als 1994 die Abschaffung eines Feiertages zugunsten der Pflegeversicherung gefordert wurde, da war ich für Himmelfahrt – als ein Fest, was ohne hin nicht mehr zu retten war.

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Konfirmation Liebethal / Graupa 2015

09.05.2015

Liebe Festgemeinde,
liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

wir sind miteinander einen Weg gegangen, anderthalb Jahre lang in der Konfirmandenzeit. Auf einer Wegstrecke gibt es Höhen und Tiefen, Umwege, Hindernisse und Strecken, die sich leicht lau-fen wie ein Spazierweg. Aber es ging nicht zuerst darum, das wir einen Weg miteinander gehen, sondern dass da ein weiterer Wegbegleiter ist, manchmal verborgen und manchmal spürbar: Gott - das Geheimnis unserer Welt. Wir können seine Existenz und Gegenwart nicht beweisen. Aber man kann auch das Gegenteil nicht beweisen. Gott ist eine Sache des Vertrauens und der Erfahrung.

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Abendmahl am Vortag der Konfirmation – Liebethal

08.05.2015

Liebe Konfirmanden, liebe Konfirmandeneltern,

Wenn in einer jüdischen Gemeinde das Passahmahl gefeiert wird, dann fragt das jüngste Familienmitglied eine Reihe von vorgeschriebenen Fragen:
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In allen anderen Nächten können wir Gesäuertes und Ungesäuertes essen, in dieser Nacht nur Gesäuertes
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In an allen anderen Nichten essen wie beliebige Kräuter, in dieser Nacht nur Bitterkräuter
„Wodurch unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“
In an allen anderen Nächten essen wir frei sitzend oder hingelehnt, in dieser Nacht nur links angelegt.
Das Familienoberhaupt gibt auf diese Fragen Antworten, die mit der Entstehung des Passahmahls, mit der Geschichte vom Auszug aus Ägypten zusammenhängen.

Genauso fragen wir uns als Christen – zum Beispiel in der letzten Stunde des Konfirmandenunterrichts – was unterscheidet dieses Brot beim Abendmahl von allen anderen Brot?

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Kantate 2015 St.Marien / Zuschendorf

03.05.2015

Liebe Gemeinde,
ich finde es außerordentlich erleichternd, diesen Text heute predigen zu dürfen. Jesus spricht Menschen an, die unter Lasten stehen und die sich nach Ruhe in ihrem Inneren sehnen. Zur Ruhe kommen – das ist ein Wunsch, den viele Menschen in sich tragen, ein Wunsch, mit dem auch mancher in unsere Gottesdienste kommt. Jesus redet von Leichtigkeit und vom Tragen von Lasten. Er tut das aber nicht mit einer Art Werbeslogan, sondern mit sehr ehrlichen Worten.
Ich finde es außerordentlich erleichternd, am Sonntag Kantate nicht über Jubilieren, Loben und Preisen predigen zu müssen, so als ob da eine belastende Pflicht auf uns zukäme, sondern zunächst auf ein Wort hören zu können, in dem Jesus selbst Gott lobt und uns einlädt, uns in dieses Lob hineinzubegeben.

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Kantate – Konfirmandenvorstellungsgottesdienst 2015

26.04.2015

Liebe Gemeinde!
Ich bin getauft – so ist unser Gottesdienst überschrieben.
Ich bin getauft – das wissen wir in der Regel, aber das tritt auch bei Christen manchmal in den Hintergrund. Dann gibt es so eine Art Taufvergessenheit.
Ich bin getauft – zum Glück werden wir daran ab und an erinnert, wenn im Gottesdienst Menschen getauft werden, zu Ostern oder wenn Taufgedächtnis gefeiert wird.
Ich bin getauft – katholisch Christen erinnern sich bei jedem Betreten einer Kirche daran, wenn sie die Finger ins Weihwasserbecken tauchen und sich bekreuzigen.
Die Taufe ist ein großartiger Schatz unseres Christseins und deshalb soll die Taufe auch entsprechend begangen, vollzogen, gefeiert werden.

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Quasimodogeniti 2015 Pirna St. Marien

Das Gottesdienstblatt zum Gottesdienst vom 12.4.2015

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Quasimodogeniti 2015 Pirna St. Marien

12.04.2015

Liebe Gemeinde,
es geht um uns und unseren Glauben. In dem eben gehörten Bibeltext kommen zwei Geschichten zusammen, die beide eine Reaktion auf das Ostergeschehen sind. In beiden Geschichten geht es um den Glauben, einmal um den Glauben einer Gemeinschaft, nämlich der der Jünger, einmal um den Glauben eines einzelnen, um Thomas. In beiden Geschichten begegnet der auferstandene Christus Menschen, die in ihren Grundfesten erschüttert, heute würden wir sagen traumatisiert sind.

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Ostern 2015 Liebethal

05.04.2015

Liebe Gemeinde,
Das Märchen »Dornröschen« oder »Die Erlösung vom Tod« Märchen erzählen uns in Bildern von unserem eigenen Leben, von unseren Wünschen und Träumen. Sie verraten auch etwas von dem, was uns befreit und zum Leben führt. Das Märchen »Dornröschen« erzählt, dass Zärtlichkeit uns vom Tod befreien kann. Vielleicht finden wir uns ja darin wieder.

Ein neues Lied singen. Dornröschen kann ein neues Lied singen: Es ist das Lied von einem neu geschenkten Leben, das Lied von einer zärtlichen Berührung, das Lied von einem liebevollen Kuss, durch den sie auferweckt wurde aus ihrer Besinnungslosigkeit.

Dornröschen kann ein neues Lied singen, das Lied von einem mutigen Menschen, der ihr zum richtigen Zeitpunkt nahe war, der keine Angst hatte vor Dornenhecken, vor Verletzungen, vor dem, was andere für unmöglich hielten. Ja, er fürchtete sich nicht einmal davor, Tote zu berühren.

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Osternacht 2015 Graupa

05.04.2015

Wir feiern diesen Gottesdienst
am Beginn eines neuen Tages,
denn das Licht wird die Nacht überwinden.

Wir feiern diesen Gottesdienst
am Beginn eines neuen Frühjahrs,
denn die Wärme hat den Winter überwunden.

Wir feiern diesen Gottesdienst
am Beginn eines neuen Lebens,
denn Gott hat den Tod überwunden.

Der Gottesdienst in der Osternacht galt an den Anfängen der Christenheit als der bedeutendste des ganzen Jahres. Er war das Herz, die Mutter aller christlichen Feste und Gottesdienste. Nur dadurch, daß Jesus als der Auferstandene erschienen ist, konnte Glauben und Gemeinschaft von Christen entstehen.

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Osterblasen 2015 – Friedhof Graupa

04.04.2015

Osterchoräle – musiziert vom Posaunenchor Graupa-Liebethal

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Karfreitag 2015 – Kreuzandacht

03.04.2015

Liebe Gemeinde,
in dieser Andacht zur Sterbestunde gehen wir in 8 Stationen den Weg Jesu in Jerusalem mit.
„Seht, welch ein Mensch – Ecce homo“ so sagt der römische Statthalten Pontius Pilatus zum Volk in Jerusalem, als er den mit einer Dornenkrone gekrönten Jesus dem Volk vorführt, an dem er keine Schuld findet.

In dieser Andacht betrachten wir den Weg dieses Menschen, der nicht nur Mensch war und die tiefsten Abgründe des Menschseins durchschritten hat, sondern der Gottes Sohn war und ist – die Mitte unseres Glaubens.

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Karfreitag 2015 – Liebethal

03.04.2015

Der Karfreitag ist ein besonderer Tag. Er gilt als hoher protestantischer Feiertag. In den äußeren wird vieles reduziert. Wir singen nur ein sparsames Kyrie und kein Halleluja. Auf dem Altar stehen keine Blumen und die Altarkerzen löschen wir am Ende der Evangeliumslesung aus zum Zeichen, das Gottes Sohn tot ist. Es gibt ein Schlussgeläut. Die Kerzen sind aus – bis zum Entzünden der Osterkerze. Die Glocken schweigen bis zum Ostermorgen. Wie soll man den Karfreitag begehen?

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Tischabendmahl Gründonnerstag 2015

02.04.2016

Liebe Gemeinde,
Ich denke, dass wir das auch kennen: dass wir von Sprüchen umgeben sind, die uns irgendeine Wahrheit einhämmern wollen. Vielleicht fallen Ihnen spontan solche Sprüche ein aus der Werbung oder einfach Redensarten aus dem täglichen Leben ... Sätze wie:
— Hier tanken Sie auf.
— Man gönnt sich ja sonst nichts.
— Nichts ist unmöglich.
— Und alles gelingt.
— Wer was zu sagen hat, sagt's.
— Die Zukunft kann kommen.
— Wir öffnen Horizonte.
— Setzen Sie ein Zeichen.
— Willkommen im Leben.
Ich habe hier in der Mitte einmal solche Sprüche ausgelegt. Vielleicht fallen Ihnen aber auch noch ganz andere ein. Ich bitte Sie jetzt, aufzustehen und herumzugehen. Drehen Sie die Zettel mit den Sprüchen um, lesen Sie sie durch und suchen Sie sich einen davon aus: entweder einen, der Sie besonders ärgert, oder einen, dem Sie zustimmen, oder einen, zu dem Ihnen sonst etwas einfällt, oder einen, den Sie uns nachher einfach vorlesen wollen …

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Palmarum 2015 – Hosterwitz

29.03.2015

Liebe Gemeinde!
Das Bild von Jesus, der nach Jerusalem einzieht, wirkt. Jesus auf dem Esel - das ist ein Bild, das bei mehr Menschen noch abrufbar ist, als man vermutet. Jesus zieht in Jerusalem ein: Kindergottesdienst, Christenlehre haben diese Bild eingeprägt. Bei Johannes ist es in mancher Hinsicht umgestaltet worden. Doch wie mögen die Menschen damals in Jerusalem gedacht haben. Welche Erwartungen hatten sie? Waren schon zu viele mit großartigen Versprechungen eingezogen und hatten am Ende nur sich selbst gefeiert.
Jesus zieht ein. Er begegnet Menschen zwischen Jubel und Klage. Er begegnet Menschen mit ganz verschiedenen Hoffnungen.

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Judika – Partnerschaftsgottesdienst Südafrika, KGH Pirna, Zuschendorf

22.03.2015

Liebe Gemeinde, liebe Gäste!
Bestimmen oder Bestimmt werden. Herrschen oder Dienen. Also mal ganz ehrlich, wenn wir danach gefragt werden, wer zieht da nicht das erste von beiden vor. Wer will schon gerne bestimmt werden? Und wenn schon dienen, dann muß es gerecht zu gehen.
Konfirmandenfreizeit: Einteilung zum Küchendienst. Nicht gleich alle Hände gehen auf einmal nach oben. Da muß schon eine Einteilungsliste her, damits gerecht zugeht. Mancher ist da auch ganz findig und schätzt mal: wie viel denn beim Frühstück, beim Mittagessen und beim Abendbrot zu tun ist und trägt sich dann entsprechend ein. Tischdecken – das geht noch, den Abwasch macht zum Glück die Maschine. Aber Töpfe auskratzen. Am besten geht es noch, wenn die richtigen Leute dabei sind. Und dann sind ja auch mal die anderen dran. Aber Ehrlich: Der oder die Größte kann man nicht mit Küchendienst werden.

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Lätare Copitz 2015 Salbungsgottesdienst

Liebe Gemeinde,
Diese kurze Geschichte aus dem Johannes-Evangelium, die wieder in eine Rede in ein Wort Jesu führt, beginnt eigentlich ganz alltäglich. Einige Menschen wollen Jesus sehen. Sie merken unser Stichwort sehen. Es handelt sich dabei sicherlich nicht um Menschen, die einfach nur aus Neugier oder Sensationslust diesen Rabbi, diesen Wanderprediger und Heiler sehen wollen, um dann später sagen zu können: Da war ich dabei. Nein. Es ist sicher, daß es ein tieferes Interesse ist.

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Lätare – Liebethal 2105

15.03.2015

Liebe Gemeinde,
Diese kurze Geschichte aus dem Johannes-Evangelium, die wieder in eine Rede in ein Wort Jesu führt, beginnt eigentlich ganz alltäglich. Einige Menschen wollen Jesus sehen. Sie merken unser Stichwort sehen. Es handelt sich dabei sicherlich nicht um Menschen, die einfach nur aus Neugier oder Sensationslust diesen Rabbi, diesen Wanderprediger und Heiler sehen wollen, um dann später sagen zu können: Da war ich dabei. Nein. Es ist sicher, daß es ein tieferes Interesse ist.

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Okuli – Kantantengottesdienst Graupa

07.03.2015

Liebe Gemeinde,
welch eine Musik! Mitreißend musiziert und selbst mitgerissen ergreift sie Herzen und Sinne. Sie bewegt innerlich und äußerlich, berührt mich mit ihren Klängen, ihrem Rhythmus, ihrem Gesang. Hier ist alles stimmig: Zuversicht und Gottvertrauen klingen festlich mit Bläser- und Streicherklang, sind sicher und fest wie die Pauke und im Geflecht der Stimmen und Instru-mente unerschütterlich verankert. „Was Gott tut, das ist wohl getan“ – so möchten wir das öfter erleben, so unser Gottvertrauen ausdrücken, zum Klingen bringen.

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Invokavit 2015 – Kirchgemeindehaus Pirna, Kirchgemeindezentrum Sonnenstein

22.02.2015

Liebe Gemeinde!
Am Anfang der Passionszeit steht eine Geschichte, die wir uns wohl als eine innere Geschichte Jesu vorstellen müssen. Der, dem Jesus in dieser Geschichte begegnet und der dort Versucher genannt wird, hat nichts mit dem Teufel aus den Märchenbüchern oder aus dem Kasperle-Theater zu tun. Einen Teufel mit Hörnern, Huf und Pferdeschwanz in rot oder schwarz kann kein Mensch 21. Jahrhunderts ernst neh-men. Solche Bilder müssen wir zur Seite schieben. Wenn die Bibel hier vom Diabolos spricht, dann heißt das: der Durcheinanderwerfer, der Durcheinanderbringer, Verkläger oder Verleumder.

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Bibelwoche 28.1.2015, Copitz – Vom Fluch befreit

Bibelwochenabend zu Galater 3, 1-18

Die Bibelwoche gibt uns in besonderer Weise die Chance, über Grundlagen unseres Glaubens einmal konzentriert nachzudenken und zu sprechen und das - wie in einer evangelischen Gemeinde üblich – auf der Basis der biblischen Botschaft, auf der Basis biblischer Texte. Wir sind gefragt nach unserem Verhältnis nach Gott, nach unserem Miteinander als Glaubensgemeinschaft und auch nach den Grenzen, die dabei gesetzt werden - um die Freiheit zu schützen.

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2. Sonntag nach Epiphanias 2015 – Sonnenstein

18.01.2015

Liebe Gemeinde!
Es ist Hochzeit. Monatelang haben Braut und Bräutigam dieses Fest vorbereitet. Nun ist er da, ihr großer Tag. Und alle geladenen Gäste sind gekommen. Das Fest ist bereits im vollen Gange. Gehen wir einfach mal in den Festsaal hinein und spielen Mäuschen! Hören Sie die Musik? Es ist Tanzmusik! Schön geschmückt ist der Saal, mit Blumen und farbenfrohen Stoffen. Riechen Sie die Parfüme der Gäste, den Duft der Speisen? Die Tische biegen sich von all den guten Dingen. Teurer Wein wird auch ausgeschenkt. Schließlich ist eine Hochzeit ein Fest der Liebe und des Lebens, da soll es an nichts mangeln.

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1. Sonntag nach Epiphanias – Empfang der Sternsinger

11.01.2015

Liebe Kinder, liebe Gemeinde,
Es geht heute um die verschiedenen Weg, die wir haben, die Wege von Kindern und Erwachsenen und natürlich auch um die Wege, die mit dem Sternsingen zusammen hängen.
Und da ist klar: Da kommen wir nicht an den drei Königen vorbei.

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2. Sonntag nach dem Christfest 2015 – Copitz

04.01.2015

In jedem Gottesdienst beten wir im Vaterunser: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. In diesem Gottesdienst werden wir hören, wie Jesus seinen Jüngern dieses Gebet ans Herz gelegt hat. Dort klingt die Bitte ein wenig anders: „Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.“ Diese Bitte ist auch das Leitwort unserer Sternsingeraktion. Wir wollen uns heute anschauen, welche Bedeutung diese Bitte für uns und für Kinder in anderen Ländern haben kann. Und wir werden sehen: Das Brot steht stellvertretend für viele Dinge, die wir Menschen täglich brauchen, damit wir gesund bleiben und es uns gut geht.

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2. Sonntag nach dem Christfest 2015 – Liebethal

04.01.2015

Liebe Gemeinde,
die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel läßt bei Eltern alle Alarmlämpchen aufleuchten, die es nur gibt und auch, wenn uns jener Schreck mit Kindern erspart wurde, so wissen wir, was es heißt: verloren gehen und wiedergefunden werden.
Die Eltern-Kind-Geschichte vom 12-jährigen Jesus im Tempel läßt bei uns sofort das biografische Gedächtnis oder unser Episoden-Gedächntis anspringen. Das Kind für Minuten, Stunden – und kaum vorstellbar für Tage verloren und dann wiedergefunden. Da ist der Schreck: Wo ist das, wo sind die Kinder? Und die erlösende Erfahrung, wenn sie wiedergefunden werden. Eltern oder auch Großeltern machen in solchen Momenten eine emotionale Achterbahn durch.

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Altjahresabend 2014 Liebethal, Graupa

31.12.2014

Liebe Gemeinde!

Was war? Was bleibt? Was kommt? – Das sind vielleicht die Fragen, die uns an diesem Silvesterabend beschäftigen. Zeiten werden geprüft, Bilanzen gezogen, Prognosen gestellt: Was war? Was bleibt? Was ist? Was kommt? Unwillkürlich schweifen selbst bedenklich sektbeschwingte Gedanken zu Verlorenem, Gewonnenem, Anfang und Ende. Raketen schießen in den winterlichen Sternenhimmel, man schaut ihnen nach, wie sie aufstrahlen, in bunten Farben leuchtend verglühen. Wer denkt da - egal, wie bestimmt oder vage, nüchtern oder beschwipst nicht auch an Zeit und Ewig-keit?
Das eigenartige an diesem Silvesterabend ist ja, das neben allem Böller und Feuerwerkgetöse bei den Menschen wie sonst an kaum einem Tag ein Gefühl, eine Empfindung für das Vergehen der Zeit, für die Vergänglichkeit gibt. – „Schon wieder ein Jahr vergangen?“ die Vergänglichkeit, das Vergehen der Zeit, das wir von unserem gottesdienstlichen Geschehen vielleicht am ehesten am Ewigkeitssonntag ansiedeln wollten, liegt am Silvesterabend deutlich oben auf.

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Christvest II Liebethal 2014

26.12.2014

Liebe Gemeinde,
„das Beste an Weihnachten sind halt doch die Lieder." -„Schon das ganze Jahr freue ich mich da-rauf, endlich wieder Weihnachtslieder singen zu dürfen." - „Was wäre eine Weihnacht ohne Weihnachtslieder:" So oder so ähnlich habe ich es schon öfter sagen hören.
In diesen Aussagen steckt einiges an Wahrheit. Lieder sprechen uns auf eine Weise an, wie es Worte allein nicht können. Sie berühren unsere Gefühle, rufen Erinnerungen wach, trösten uns über schwierige Zeiten hinweg, und nicht zuletzt versetzen sie uns in Stimmung.

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Christfest I – Graupa 2014

25.12.2014

Liebe Gemeinde,
„das Beste an Weihnachten sind halt doch die Lieder." -„Schon das ganze Jahr freue ich mich da-rauf, endlich wieder Weihnachtslieder singen zu dürfen." - „Was wäre eine Weihnacht ohne Weih-nachtslieder:" So oder so ähnlich habe ich es schon öfter sagen hören.
In diesen Aussagen steckt einiges an Wahrheit. Lieder sprechen uns auf eine Weise an, wie es Worte allein nicht können. Sie berühren unsere Gefühle, rufen Erinnerungen wach, trösten uns über schwierige Zeiten hinweg, und nicht zuletzt versetzen sie uns in Stimmung.

Predigt-2014-12-25-Christfest-I.pdf

Christnacht 2014 Graupa

24.12.2014

Liebe Gemeinde,
zur Weihnachtsgeschichte nach Lukas, die wir in kleinen Abschnitten wischen den Chorstücken gehört haben, schmückt die Geburt Jesu mit vielen uns liebgewordenen Details aus: Engel, Hirten, Stall, Maria, die alle diese Worte in ihrem Herzen bewegt. Das Matthäusevangelium, der Bibeltext für die Christnacht, liefert dazu das Kontrastprogramm: Weihnachten ohne Schnörkel. Hören Sie selbst:

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

Hier geht es knapp zu. Kaum einmal die wichtigsten Fakten, die zur Geburt einer bedeutenden Persönlichkeit gehören, werden aufgeführt. Siebzehn Verse lang wird zuvor der Stammbaum Jesu in 42 Generationen von Abraham bis Josef aufgeführt. Dann hat der Autor für die Schilderung der Geburt Jesu eine paar dünne Zeilen übrig, die vor allem die verzwickte Position von Josef beleuchten. Erst danach treten die drei Weisen aus dem Morgenland auf. Man hätte sich vom Verfasser des Matthäusevangeliums etwas mehr Freude am Detail gewünscht. – Aber hier kommt: Weihnachten ohne Schnörkel.

Predigt-2014-12-24-Graupa-Christnacht.pdf

Christvesper III Graupa 2014

24.12.2014

Liebe Gemeinde,
Am heutigen Heilig Abend machen sich wie jedes Jahr viele Menschen auf, die verschiedensten Weihnachtsgottesdienste in den Kirchen und Gemeindehäusern zu besuchen. Da gibt es wuselige Gottesdienste mit einer großen Zahl von Kindern, die die Kirchengebäude mit allem, was dazugehört, erkunden müssen. Da gibt es Gottesdienste mit hoher Kirchenmusik oder moderner Weihnachtsmusik. Da gibt es ruhige, stille Gottesdienste. So verschieden die Gottesdienste und die Motive der Besucher sind, - was wohl allen gemeinsam ist, das ist der Wunsch, zur Ruhe zu kommen, eine Unterbrechung des Alltags zu erleben. Hinter diesem Wunsch steht wohl nicht der viel gescholtene Wunsch, sich für Stunden in eine heile Welt zu fliehen, als vielmehr einen Ort zu erleben, wo die Rationalität einmal zurücktritt, wo ich erfahre, was es heißt, einfach als Mensch da zu sein – ohne Auflagen und Forderungen.

Predigt-2014-12-24-Graupa-2.pdf

Christvesper II Graupa 2014

Liebe Christvespergemeinde,
die Weihnachtsgeschichte nach Lukas ist der Text des Heilig Abends schlechthin. Den Anfang habe ich noch einmal gelesen. Den gesamten Text finden Sie auch im Liedheft unseres Gottesdienstes auf den Seiten 12/13. Aber viele brauchen diesen Text gar nicht. Wenn diese ersten magischen Worte fallen: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass eine Gebot von dem Kaiser Augustus ausging..“ dann können sie den Rest dieser Geschichte mitsprechen. Zu jedem Wort stellen sich Bilder und Töne ein. In jedem Satz klingt die Stimme des Evangelisten aus Bach Weihnachtsoratorium mit. Es stellen sich Erinnerungen ein an hunderte von Krippenspielen, an Personen, die uns diese Geschichte nahe gebracht haben. Dieser Text überkommt uns. Wir können uns hineinversetzen in die einzelnen Figuren: Josef, der von der römischen Verwaltung hin- und hergeschickt wird und um ein Quartier bitten muß. Josef, der Logistiker. Die Hirten, Augenzeugen, Begeisterte und dann selbst Botschaf-ter. Die Engel in der Rolle von Deutern und Zeichenstiftern. Maria, die Glaubende und das Volk als Gäste im Wirtshaus – nicht zu vergessen unsere Wirtsfamilie.

Predigt-2014-12-24-Graupa.pdf

Christvesper Liebethal 2014

24.12.2014

Liebe Gemeinde heute am Heilig Abend in Liebethal,
die Weihnachtsgeschichte nach Lukas ist der Text des Heilig Abends schlechthin. Man braucht nur den Anfang lesen „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging…“ und sofort tauchen Bilder, Töne, Musik und Personen vor unserem inneren Auge auf, die wir mit dieser Geschichte verbinden. Mancher kann die Geschichte auswendig mitsprechen oder hört dabei schon den Evangelisten des Weihnachtsoratoriums singen.
Diese Geschichte überkommt uns gewissermaßen, mit den vertrauten Figuren: Josef, Maria, das Jesuskind, die Hirten, die Engel, die Könige und meist auch ein entsprechender Wirt oder eine Wirtsfamilie aus Bethlehem.

Predigt-2014-12-24-Liebethal.pdf

4. Advent – Liebethal

21.12.2014

Liebe Gemeinde!
Der 4. Advent ist eine Stiefkind des Kirchenjahres. Alle haben schon den Heilig Abend im Blick, wenn sich in drei Tagen die Kirchen wie jedes Jahr füllen. Die Adventssonntag habe je ihre Bedeutung, ihren Schwerpunkt. Der 1.Advent da steht die eigentliche Ankunft Jesu im Mittelpunkt. Der 2.Advent – Da geht es um die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. Der 3.Advent hat Johannes den Täufer als Wegbereiter Christi im Blick. Der 4.Advent steht unter dem Thema der Freude und hat dabei in besonderer Weise Maria, die Mutter Jesu im Blick. Als ich an die Vorbereitung dieses Gottesdienstes ging, mußte ich erst einmal feststellen: An einem 4.Advent habe ich in den letzten 20 Jahren nie gepredigt, weil wir z.B. an diesem den gesamten Vormittag mit Christenlehrekindern und Konfirmanden Senioren in der Gemeinde besucht haben, die aus verschiedenen Gründen an das Haus gebunden sind.
Aber der Predigttext für diesen 4.Advent ist ein ganz Besonderer: Das Magnificat.

Predigt-2014-12-21.pdf

3. Advent – Gottesdienst Graupa, Zuschendorf

14.12.2014

Liebe Gemeinde!
Warten ist lästig und Warten ist etwas ganz Großes. Warten ist zunächst lästig. Die rote Ampel und wieder verstreichen 30 Sekunden unserer Lebenszeit scheinbar ungenutzt. Die unvorhersehbare Zugverspätung. Da steht man herum und kann an diesem Ort, an dem man gerade angelangt ist, so wenig aus dieser Zeit machen. Und dann etwas das Wartezimmer beim Arzt, wo man nicht genau weiß: Überwiegen die guten oder die schlechten Nachrichten, bei dem, was ich gleich erfahre?

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2. Advent – Diakonischer Gottesdienst St.Marien Pirna

07.12.2014

Liebe Gemeinde,
die Körpersprache verrät viel über einen Menschen. Wer aufrecht und mit offenem Blick unter die Menschen geht, ist in der Regel „gut drauf“ und mit sich und der Welt im Reinen. Wer gebeugt durch die Gegend geht und die Schultern hängen lässt, ist vermutlich unzufrieden oder von Sorgen geplagt. Wer seinem Gesprächspartner mit gesenktem Blick gegenüber steht und nicht wagt, ihm in die Augen zu schauen, hat Angst vor sich selber und anderen.
Wer fröhlich und mit sich und der Welt im Reinen ist, wird aufrecht und mit offenem Blick unter die Menschen gehen.

Predigt-2014-12-07.pdf

1. Advent – Familiengottesdienst mit Einführung des Kirchenvorstandes

30.11.2014

Liebe Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher, liebe Gemeinde,

der 1.Advent markiert einen besonderen Wendepunkt. Jetzt beginnt sie wieder, eine ganz besondere Zeit. Die Adventszeit könnte gegenläufig sein mit ihren stillen Momenten, mit der ganz besonderen Erwartung gegenüber dem Geschenkmarathon und dem üblichen Weihnachtsstress. Es ist erstaunlich, welcher Zauber davon ausgeht, daß wir „Macht hoch die Tür singen“, die erste Kerze am Adventskranz anzünden und eben alle die Vorbereitungen treffen, die in diese Zeit hineingehören.
In dem Bibeltext, den wir vorhin gehört haben, geht es auch um Vorbereitungen. Zwei Jünger werden von Jesus beauftragt, seinen Einzug in Jerusalem vorzubereiten.

Predigt-2014-11-30.pdf