Seit knapp einem Jahr haben die Kirchgemeinden Graupa-Liebethal, Pirna, Pirna-Sonnenstein und Struppen einen gemeinsamen Gottesdienstplan für die insgesamt sieben Gottesdienststätten, an denen die Superintendentin, die Pfarrer und Prädikanten zusammen mit den jeweiligen Kantoren und Gemeindepädagogen Gottesdienste gestalten. Der gemeinsame Gottesdienstplan liegt in der Regel in den jeweiligen Gemeindebriefen der entsprechenden Kirchgemeinden. Der neue Gottesdienstplan hilft auch dabei , schnell einen Gottesdienst zu finden, wenn in der eigenen Kirche kein Gottesdienst gefeiert wird oder zu einer für Sie ungünstigen Zeit beginnt. In dieser Zeit haben alle Beteiligten festgestellt, dass es auch im ganz normalen Gottesdienst in den jeweiligen Gemeinden eine Reihe von kleinen Unterschieden im Gottesdienstablauf gibt, die zuweilen verunsichern: Wie beginnt der Gottesdienst? Welche Antwort folgt auf die Lesung? Wird sie gesprochen oder gesungen? Steht das Glaubensbekenntnis vor oder nach der Predigt? Auch andere Kirchgemeinden im Kirchenbezirk Pirna, die in ähnlicher Weise regional zusammenarbeiten, stehen vor dem gleichen Problem. Deshalb hat eine Arbeitsgruppe aus Kantoren, Pfarrern und Prädikanten eine Gottesdienstordnung für den Kirchenbezirk Pirna entworfen und zur Diskussion gestellt. Nach mehreren Diskussionsgängen in den jeweiligen Dienstgruppen liegt sie druckreif vor und soll im Herbst durch die Kirchenbezirkssynode bestätigt werden. In den Kirchgemeinden Graupa-Liebethal, Pirna, Pirna-Sonnenstein und Struppen möchten wir den ersten Teil der neuen Gottesdienstordnung (Form A) schon ab dem Sonntag Trinitatis praktizieren. Die weiteren Teile (Form B und C) werden entsprechend folgen. Die Änderungen sind nur geringfügig und basieren alle auf dem Evangelischen Gottesdienstbuch. Mit einem einheitlich gestalteten Einlegeheft im Gesangbuch ist der Gottesdienst für jeden Besuch klar und einfach nachzuvollziehen. Was ändert sich konkret?

  •  Die Gottesdiensteröffnung wird geringfügig erweitert und kann sowohl gesprochen als auch gesungen werden.
  • Die Ankündigungen der Lesungen und die Antworten der Gemeinde auf die Lesungen sind einheitlich gestaltet.
  • Das Glaubensbekenntnis bekommt seine Stellung vor der Predigt.

Die einheitlich gestaltete Gottesdienstordnung ist bei wechselnden Pfarrern, Kantoren und Prädikanten eine Hilfe und erübrigt die Absprache von vielen kleinen Details. Sie gibt allen Beteiligten Sicherheit und beschneidet trotzdem nicht die Vielfalt und Lebendigkeit des Gottesdienstes.

Pfarrer Burkhard Nitzsche